Klimawandel beeinflusst Blütezeitpunkt

Verschiedene Blumen

Jedes Jahr aufs Neue freuen sich Gartenfreunde, wenn die ersten Blumen im Garten ihre Blüten präsentieren. Dass sich dieser Zeitpunkt in den vergangenen Jahrzehnten jedoch verschiebt, haben Forscher an der Universität Jena nun herausgefunden. Sie machen vor allem den Klimawandel dafür verantwortlich.

Mehr Wärme lässt viele Blumen früher blühen

Um das herauszufinden, haben sich die Forscher rund um Patrizia König mit umfangreichen Untersuchungen beschäftigt. Mehr als 550 verschiedene Pflanzengattungen, deren Heimat in rund 18 unterschiedlichen Regionen Europas liegt, wurden genauer unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich, dass die globale Klimaerwärmung nicht nur dem Menschen auffällt, sondern auch an der Pflanzenwelt nicht spurlos vorüber geht. Vier von fünf Gewächsen reagieren hierauf mit einem verfrühtem Blühbeginn.

Auch spätere Blühzeitpunkte können eine Folge sein

Spannend ist außerdem, dass wenige Pflanzen nicht früher, sondern später zu blühen beginnen. Wie die Forscher betonen, reagiert jedes Gewächs ganz individuell auf die veränderten Voraussetzungen in seiner Umgebung. Vor allem Kräuter, Sträucher und Gräser neigen dann gelegentlich dazu, mit der ersten Blüte etwas länger zu warten. Die wichtigste Erkenntnis ist und bleibt in diesem Thema: Blühzeitpunkte lassen sich nicht pauschal festlegen und können sich im Laufe klimatischer Veränderungen deutlich verlagern. Gartenfreunde, die Pflanzen eine gewisse Intelligenz unterstellen, liegen hiermit also in jedem Fall richtig.

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Foto: © Alexander Raths