München: Frierende Bäume im Englischen Garten?

Foto: © Stefan Körber

Im eigenen Garten gibt es derzeit nur wenig zu tun. Sind bereits alle Pflanzen warm eingepackt und die Gartenmöbel sicher in der Garage oder unter einer dichten Hülle verstaut, bleibt dann genügend Zeit für Ausflüge in die winterliche Natur. So auch im Englischen Garten München, den viele Naturfreunde auch während der kalten Jahreszeit gerne ausgiebig genießen. Wer hier dieser Tage spazieren geht, dem wird vor allem eines auffallen: Bäume, die Jacken tragen.

Bäume brauchen keinen Schutz

Was auf den ersten Blick scheint wie eine Aktion, die Bäume vor winterlicher Kälte schützen soll, zielt in Wirklichkeit nicht auf die Erhaltung der großen Gewächse ab. Immerhin wissen sich die Bäume im Englischen Garten sehr gut selbst gegen kühle Temperaturen zu rüsten und haben ihr Laub längst abgeworfen. Dass dennoch immer mehr Menschen Jacken an den Baumstämmen befestigen, hat einen anderen Grund. Sie wollen Obdachlosen und armen Menschen die Möglichkeit bieten, sich im Winter einer warmen Jacke bedienen zu können.

Eigentlich verboten, aber dennoch beliebt

Und auch wenn es im Grunde nicht erlaubt ist, Jacken an den Bäumen im Englischen Garten aufzuhängen, bleibt die Aktion allen Besuchern positiv im Gedächtnis. Das menschliche Miteinander, das vor allem durch soziale Netzwerke gefördert wird, dürfte auch hier kein Problem für Ordnungsamt und Polizei darstellen. Es ist daher damit zu rechnen, dass die gut gekleideten Bäume auch in den kommenden Wochen noch zum Blickfang in vielen öffentlichen Parks werden.

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