Gartenvogel-Zählung im Januar

Ein Vogel im Garten

In Deutschlands Gärten macht sich derzeit Unsicherheit breit. Viele Vogelfreunde und Gärtner beobachten, dass es immer weniger Vögel an die winterlichen Futterstellen zieht. Teilweise bleiben Vogelhäuschen und Meisenknödel gänzlich ungenutzt. (Vogelfütterung im Winter) Auch Experten haben den Rückgang der Vögel bemerkt und nennen mehrere potenzielle Gründe hierfür. Ob und wie sehr sich die Vogelpopulation tatsächlich verringert hat, könnte auch die Zählung im Januar zeigen.

Warum weniger Vögel zu sehen sind

Einer der Gründe für die eher spärlich stattfindenden Vogelbesuche ist das Frühjahr 2016. Hier herrschte gerade zur Brutzeit sehr kühles und feuchtes Wetter, das die Entwicklung der jungen Vögel behinderte. Viele kleine Vögel konnten sich vor den frostigen Temperaturen nicht schützen und starben. Hinzu kommt, dass das kalte Wetter auch das Nahrungsangebot im Frühjahr stark begrenzte. Oft hatten die Vogeleltern nicht genügend Möglichkeiten, ihren Nachwuchs zu versorgen. Doch die schlechte Brutsaison ist nicht alleine dafür verantwortlich, dass die Vögel in den Gärten derzeit ausbleiben. Auch herrschen aktuell eher milde Temperaturen und in Wäldern bietet sich ausreichen Nahrung für Vögel aller Art.

Vogelzählung im Januar

Gartenfreunde, die sich an der Zählung des Vogelbestandes beteiligen möchten, können dies zwischen dem sechsten und dem achten Januar 2017 tun. Hier rufen Nabu und LBV Menschen dazu auf, über einen Zeitraum von etwa sechzig Minuten alle Vögel im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon zu zählen. Im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“ können die Helfer ihre Zahlen dann mittels eines Meldebogens an die Naturschützer übermitteln.

Foto: © mirkograul