Solidarische Landwirtschaft – Frische Ware trotz kleiner Gärten

Obst und Gemüse aus solidarischer Landwirtschaft

Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten ist für viele Menschen ein besonderes Gut. Immer mehr Gartenfreunde setzen auf Hochbeete und legen im Garten große Flächen für Obst und Gemüse an. Sogar für Balkone gibt es inzwischen Möglichkeiten, Kräuter, Tomaten oder auch Zucchini auf kleinster Fläche zu kultivieren. Um sich selbst mit frischen und vor allem chemikalienfreien Waren zu versorgen, reicht der Eigenanbau jedoch meist nicht aus. Die solidarische Landwirtschaft ist ein Trend, der auch Hobby-Gärtner interessieren dürfte.

Regional und umweltfreundlich

Mit Obst und Gemüse aus dem Supermarkt sind vor allem gesundheits- und umweltbewusste Verbraucher schon lange nicht mehr zufrieden. Sie fürchten nicht nur die langen Transportwege, die so manche Ware auf sich nehmen muss, sondern stehen auch den Chemikalien des modernen Obst- und Gemüseanbaus kritisch gegenüber. Um die regionale Landwirtschaft zu unterstützen und Gemüse und Obst – fast wie aus dem eigenen Garten – zu genießen, entscheiden sich immer mehr Menschen für die Teilnahme an solidarischen Landwirtschaftsprojekten.

Wie „SoLaWi“ funktioniert

Um Teil eines solchen Projektes zu werden, müssen sich Gartenfreunde zunächst auf die Suche nach einem Betrieb für solidarische Landwirtschaft machen. Hierbei handelt es sich um Bauernhöfe, die Gemüse und Obst anbauen und sich durch regelmäßige Zahlungen ihrer Mitglieder finanzieren. Wer Obst und Gemüse beziehen möchte, zahlt beispielsweise 100 Euro monatlich pro Person und erhält dann regelmäßig saisonale Produkte. Dass es dann keine Erdbeeren im September gibt und Kürbisse nur im Herbst zur Verfügung stehen, ist für sie kein Problem, denn der ständigen Verfügbarkeit von Waren, die häufig aus fernen Ländern importiert werden müssen, will die solidarische Landwirtschaft entgegenwirken.

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