Studie: Pflanzen sind berührungsempfindlich

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Foto: © Zerbor

Wer regelmäßig im Garten oder auch im Gewächshaus arbeitet, investiert viel Zeit in die Pflege seiner Pflanzen. Ganz ohne Berührungen ist das selbstverständlich nicht möglich. Dass Gewächse das allerdings nicht unbedingt zu schätzen wissen, haben australische Forscher nun herausgefunden. Pflanzen, so die Wissenschaftler, reagieren sogar auf Kontakt untereinander empfindlich.

Berührung erzeugt Abwehrmechanismen

Pflanzen mit einem Staubtuch zu reinigen, oder beim Umtopfen an den Blättern zu berühren, hat Auswirkungen auf deren Genom. Die Wissenschaftler aus Melbourne bemerkten, dass schon eine halbe Stunde nach dem Kontakt zehn Prozent der genetischen Information verändert worden sind. Diese Umbauprozesse aber sind sehr energieintensiv, weswegen sich das Wachstum der jeweiligen Pflanze deutlich verringern kann. Von rund dreißig Prozent weniger ist hier die Rede.

Im Garten besser Abstand halten

Dass sich Berührungen negativ auf das Wachstum einer Pflanze auswirken können, ist für Gartenfreunde sicherlich eine interessante Neuigkeit. So könnte es tatsächlich helfen, Gewächse künftig nicht mehr anzufassen oder per Hand von kleinen Verunreinigungen zu befreien, um das ursprüngliche Potenzial des Gewächses genießen zu können. Forscher sind indes dabei, Pflanzen zu entwickeln, deren Berührungsempfindlichkeit weniger stark ausgeprägt ist. Bis sich diese Idee verbreitet, heißt es nun jedoch: Lieber etwas Abstand halten und die Pflanzen in Ruhe lassen.
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