EDEN-ISS: „Galaktisches“ Gartenbau-Projekt

Gemüse anbauen in der Antarktis

Nachrichten für Gartenfreunde Foto: © Zerbor

Selbstversorger wissen: Damit Pflanzen wachsen können, braucht es gute Pflege und solide Nährstoffversorgung. Umso wichtiger ist das, wenn Gewächse im Garten für eine reiche Ernte sorgen sollen. Gartenfreunde in aller Welt dürften daher aufhorchen, wenn das Gartenbauprojekt „EDEN-ISS“ zur Sprache kommt. Hier nämlich gedeihen verschiedene Gewächse mitten in der Antarktis.

Ein Test für den Gartenbau im All

Bei EDEN-ISS handelt es sich um ein Gewächshaus, in dem spezielle Bedingungen geschaffen wurden. Sie sollen den Umständen gleich kommen, wie sie die Pflanzen in einer Raumstation auf dem Mond oder dem Mars aushalten können müssten. Das Gewächshaus selbst ist nur knapp 13 Quadratmeter groß, macht den Projektverantwortlichen Paul Zabel aber dennoch glücklich. In EDEN-ISS nämlich können sowohl Tomaten als auch Gurken, Kohlrabi, Salat und Radieschen geerntet werden. Das Projekt selbst wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführt.

Kein einfacher Job

Paul Zabel, der sich rund um die Uhr um das Gewächshaus und die darin stehenden Pflanzen kümmert, muss viel leisten. So fordert die eisige Umgebung der Technik alles ab, weswegen auch Reparaturen an der Tagesordnung sind. Das aber ist für das Projekt ebenfalls wertvoll, denn so können die Experten erkennen, wie aufwendig Gartenbau im All tatsächlich wäre. Für Gartenfreunde, die in ihrer eigenen grünen Oase Obst und Gemüse anbauen, wirkt EDEN-ISS fast schon wie eine Idee aus Science Fiction Romanen. Ob irgendwann tatsächlich auf dem Mond geerntet werden kann, bleibt abzuwarten.

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