Die Maikäfer sind wieder da

Symbolbild: © Floydine

Warme Frühlingstage, derzeit nur gelegentlich von etwas Regen und Wind getrübt, bestimmen den Auftakt des Wonnemonats Mai. Nicht nur Gartenfreunde sind jetzt schon früh am Morgen auf den Beinen, um ihre grünen Oasen zu pflegen. Auch die Tierwelt erwacht zusehends. Vögel bauen Nester, Wespen, Hummeln und Bienen umschwirren die ersten Blüten und Wildtiere in Wald und Feld freuen sich über Nachwuchs. Nicht vergessen werden sollten jedoch auch die Maikäfer, die sich nun von der frühlingshaften Wärme geweckt aus ihren unterirdischen Gängen herauswagen. (Mehr über Tiere im Garten)

Mehr Maikäfer zu sehen

In den vergangenen Jahren kam es vor, dass sich Naturfreunde über die vergleichsweise geringe Maikäfer-Population wunderten. Da ohnehin vom Insektensterben die Rede ist, schien es, als seien auch die dicken braunen Käfer hiervon betroffen. Nun aber berichtet der Naturschutzbund von steigenden Maikäferzahlen. Teilweise seien die Käfer schon Ende April unterwegs gewesen. Vor allem im südlichen Niedersachsen war es nicht schwer, bei Spaziergängen am späten Nachmittag auf die laut brummenden Insekten zu stoßen.

Wald- oder Feld-Maikäfer?

Wer in diesen Tagen Maikäfer beobachtet, sollte die wichtigsten Unterschiede zwischen Feld- und Waldmaikäfern kennen. So gelten Waldmaikäfer als durchaus riskant für Baumbestände, da sie die noch jungen Blätter von Buchen oder Eichen fressen und große Schäden hinterlassen können. Waldmaikäfer aber kommen vornehmend im Süden der Bundesrepublik vor. Im Norden häufiger zu sehen sind Feldmaikäfer, deren Körper ein wenig größer als die ihrer Verwandten sind. Sie sorgen für weniger Schäden und sind daher gerne gesehen.

Allzu große Populationen aber schätzen Förster und Bauern bei keiner der beiden Gattungen. Dass etwa alle fünfzig Jahre ein explosionsartiger Anstieg der Maikäferzahlen zu beobachten ist, stellt Naturfreunde und Wissenschaftler auch heute noch vor ein ungelöstes Rätsel.

Lesen Sie auch: Insekten im Garten

Symbolbild: © Floydine