Den „Boden des Jahres“ richtig pflegen

Pflege für den Gartenboden

Gartenboden pflegen mit Kompost

Gartenfreunde genießen die aktuelle Wetterlage ganz besonders. Während die Frühlingssonne für steigende – fast schon sommerliche – Temperaturen sorgt, bleibt genügend Zeit für die Gestaltung der Blumenbeete und erste Gedanken an Obst und Gemüse. Der heimliche Star, durch das Kuratorium „Boden des Jahres“ auserkoren, ist in diesem Jahr der Gartenboden. Während in 2016 der Grundwasserboden im Rampenlicht stand und eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt bekam, darf in diesem Jahr ganz offiziell an einem gesunden Gartenboden gearbeitet werden.

Der Zustand des Beetbodens

Oberflächlich scheint im Beet alles in Ordnung zu sein. Bei näherer Betrachtung jedoch benötigt die Erde hier besondere Pflege, um Blumen und anderen Gewächsen eine solide Basis bieten zu können. Es lohnt sich, jetzt einen pH-Test durchzuführen. Liegt der hierbei ermittelte Wert zu niedrig, kann der Boden behutsam gekalkt werden. Dies gilt für sandige Böden mit einem pH-Wert von weniger als fünf und lehmigen Untergründen mit einem pH-Wert von weniger als sechs. Stimmt der pH-Wert, kann auch ein genauer Blick auf den Boden helfen. Tummeln sich hier Regenwürmer und ist er schön dunkel, so liegt der Humusgehalt im optimalen Bereich.

Dem Boden Nährstoffe zu führen

Damit der Boden allen Pflanzen während der Saison beim Blühen und Gedeihen helfen kann, ist er auf eine ausreichende Sättigung mit Nährstoffen angewiesen. Gartenfreunde sollten daher nun mit ein wenig Kompost nachhelfen und diesen mit dem Erdboden vermischen. Etwa drei Liter Kompost pro Quadratmeter sind für gewöhnlich ausreichend. Dabei sollten Gärtner darauf achten, den Boden mit der Harke gründlich aufzulockern. Bei diesem Arbeitsschritt können außerdem etwa 70 Gramm Horndünger pro Quadratmeter untergemischt werden. Dann gedeihen auch stark zehrende Gemüsesorten wie Tomaten und Auberginen.

Foto: © K. Thalhofer