Risikofaktor Rötelmaus: Immer mehr Hantavirus Infektionen

So verbreitet sich der Hantavirus

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Sie zeigt sich nur selten im Garten und ist dennoch immer da: Die Rötelmaus als Hauptüberträger des Hantavirus hinterlässt in immer mehr Gärten ihre Hinterlassenschaften. Gartenfreunde, die sich dann mit der Pflege ihrer Beete beschäftigen, setzen sich unwissentlich einem Infektionsrisiko aus. Besonders wichtig ist es daher, sich mit dieser Erkrankung zu beschäftigen und sie gegebenenfalls erkennen zu können.

Steigende Infektionszahlen sind Grund zur Sorge

In ganz Deutschland kam es im Jahr 2016 zu insgesamt 278 gemeldeten Hantavirus-Infektionen. 2017 jedoch zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend. Rund 688 Infektionen fielen in diesem Jahr allein auf die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Vor allem fehlender Regen, der die Mäusepopulation sonst reguliert, könnte ein Grund für die steigenden Infektionszahlen sein.

Wie die Erkrankung übertragen wird, ist indes klar: Es braucht keinen direkten Kontakt zwischen Mensch und Rötelmaus, denn auch Staub und Erde, die mit den Ausscheidungen der kleinen Nager in Berührung kamen, sind infektiös. Bei Gartenarbeiten und beim Ausfegen von Schuppen können sie daher mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen und die Übertragung auslösen. Dann dauert es rund zwei bis vier Wochen, bis die Erkrankung ausbricht.

Wie sich der Hantavirus zeigt

Wer sich mit dem Hantavirus infiziert hat, leidet unter klassischen Symptomen einer starken Grippe oder Erkältung. Hierzu gehören

• Fieber
• Gliederschmerzen
• und Kopfschmerzen.

Problematisch ist die Tatsache, dass das Hantavirus auch die Nieren angreifen und deren Funktion beeinträchtigen kann. Betroffene sollten sich daher bei ihrem Hausarzt melden und eine entsprechende Behandlung in die Wege leiten. Die Linderung der Symptome steht dabei im Zentrum der Bemühungen. Familienmitglieder müssen sich indes nicht sorgen, denn das Hantavirus ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

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Foto: © Zerbor