Vor der Blüte: Bäume auf Obstbaumkrebs überprüfen

Obstbäume auf Krankheiten überprüfen

Obstbaum
Foto: © animaflora

Noch schläft im Garten alles. Apfelbäume, die später im Jahr wieder viele reife Früchte tragen sollen, stehen gänzlich ohne Laub und Blüten da. Obstbäume können daher gut auf Krankheiten und Schäden untersucht werden. Auch der gefürchtete Obstbaumkrebs lässt sich jetzt leicht erkennen. Bekämpft werden sollte er jedoch erst, wenn es wieder etwas wärmer ist. (Lesen Sie auch: Krankheiten des Apfelbaums)

Was Obstbaumkrebs auslöst

Bei Obstbaumkrebs handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die durch Verletzungen in Holz und Triebe eindringen kann. Dort vermehrt sich der Pilz, bildet Sporen und sorgt dafür, dass die Rinde aufplatzt. Um sich zu schützen, versucht der Baum, die Schadstelle mit Rinde zu bedecken, was sich anhand von wulstartigen Gebilden zeigt. Unbehandelt führt der Obstbaumkrebs zu fauligen Äpfeln, verkümmerten Trieben und mangelnder Ausbildung von Blättern und Früchten. Besonders bei jungen Bäumen ist eine Rodung nach längerer Zeit das einzig probate Mittel.

Erkennen und behandeln

Jetzt im Januar und Februar sollten Gartenbesitzer ihre Apfel- und Birnbäume gründlich auf Anzeichen des Obstbaumkrebses untersuchen. Zeigen sich infizierte Stellen, sollten die betroffenen Äste und Triebe kurz vor der einsetzenden Blüte gründlich beschnitten werden. Da dieser Schnitt jedoch eine neue Verletzung mit sich bringt, ist es wichtig, ihn erst nach der Winterruhe durchzuführen. Sonst nämlich kann es schnell zu einer Neuinfektion kommen.
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