Gärtner aufgepasst! Diese beiden Schneckenarten dürfen bleiben

Schnecken können nützlich sein

Schnecken auf einem Blatt

Wer sich in diesen Tagen über die ersten Gemüsepflanzen freut, wird umso verärgerter sein, wenn sich erste Schädlinge an den jungen Gewächsen zu schaffen machen. Die Kohlweißlingsmade, Ameisen und auch Schnecken gehören nicht gerade zu den Lieblings-Lebewesen eines jeden Hobbygärtners. Doch auch hier lohnt es sich, Unterschiede zu machen, denn es gibt Schneckenarten, die sich als durchaus nützlich im Gemüsebeet erweisen. Mehr zum Thema Schnecken im Garten

Tigerschnecke und Weinbergschnecke helfen dem Garten

Die Tigerschnecke ist in deutschen Gärten eher selten zu finden. Diese Nacktschnecken-Art wird bis zu zwanzig Zentimeter lang und fällt durch ihre getigerte Musterung auf. Meist lebt sie im Wald, verirrt sich jedoch gelegentlich auch in Schrebergärten und Gartengrundstücke entlang des Feldrandes. Weitaus häufiger zu sehen ist die Weinbergschnecke mit ihrem hellbraunen Haus. Beide Schneckenarten haben es zwar durchaus auf Pflanzen im Garten abgesehen, begnügen sich jedoch mit verwelkten und faulen Pflanzenteilen. So können sie sogar dabei helfen, das Beet sauber zu halten. Dass Tigerschnecke und Weinbergschnecke zusätzlich Eier von Nacktschnecken fressen, schützt den Garten vor den weitaus aggressiveren Verwandten.

Beete vor Schnecken schützen

Zeigen sich statt der beiden genannten Arten die typischen Schneckenvarianten, die sich mit Fraßschäden an Obst und Gemüse jedwede Sympathie verspielen, sollten Gartenfreunde handeln. So hilft es beispielsweise, Kaffeesatz im Beet so zu verteilen, dass er die Schnecken von Pflanzen und Beeten fernhält. Auch spezielle Zäune zum Schutz vor Schnecken sind ein hilfreiches Mittel, das gerne schon rechtzeitig vor den ersten feuchten Tagen aufgestellt werden sollte.

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