Ambrosia aus dem Garten verbannen

Was tun gegen Ambrosia?

Ambrosia im MüllsackAm 27. Juni fand der internationale Ambrosia-Tag statt. Die hochallergene Beifuß-Ambrosie stammt ursprünglich aus den USA und breitet sich auch in Deutschland aufgrund des Klimawandels zunehmend aus. Wärmere Länder, wie etwa Ungarn oder Italien, haben bereits länger mit der Allergien auslösenden Pflanze zu kämpfen. Wissenschaftler fordern die Politik zunehmend auf, energischer gegen die Ambrosia vorzugehen. Vornehmlich in Hausgärten, aber auch an Straßen- oder Feldrändern, auf Blumenwiesen und Baustellen fühlt sich die Ambrosia wohl.

Pflanzen vor der Blüte herausreißen

Allergiker leiden stark unter der Ambrosia. Ihre Pollen können zu schweren Allergien führen, die sich in Form von Heuschnupfen, Ekzemen, allergischem Asthma oder Bindehautentzündungen äußern. Bereits 5 – 10 Pollen pro Kubikmeter reichen dafür aus. Um die Verbreitung der Ambrosia einzudämmen raten Experten dringend jedem Gartenbesitzer, Ambrosiapflanzen noch vor der Blüte, die von Juli bis Oktober reicht, samt Wurzel herauszureißen. Keinesfalls darf das unliebsame Unkraut auf dem Kompost landen, vielmehr gehört es in die Mülltonne. Unterschieden wird die Ambrosia in die  einjährige Ambrosia  artemisiifolia, welche laut Angaben der TU Berlin vorrangig über verunreinigtes Vogelfutter verbreitet wird,  und die zweijährige Pflanze (Ambrosia psilostachya). Ihre Ausbreitung wird durch Erdtransporte im Baugewerbe begünstigt.

Viele Länder haben bereits eine Meldepflicht bei Sichtung der Pflanze eingeführt, in Deutschland existiert diese noch nicht. Dennoch sind die Behörden dankbar dafür, wenn aufmerksame Bürger auch vereinzelte Pflanzen melden und damit die weitere Ausbreitung dieses Unkrautes verhindern.

Foto: stadelpeter