Laubbläser - pusten Sie das Laub zusammen

Ein Laubbläser
Laubbläser sind im Herbst sehr nützlich
Foto: © Wildcat

Sobald der Herbst naht und die bunten Blätter von den Bäumen fallen, geht es ans Zusammenharken des Laubes in Einfahrten, auf Gehwegen und dem Rasen. Viele Gärtner und Hausbesitzer greifen jedoch in der Herbstzeit nicht mehr zu Besen und Rechen. Wie auch bei zahlreichen anderen Gartengeräten, werden diese durch die Motorleistung eines Laubbläsers ersetzt.

Laubbläser im Garten

Mit einem Laubbläser, auch Laubpuster genannt, werden Blätter und Gartenabfälle wie kleine Äste durch einen Luftstrom weggeblasen. Dieser wird durch einen Motor erzeugt. Der Einsatz von Besen, Laubbesen und Harke entfällt beinahe komplett. So hat der Gärtner mit diesem Gerät die Möglichkeit, alles auf einen Haufen zu pusten und diesen dann per Hand zu entsorgen.

Die Antriebsart der Laubbläser

Beim Kauf eines Laubbläsers können Sie wählen. Entweder Sie entscheiden sich für einen reinen Laubbläser oder für ein Kombinationsgerät mit Laubsauger. Laubbläser werden auf drei verschiedene Arten betrieben. Reine Blasgeräte besitzen meist einen Akku, der geladen werden muss. Sie sind netzunabhängig, der Einsatz ist jedoch zeitlich stark begrenzt, auf eine halbe bis dreiviertel Stunde im Schnitt. Danach muss der Akku geladen werden. Dies dauert in der Regel ca. 2 Stunden. Ein Ersatzakku ist daher sinnvoll. Für kleine Flächen, die nicht mehr als 25 m von einer Steckdose entfernt sind, können auch Laubbläser mit Kabel verwendet werden. Wer mit großen Laubmengen auf einem weiten Grundstück zu kämpfen hat, der braucht einen mit Benzin angetriebenen Laubbläser.

Die Leistung und Luftgeschwindigkeit

Laubbläser sind nur sinnvoll, wenn sie mit ausreichender Leistung betrieben werden. Sonst bleibt das Nacharbeiten von Hand nicht aus. Mindestens 2500 W bei Akkugeräten bzw. 0,84 kW bei einem Benzinlaubbläser sollte das Gerät aufweisen. Luftgeschwindigkeiten unter 250 km/h lassen größeres oder nasses Laub liegen. Hochleistungsdüsen bündeln den Luftstrahl und erleichtern die Arbeit. Vor dem Kauf sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welche Flächen Sie mit dem Gerät säubern wollen. Für betonierte oder gepflasterte Einfahrten braucht es weniger Leistung als für Rasenflächen, auf denen der Widerstand durch das Gras höher ist. Eine regelbare Luftgeschwindigkeit ermöglicht es Ihnen, gezielt nach Geländebeschaffenheit und Witterungsverhältnissen zu arbeiten.

Das Gewicht - die Tragehilfe

Reine Akkubläser oder Netzgeräte sind am leichtesten. Sie wiegen im Durchschnitt zwischen drei und vier Kilogramm. Doch auch dieses Gewicht wird mit der Zeit schwer und unhandlich. Benzinbläser hingegen haben oft bequemere Schultergurte oder eine Trageeinrichtung für den Rücken, welche auch gepolstert sein können. Dies erhöht den Arbeitskomfort.

Pro und contra zum Laubbläser

Für die einen ist es die "Arbeitserleichterung" schlecht hin, für die anderen gelten Laubbläser als "Belästigung".

Pro:

Laubbläser erleichtern die Arbeit mit dem lästigen Laub im Herbst. Sie sind einfach zu bedienen und minimieren die körperliche Belastung. Die Zeitersparnis spricht für sich selbst.

Contra - Lärm durch Laubbläser:

Gehörschutz und Laubbläser
Lärm durch Laubbläser - Tragen Sie einen Gehörschutz!
Foto: © Markus Bormann

Laubbläser verursachen enormen Lärm. Besonders benzinbetriebene Geräte schaffen es auf einen Geräuschpegel von bis zu 115 dB(A). Dies stört nicht nur Tiere in der Natur, sondern auch die Nachbarn und umliegende Anwohner. Daraus resultiert der nächste Nachteil der Laubbläser. Sie fallen aufgrund des hohen Geräuschpegels und der Antriebsart unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz. Daher dürfen sie nach dem Immissionsschutzgesetz nur in einem sehr eng gesteckten zeitlichen Rahmen innerhalb von allgemeinen oder reinen Wohngebieten genutzt werden. Nicht nur die Einschränkung der Betriebszeit gilt als Nachteil der Laubbläser. Auch kleine Tiere und Insekten werden zusammen mit dem Laub weggepustet. Sie sind jedoch wiederum Lebensgrundlage vieler geschützter Tiere, so zum Beispiel für den Igel. Die Luft eines Laubbläsers pustet mit rund 250 km/h aus der Düse, dabei wird nicht nur das Laub aufgewirbelt, sondern eine Menge Dreck und auch der Kot zahlreicher kleiner Gartentiere. Beides atmet der Gärtner gemeinsam mit den Abgasen des Benzinmotors ein.

Fazit: Laubbläser können die Arbeit vor allem zeitlich beschleunigen. Jedoch sind die Lärmbelästigung und die Belastung für die Umwelt hoch. Gegebenenfalls könnte der Einsatz eines Laubbläsers ernsthaften Ärger mit dem Nachbarn bedeuten.
So vermeiden Sie Streit am Gartenzaun
Text: C. D.

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