Die Rhabarbersaison hat begonnen

Tipps für den Anbau von Rhabarber

Frisch geernteter Rhabarber

Endlich ist es wieder soweit: Der Rhabarber ist erntereif! Im späten April bzw. Anfang Mai sind die Stiele des Rhabarbers erstmals soweit, dass sie für leckere Desserts, Kuchen oder Marmeladen verarbeitet werden können. Der Rharbarber, der im Übrigen kein Obst, sondern ein Stielgemüse ist, gilt als reich an Mineralien und findet in der hiesigen Küche seinen festen Platz.

Rhabarber richtig ernten

Der aus China stammende Rheum rhabarbarum ist reif für den Kochtopf, sobal seine Stängel nicht mehr gewellt sind, sondern eine glatte Oberfläche besitzen. Um an die leckeren Stiele zu gelangen, darf der Rhabarber nicht abgeschnitten werden, sondern wird mit einem beherzten Ruck von der Staude abgedreht. Die Blätter des Rhabarber sind nicht für den Verzehr geeignet, sie enthalten Giftstoffe, die beim Menschen zu Kreislaufproblemen und Erbrechen führen würden.

Nach der Ernte folgt das Kochen

Rhabarber enthält mit voranschreitender Gartensaison immer mehr Oxalsäure. Sie lässt sich nur durch das Erhitzen unschädlich machen. Roh direkt nach der Ernte darf der Rhabarber daher nicht verzehrt werden. Grob unterteilen Hobbygärtner das gesunde Stielgemüse in roten und grünen Rhabarber. Der rote ist aufgrund des geringeren Oxalsäuregehaltes etwas milder im Geschmack. Wird Rhabarber zubereitet, darf ein großer Vorrat an Zucker nicht in der Küche fehlen, sonst schmeckt das Gemüse intensiv sauer. Wer die Stiele lagern möchte, wickelt sie am besten in ein feuchtes Tuch und verwahrt sie im Kühlschrank. Alufolie indes eignet sich nicht, da sie mit der Oxalsäure des Rhabarbers reagiert.

Ab dem Johannistag ist Ernteschluss

Stichtag für das Ende der Rhabarberernte ist der 24. Juni – also der Johannistag. Den Rest der Gartensaison benötigt die Staude, um Kraft für das neue Jahr zu schöpfen. Außerdem steigt die Oxalsäure des Rhabarbers während des folgenden Wachstumsschubes stark an.

Foto: Conny S.