Blütezeit der Ambrosia beginnt

Gärtner im Garten

Für Allergiker startete im Juli ein besonders unliebsames Gewächs die Zeit der Blüte. Gemeint ist Ambrosia, eine Gewächs der Beifuß Familie. Bekannt ist diese Pflanze nicht unbedingt für ihre Schönheit, sondern vor allem für ihre allergieauslösende Wirkung. Diese kann so stark sein, dass nur eine besonders kleine Anzahl Pollen genügt, um Allergikern das Leben schwer zu machen. Im eigenen Garten sollten dennoch nicht nur Allergiker auf die Eindämmung dieser Pflanze achten. (Allergieauslöser im Garten)

Warum Ambrosia immer häufiger wird

Sowohl in Wäldern und Parks, aber auch im eigenen Garten ist Ambrosia schon seit einigen Jahren immer häufiger anzutreffen. Der Grund ist vor allem die Tatsache, dass Gartenbesitzer im Winter oft auch Futter für Vögel auslegen. (Vogelfütterung im Winter) Das an sich unbedenkliche Futter enthält in aller Regel viele Sonnenblumenkerne. Da Ambrosia jedoch gemeinsam mit Sonnenblumen reift, werden auch die Samen dieser Pflanze bei der Ernte eingeholt. Die Folge: Ambrosiasamen im Vogelfutter. Auch während der Ernte selbst können die Samen der Pflanze sehr weit verbreitet werden und durch die Luft mehrere Kilometer zurücklegen. Bleiben die Samen der Ambrosia nach dem Winter auf dem Gartenboden zurück, entwickelt sich hieraus nicht selten die unliebsame Pflanze.

Ambrosia erkennen und beseitigen

Für Gartenbesitzer ist es nicht immer leicht, die Ambrosia von anderen Pflanzenarten wie Beifuß, wilder Möhre oder auch Wermut zu unterscheiden. Wichtige Merkmale sind jedoch die grüne Unterseite der Blätter und eine starke Behaarung der Stängel. Gartenbesitzer, die die Pflanze nicht sofort entfernen möchte, etwa weil sie sich nicht sicher sind, ob wirklich Ambrosia vorliegt, können eine Fotografie der Pflanze an die zuständige Meldestelle schicken und erhalten von dort fachkundigen Rat. Und hat die Ambrosia tatsächlich ihren Weg in den eigenen Garten gefunden, so hilft nur das vollständige Entfernen der Pflanze mitsamt ihrer Wurzel. Handschuhe sind hier ein absolutes Muss. Die Pflanze selbst darf dann nur über den Restmüll entsorgt werden, da sie sonst in den natürlichen Kompostierungskreislauf gelangt und sich von dort aus noch stärker verbreiten kann. Niemals selbst übernehmen sollten Allergiker die Entfernung der Pflanzen.

Foto: © Stefan Körber