Tomaten auf dem Balkon anbauen

In diesem Artikel geben wir Tipps zum Tomatenanbau auf dem Balkon. Welches ist der ideale Standort? Wieviel Wasser brauchen die Tomaten? Das und mehr erfahren Sie hier:

Tomatenanbau auf dem Balkon

Tomaten auf einem Balkon
Tomaten kann man auch auf dem Balkon anbauen
Foto: © ChiccoDodiFC

Frisch gepflückte Tomaten, am besten noch warm von der Sonne und angenehm süß im Geschmack - wem läuft bei dem Gedanken nicht das Wasser im Mund zusammen? Doch leider können Tomaten aus dem Handel dieses Geschmackserlebnis in den allerwenigsten Fällen bieten. Gerade die Turbozuchten aus dem Gewächshaus sind oft wässrig und haben mit Genuss nur wenig zu tun. Wer einen Balkon hat, kann seine Tomaten aber auch einfach selbst züchten! Selbst Unerfahrene kommen mit der Tomatenzucht normalerweise bestens zurecht, denn die Pflanzen sind bis auf wenige Ausnahmen eher anspruchslos und brauchen nicht viel Pflege. Tomatensorten im Überblick

Eine genügsame Anfängerpflanze

Grundsätzlich braucht eine Tomate nicht viel, um zu gedeihen. Zum einen benötigt sie Wasser: Die durstige Tomatenpflanze verträgt Trockenheit nur schlecht. Zum anderen sind Tomaten sogenannte Starkzehrer, die jede Menge Nährstoffe benötigen und deshalb auf eine gute Erde und regelmäßige Düngung angewiesen sind. Auch viel Sonne ist unerlässlich, schließlich stammt die Tomate ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Und zu guter Letzt braucht die Tomatenpflanze vor allem eines: Platz! Die Pflanze bildet unzählige feine Wurzeln, um ihren Nährstoffhunger zu stillen. Bekommt sie den nicht, verkümmert sie und wird anfällig für Krankheiten.

Die Tomatenhaltung auf dem Balkon

Die Ansprüche der Tomate sind also insgesamt äußerst bescheiden. Was brauchen Sie nun für die Tomatenzucht auf dem heimischen Balkon?

Sonne: Ideal ist ein Südbalkon, doch auch ein sonniges Plätzchen auf dem West- oder Ostbalkon ist völlig ausreichend. Je mehr Sonne die Tomate bekommt, umso süßer werden die Früchte!

Platz: Als Faustregel gilt, dass eine Tomatenpflanze mindestens zehn Liter Erde zur Verfügung haben sollte - ideal ist also ein Kübel oder (für Sparfüchse) ein Eimer. Einige Tomatensorten eignen sich aber auch für den Blumenkasten, darunter die beliebten Cherrytomaten, vor allem jene mit einem hängenden Wuchs.

Geeignete Erde: Tomaten fühlen sich vor allem in Gemüse- oder Blumenerde wohl. Wichtig ist nur, dass die Erde relativ durchlässig ist, damit sich keine Feuchtigkeit stauen kann.

Dünger: Tomaten benötigen besonders viel Kalium, um wohlschmeckende Früchte zu bilden. Sie sollten deshalb entweder mit einem kaliumreichen Gemüsedünger oder mit einem speziellen Tomatendünger versorgt werden. Das ideale Düngeintervall kann sich je nach Pflanze stark unterscheiden, orientieren Sie sich im Zweifelsfall an der Packungsbeigabe. Außerdem ist es auch das viele Kalium, das die Tomate so gesund macht!

Wasser: Gießen Sie Ihre Tomaten regelmäßig, aber nicht zu intensiv. Idealerweise sollte die Erde stets leicht feucht sein, niemals nass. Am besten bekommt der Pflanze Regenwasser. Um Wurzelfäule zu verhindern, kommt eine Schicht Blähton unten in das Pflanzgefäß.

Tomatenkrankheiten vorbeugen und erkennen

Der größte Feind der Tomate ist hierzulande die sogenannte Braunfäule. Dabei handelt es sich um einen Pilz, dessen Sporen sich mit der Luft verbreiten. Befällt er eine Pflanze, entwickeln die Früchte braune Flecken und sind nicht mehr genießbar. Auch die Pflanze selbst entwickelt manchmal einen Pilzflaum. Da der Pilz ein feuchtwarmes Klima bevorzugt, können Sie ihm relativ einfach vorbeugen: Schützen Sie die Pflanze vor Feuchtigkeit, insbesondere auf den Blättern, und entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort.
Lesen Sie auch: Tomaten anbauen im Garten
Text: R. S. / Stand: 14.03.2017

[ Zum Seitenanfang ]