Spannend: Selbst-düngender Garten entwickelt

Gartenutensilien

Wer im eigenen Garten Obst und Gemüse anbaut, weiß um die Wichtigkeit sinnvoller Düngung. Auch Blumen und andere Gewächse profitieren von einem nährstoffreichen Boden, der Wachstum und Reifung unterstützt. Dass für die Düngung bisher viel Zeit investiert werden musste, könnte sich laut Studenten aus Hohenheim nun ändern. Sie nämlich haben einen Garten entwickelt, der dazu in der Lage ist, sich selbst zu düngen.

Würmer als Triebkraft

Im Hohenheimer Projekt sind Würmer die heimlichen Stars. Sie fressen Kompost und wandeln ihn in nährstoffreiches Substrat um. Was schon Kinder in der Schule lernen, perfektionieren die Studenten jedoch. Sie sammeln den Wurmkot gemeinsam mit Flüssigkeit in einem Tank. Hier wiederum gelangt das aufgefangene Material mit Sauerstoff in Kontakt, von wo aus eine Pumpe den Dünger über Schläuche an seine Bestimmungsorte befördert. Insbesondere Gartenfreunde, die wenig Zeit für die Pflege ihrer Grünflächen und Beete haben, könnten von diesen Konzept profitieren.
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Weitere Entwicklung ist teuer

Um den selbstdüngenden Garten weiter optimieren und letztlich „an den Mann bringen“ zu können, gründete einer der beteiligten Doktoranden in 2016 das Unternehmen „Geco-Gardens“. Das Unternehmen selbst nimmt nun an „Katana“, einem EU-Förderprogramm, teil. Hier ist Geco-Gardens mehr als nur erfolgreich und konnte in die Finalrunde einziehen. Finden sich nun genügend Mitstreiter und Unterstützer, winkt eine Finanzspritze in Höhe von 100.000 Euro.

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Foto: © lily