Herbsthimbeeren dürfen jetzt in die Erde

Tipps zum Herbsthimbeeren pflanzen

Einige frische Himbeeren

So mancher Hobbygärtner schreckte bisher vor dem Anpflanzen von Himbeersträuchern zurück. Zu groß war die Sorge um Maden in den Früchten. Auch die Notwendigkeit eines Spaliers für die Himbeerruten war dem Image der köstlichen Früchte nicht zuträglich. Seit einiger Zeit haben sich pflegeleichte Himbeersorten bei vielen Gartenbesitzern etabliert. Die Rede ist von Herbsthimbeeren, die Mitte bis Ende März in die Erde kommen.

Das Besondere an der Herbsthimbeere

Diese spezielle Beerensorte besitzt die wunderbare Eigenschaft, am einjährigen Holz zu tragen. Das bedeutet für die Hobbygärtner: nie wieder Maden in den Himbeeren. Die Blütenpracht der Herbst-Sorten gedeiht erst im Juli bzw. August. Zu diesem Zeitpunkt hat der Himbeerkäfer bereits seine Eier gelegt und verschont die späten Himbeeren. Die sehr schmackhaften und großen Früchte der Herbsthimbeeren sind erntereif von August bis hinein in den November. Danach müssen die Ruten einfach bodentief gekappt werden. Sie treiben im nächsten Jahr erneut aus und tragen wieder reichlich Früchte. Ein Spalier ist überflüssig.

Auf Ableger verzichten

Vielfach bieten der nette Gartennachbar oder ein Bekannter Ableger von Himbeeren aus deren Gärten an. Sie übertragen jedoch oft unerkannt Pilzkrankheiten oder Viren. Besser es entsteht ein neues Himbeerbeet mit sortenechten und gesunden Ruten aus der Zucht. Himbeeren sind Flachwurzler, daher empfiehlt es sich, das Beet ab dem zweiten Jahr mit Rindenmulch abzudecken, um Unkraut zu vermeiden. Die Herbsthimbeeren gedeihen am besten auf lockerem humosen Boden mit einem pH-Wert von 5 bis 6, auf welchem sich keine Staunässe bildet. Hügelbeete beugen nach wie vor auch bei Herbsthimbeeren Krankheiten vor.

Hobbygärtner schätzen vor allem die Sorten Aroma Queen oder Himbo Top.

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Foto: © seralex