Himbeeren im Garten

Himbeeren am Strauch
Himbeeren im Garten - Foto: © beerfan

Himbeeren zählen zu den beliebtesten Pflanzen im Garten und das nicht ohne Grund. Sie sind leicht anzubauen, so dass sich auch Gartenneulinge an sie heranwagen können. Die kleinen dunkelroten Beeren erscheinen sehr zahlreich, schmecken herrlich aromatisch und können direkt vom Strauch geerntet werden. Eine leckere Nascherei - nicht nur für Kinder!

Tipps für den Anbau von Himbeeren

Was ist beim Pflanzen und der Pflege von Himbeeren zu beachten? Welche Himbeersorten gibt es? Welche Krankheiten können die Himbeeren befallen und welche Schädlinge können die Sträucher zerstören? Das und vieles mehr erfahren Sie erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Himbeeren anbauen

Um wirklich schöne große Früchte ernten zu können, benötigt die Himbeerpflanze (es gibt Sommer- und Herbsthimbeeren) einen durchlässigen und humosen Boden. Die ursprünglich aus Nordeuropa stammende Pflanze mag es nicht gern zugig und bevorzugt daher einen windgeschützten Standort. Dieser darf gern in der Sonne liegen, jedoch ist auch ein halbschattiges Plätzchen für die aus der Gattung der Rosengewächse zählende Pflanze denkbar.

Himbeeren (Rubus idaeus) sind als fertige Pflanzen im Gartenfachmarkt oder in Gärtnereien erhältlich. Man unterscheidet einjährige und zweijährige Sorten. Himbeeren werden immer in der Reihe gepflanzt - der ideale Zeitpunkt dafür ist der Herbst. Damit die Himbeeren genügend Platz haben und sich gut ausbreiten können, ist ein Abstand von mindestens 40 - 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen einzuhalten. Möchten Sie mehrere Reihen Himbeeren anbauen, so sollte zwischen den Reihen etwa 1,50 m Platz sein. Pflanzen Sie die Reihen dichter zusammen, so können die Pflanzen nicht mehr das benötigte Licht erhalten und eine gute Durchlüftung ist nicht mehr gegeben. Bevor Sie die gekauften Himbeeren in die Erde setzen, müssen Sie die Ballen etwa 15 min wässern. Das ist wichtig, damit sich die Pflanzen in der Erde besser einwurzeln können.

Pflege der Himbeeren

Mädchen mit Himbeeren an den Fingern
Nicht nur Kinder naschen Himbeeren am liebsten
vom Strauch - Foto: © Tatyana Gladskih

Himbeeren benötigen zum Wachsen unbedingt eine Rankhilfe, da sie bis zu 2 Meter hoch werden können und ihre Ruten ohne Unterstützung sonst auf der Erde liegen würden. Solch eine Rankhilfe lässt sich aus zwei Pfählen und etwas Draht ganz leicht selbst bauen. Neben die erste und die letzte Pflanze wird ein Pfahl oder Holzpfosten in die Erde geschlagen. Dazwischen spannen Sie den Draht jeweils auf einer Höhe von 0,50 m, 1,00 m und 1,50 m. Hier werden die Ruten dann mit etwas Schnur oder einigen Pflanzenclips befestigt. Himbeeren zählen zu den Flachwurzlern und reagieren daher sehr empfindlich auf Trockenheit. Regelmäßiges Gießen und Mulchen verhindert eine Austrocknung der Pflanzen. Eine Mulchschicht lässt zudem kein Unkraut durchkommen. Immer wieder taucht die Frage auf, ob Himbeeren gedüngt werden müssen. Ja, die Pflanzen benötigen zusätzliche Nährstoffe, und zwar am besten in Form eines speziellen Beerendüngers, welcher im Gartenfachhandel erhältlich ist. Jeweils nach der Ernte werden die Ruten bodennah abgeschnitten. Entfernen Sie zusätzlich schief wachsende Triebe und lassen Sie nicht mehr als 5 Ruten stehen, da die Pflanze sonst nicht mehr so gut durchlüftet werden kann.

Schädlinge

Leider ist die Himbeerpflanze recht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Gärtner fürchten dabei am meisten die so genannte Rote Wurzelfäule und den Himbeerkäfer. Die Wurzelfäule wird unter anderem durch Staunässe verursacht und ist daran zu erkennen, dass im Frühjahr die neuen Ruten nur sehr spärlich austreiben. Im schlimmsten Fall stirbt die ganze Pflanze ab. Um dies zu verhindern muss der Boden sehr durchlässig und keinesfalls verdichtet sein. Der unliebsame Mitbewohner namens Himbeerkäfer ist ein weiteres Problem. Er legt seine Eier auf den Blütenpollen ab. Die sich daraus entwickelnden Larven wachsen in den Himbeeren heran und vermiesen dem Gärtner dann die Ernte, der auf diese "Fleischbeilage" gern verzichten kann. Mittels spezieller Lockfallen oder mit chemischen Pflanzenschutzmitteln lässt sich der Befall eindämmen und die Himbeeren können ohne Verluste geerntet werden.

Verwendung der Himbeeren

Himbeeren sind vielseitig verwendbar, wenn sie es denn überhaupt bis zur Weiterverarbeitung schaffen! Die leckeren Früchte werden nämlich gern, sobald sie reif sind (etwa Mitte Juli), direkt vom Strauch genascht. Kommen sie doch bis in die Küche, so können sie zu Marmelade, Gelee oder zu Kompott verarbeitet werden. Sie eignen sich auch hervorragend als Tortenbelag und passen zudem gut zu Milchspeisen wie Grießbrei oder Milchreis. Und vergessen Sie nicht, einmal heiße Himbeere mit Vanilleeis zu probieren! Ein Hochgenuss für den Gaumen! Neben der Verwendung in der Küche kommt die Himbeerpflanze auch in der Naturheilkunde zum Einsatz. Ein Tee aus Himbeerblättern wirkt leicht stopfend und hat sich bei Magen-Darm-Problemen schon vielfach bewährt. Die Vitamin C-haltige Pflanze fördert zudem die Wundheilung und wird unter anderem auch bei Zahnfleischentzündungen und Harnwegsinfekten eingesetzt. Himbeersaft wirkt fiebersenkend und kann zur schnelleren Genesung bei Erkältungskrankheiten beitragen.

Haben Sie auch schon Himbeerpflanzen in Ihrem Garten stehen? Noch nicht? Na dann wird es aber Zeit! Kommen Sie in den Genuss von selbst gepflückten leckeren Himbeeren und erfreuen Sie sich an der reichen Ernte dieser aromatischen Früchtchen.
Text: K. L.

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