Weidenstecklinge und ihre vielseitige Nutzung

Weiden im Garten

Weiden gelten als unverwüstlich und werden schon seit Jahrhunderten in naturnahen Gärten vielseitig eingesetzt. Nicht nur dass zahlreiche Weiden hübsch anzusehende Weidenkätzchen bieten und zudem für Bienen ein Paradies sind, auch Gartenbesitzer nutzen die Weiden gern. Mit ihnen können prima Hecken gepflanzt werden, Uferbegrenzungen für Teiche oder Beeteinfassungen geflochten werden. Urige Wind- und Sichtschutzwände oder auch Krabbeltunnel für Kinder, Laubengänge bzw. Rankgerüste für Kapuzinerkresse, Gurken oder Erbsen können unkompliziert und preiswert daraus geflochten werden. Jetzt im Juli und August werden dafür Weidenstecklinge geschnitten. Und so funktioniert es:

Weidenstecklinge schneiden

Man muss kein Profigärtner sein, um eine preiswerte Weide selbst zu ziehen. Dafür benötigen Sie lediglich ein scharfes Messer, eine Weide Ihrer Wahl sowie ein ausreichend großes Gefäß mit Wasser. Je nachdem wofür Sie die Weide später verwenden wollen, wählen Sie dünnere oder dickere Weidenzweige. Dünne holzige eignen sich vor allem für Hecken und Beeteinfassungen, dicke Äste vielmehr für Laubengänge oder einen Hochstamm. Suchen Sie sich eine gut gewachsene Weidenrute aus und schneiden Sie diese in Stücken auf Länge (20 cm für eine Hecke, ca. 80 cm für einen Hochstamm). Ab damit in einen Eimer mit Wasser, welches alle drei Tage gewechselt werden sollte. Die Stecklinge bilden sehr schnell Wurzeln und dürfen danach kurzerhand an die Stelle gepflanzt werden, an der sie später gedeihen sollen. Die ersten ein bis zwei Jahre sind die Jungpflanzen für einen nährstoffreichen Boden und genügend Wasser dankbar. Später benötigen sie diese Aufmerksamkeit nicht mehr. Weiden wurzeln sehr tief, weswegen sie sich ausgezeichnet für die Befestigung leichter Hänge eignen. Noch im selben Jahr folgt zwischen Oktober und März der erste Schnitt und damit auch die bereits die erste Ernte der vielseitig verwendbaren Weidenruten. Die Weide verzweigt sich danach und bildet unkompliziert wieder neue Ruten.

Tipp: Die Weiden „Salix caprea“ (Weidenkätzchen) stehen unter Naturschutz und dürfen in freier Natur nicht geschnitten werden.

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