Gemüsebeet fürs Frühjahr vorbereiten

Pflanzen für das Gemüsebeet
Vor dem Pflanzen muss man das Gemüsebeet im Frühjahr vorbereiten - Foto: © Mariusz Blach

Das Gemüsebeet richtig vorbereiten

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Gemüsebeet im Frühjahr richtig vorbereitet. Was muss man bedenken und welche Gartengeräte benötigt man für die Arbeiten?

Gemüsebeet im zeitigen Frühjahr vorbereiten

Bereits im Februar, wenn sich Frost und Schneedecke allmählich zurückziehen, ist es an der Zeit, das Gemüsebeet bzw. die dafür auserkorene Fläche für die kommende Pflanzsaison vorzubereiten. Je nach Größe des Beetes muss die Fläche für das anzubauende Gemüse aufgeteilt werden zwischen:

  • Starkzehrer
  • Mittelzehrer
  • Schwachzehrer
Wenn genügend Platz vorhanden ist, sollte ein kleiner Anteil der Anbaufläche für Blumen und Pflanzen reserviert werden, die Bienen und Hummeln eine interessante Anlaufstelle bietet. Das unterstützt nicht nur die Insekten, sondern hilft mittelfristig auch dabei, die Nutzpflanzen deutlich besser zu bestäuben, was den zu erwartenden Ertrag steigert. Ökologie und Ökonomie werden dadurch harmonisiert. Klee eignet sich für dieses Unterfangen hervorragend. (Nützlinge im Garten ansiedeln)

Werkzeuge und Gartengeräte für den Einsatz vorbereiten

Spaten, Hacke und Sauzahn: alle Werkzeuge und Gartengeräte benötigen jetzt eine umfassende Pflegebehandlung, um für die bald anbrechende Gartensaison einsatzbereit zu sein. Vor allem das Schärfen von Spaten, Scheren und Gartenmessern ist eine wichtige Vorbereitung, erleichtert es doch die meist anstrengenden körperlichen Beetarbeiten deutlich. Falls vorhanden müssen auch der Gartenschlauch, Wasserhahn und zugängliche Dichtungen genau kontrolliert und ggf. instand gesetzt werden.

Das Beet und den Boden für die Aussaat vorbereiten

Der beste Zeitpunkt, um mit den Vorbereitungen zu beginnen ist, sobald sich der Frost zurückgezogen hat. Altes Pflanzenmaterial aus der letzten Saison sollte jetzt entweder von der Beetfläche entfernt (einfach zum Kompost dazugeben) oder mit untergegraben werden. Besonders wichtig ist, evtl. vorhandenes Laub zu entfernen, da es nur sehr langsam verrottet, was aufgrund von Staunässe zur Schimmelbildung führt. Evtl. vorhandene Brennnesseln und Schachtelhalm sollten entfernt, aber nicht entsorgt werden.

Die Bodenbearbeitung als Vorbereitung

Nach einem langen, möglicherweise schneereichen Winter benötigt der Boden besonders viel Aufmerksamkeit. Durch die Schneelast ist die oberste Bodenschicht meist merklich verdichtet. Damit Saat und Stecklinge richtig keimen und wachsen können, muss diese Schicht aufgelockert werden, damit Durchlüftung und Wasseraufnahme optimal eingestellt sind. Im Zuge der Auflockerung bietet es sich an, eine natürliche Düngung in diesen Arbeitsschritt zu integrieren. Besonders gut eignen sich dafür gut abgelagerter Pferdemist und/oder Humus aus dem Kompost vom vergangenen Pflanzjahr. (Komposthaufen anlegen)

Hier noch ein kleiner Tipp in Sachen Dünger

Brennnessel und Schachtelhalmgewächse sollten nicht auf den Kompost, sondern in einen angemessen großen, wasserdichten Behälter (großer Eimer, kleiner Maurerkübel etc.) gegeben und dieser dann mit Regenwasser aufgefüllt werden. Wichtig ist, dass dieser Behälter dann abgedeckt wird, weil durch die Gärung recht unappetitliche Gerüche entstehen. Diesen "Sud" für 2-3 Wochen alle 1-2 Tage ordentlich durchrühren. Wenn sich kein Schaum mehr an der Oberfläche bildet, ist die Vergärung abgeschlossen.

Die Brühe immer im Mischverhältnis 1:10 (1 Teil Brühe, 10 Teile Wasser) 1 x pro Woche zum Gießen nutzen. Die Brennnessel liefert große Mengen Stickstoff für das Pflanzenwachstum, während die Schachtelhalmgewächse die gegossenen Pflanzen sehr widerstandsfähig gegen Ungeziefer und evtl. Pflanzenkrankheiten machen.
Text: M. L. / Stand: 01.03.2017

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