Der Herbst kommt: Laub nicht einfach entsorgen

Laub kompostieren

Laub im Garten

Bereits am 1. September war meteorologischer Herbstanfang. Spätestens jetzt zeigen sich auch in den Gärten erste Anzeichen der bevorstehenden kühleren Zeit. Verlieren Bäume und Büsche ihre Blätter, ist der Boden im Freien schon bald mit viel herbstlichem Laub bedeckt. Wer sich bislang jedoch nur darum kümmerte, das Laub einfach zu entsorgen und zu Grünschnitt-Deponien zu bringen, sollte das in diesem Jahr einmal überdenken. So kann Laub in der Tat eine sinnvolle Funktion erfüllen.

Selbst kompostieren für die nächste Saison

Wer im eigenen Garten viel Laub sammelt, profitiert von einem eigenen Komposthaufen oder Kompostierer im Garten. Hier kann das herabgefallene Laub kurzerhand eingefüllt oder aufgeschichtet werden und verrottet im Lauf der kommenden Wochen und Monate. Der Vorteil: Die Biotonne bleibt leer und auch die Fahrt zur Sammelstelle können sich Gartenfreunde künftig sparen. Im nächsten Jahr ist aus dem Herbstlaub dann hochwertiger Dünger geworden, der sich gut für Gemüse und andere Pflanzen eignet. Vor allem der geringere Stickstoffgehalt von Herbstlaub macht ihn zu einem guten Langzeitdünger für Gewächse wie Rhododendron oder auch Azalee.

Nicht jedes Laub verrottet schnell

Vor der Kompostierung sollten sich Gartenbesitzer mit den Eigenschaften des Laubes beschäftigen. So können leichte und dünne Blätter im Ganzen auf den Kompost gegeben werden, da sie ohne zusätzliche Hilfe zeitig verrotten. Anders sieht das jedoch bei Blättern mit dickerer Struktur wie Walnuss- oder auch Eichenblättern aus. In ihrem Fall kann die Verrottung durch vorheriges Häckseln der Blätter beschleunigt werden. Um einen gesunden Komposthaufen zu erhalten, in dem das Laub nicht nur verfault, sollten Gartenbesitzer außerdem andere Grün- und geeignete Küchenabfälle untermischen.

Zum Laub sammeln eignen sich Laubsauger und Laubbläser. Allerdings sollte man da einiges beachten!

Foto: © Smileus