Herbstlaub im Garten sinnvoll nutzen

Wohin mit dem Laub im Herbst?

Laub im Herbst

Schon vor einigen Wochen begannen Bäume und auch Sträucher damit, sich auf den Winter vorzubereiten. Da es in der kalten Jahreszeit einen Mangel an Nährstoffen und Licht gibt, entledigen sich die meisten Pflanzen ihrer Blätter. Bunt gefärbtes Laub bedeckt spätestens im November den Boden vieler Gärten. Oft jedoch wissen Hobbygärtner gar nicht, wie sie das anfallende Laub für sich nutzen können. In Wirklichkeit nämlich ist es mehr als nur eine unschöne Verunreinigung.

Laub als Frostschutz

Noch vor dem ersten Bodenfrost kann zusammengekehrtes Laub im Garten dort verteilt werden, wo Stauden und Pflanzen dicht über dem Boden wachsen. Über Blumenbeeten und rund um das Wurzelwerk empfindlicher Pflanzen sorgt das Laub hier für einen schützenden Schichtaufbau. Luftschichten halten die große Kälte fern und verhindern so ein Durchfrieren des Wurzelbereichs. Ein Nebeneffekt dieses Laubteppichs: Der Boden kann seine natürliche Feuchte länger halten und die verrottenden Blätter geben wertvolle Nährstoffe an ihn ab. Das kommt auch Gärtnern zu gute, die jetzt ein Hochbeet befüllen möchten.

Laubhaufen für tierische Gäste

Igel und auch Insekten sind im Spätherbst auf der Suche nach einem sicheren und gut geschützten Ort, an dem sie den Winter verbringen können. Wer genügend Platz im eigenen Garten hat, kann daher einige Laubhaufen in Ecken und an möglichst windgeschützten Plätzen anlegen. Hier überwintern dann kleine und größere Tierchen, die sonst im Winter einen qualvollen Kältetod sterben müssten. Und bleibt dann noch Laub übrig, kann es in den Komposter gegeben werden. Im kommenden Jahr haben sich die losen Blätter dann zu nährstoffreicher Erde für den Frühjahrsgarten entwickelt. Aber leider verrottet das Laub nicht gleichmäßig schnell. So braucht zum Beispiel Eichenlaub viel zu lange und sollte lieber entsorgt werden.

Um das Laub möglichst schnell zusammenzukehren gibt es Hilfsmittel wie den Laubbläser und den Laubsauger, die aber beide sehr umstritten sind.

Foto: © Smileus