Apfelbaum pflanzen

Ernte am Apfelbaum
Mit der richtigen Pflege trägt der Apfelbaum viele Früchte
Foto: © Miredi

Der Apfel als typisches Obstgehölz stammt eigentlich aus Vorderasien, lässt sich aber ganz problemlos in europäischen Mittelgebirgslagen kultivieren. Bei dem Standort ist unter anderem unbedingt darauf zu achten, dass das Obstgehölz an einen feuchten Standort gesetzt wird. Ist dies nicht gewährleistet, kann eine Nachwässerung in den ersten Monaten erfolgen. Ansonsten haben Apfelbäume keine großen Ansprüche an den gewählten Standort, deshalb sind sie auch sehr oft in Kleingartenanlagen zu finden.

Der Apfel kann gut an den Platz angepasst werden, wenn die richtige Unterlage gewählt und die Baumkronenausdehnung beachtet wird. Das zunächst niedliche Bäumchen kann mit den Jahren gigantische Ausmaße annehmen, weshalb die endgültige Größe bereits im Vorfeld einkalkuliert werden muss. Wichtig ist bei allem aber die schon erwähnte Feuchtigkeit, die der Apfel zum guten Gedeihen benötigt. Aber was tun, wenn der Apfelbaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird? Wie pflegt man ihn richtig? Das und mehr erfahren Sie hier:

Tipps für die Pflanzung von Apfelbäumen

Die Pflege des Apfelbaumes

Bei der Pflege sollte darauf geachtet werden, dass der Boden lehmig und somit sehr nährstoffreich ist. Ebenfalls gehört zur richtigen Pflege eines Apfelbaumes der richtige Schnitt. Hierbei wird in Formschnitt und in normalen Schnitt unterschieden. Beim herkömmlichen und meistens angewendeten Schnitt wird der Apfel nach der Blüte geschnitten. Es wird ausgelichtet, wie die Experten diesen Arbeitsgang beschreiben. Es gibt hier keine großartigen Besonderheiten zu beachten, der Apfel sollte nur etwas stärker ausgelichtet werden, damit besonders viel Luft und Licht an die Blätter und an die Fruchtstände herankommt. Als Faustregel gilt hier, dass der Gärtner seinen Hut ganz locker durch die Astgabelungen des Apfelbaumes werfen könnte, dann ist der Baum perfekt ausgelichtet. Der Formschnitt beinhaltet die Maßgabe, bei Platzmangel den Apfelbaum ebenso als Spalierobst an Hauswänden hochranken zu lassen. Richtig ist beim Rückschnitt aber genauso, dass darauf geachtet wird, je stärker der Wuchs ist, desto später muss auch der Rückschnitt erfolgen, denn der spätere Schnitttermin hindert den Apfel am Wuchs. Ist der so genannte Pflanzschnitt erfolgt, gilt es die Seitentriebe herunter zu binden, bis sie sich in der waagrechten Position befinden. Das hemmt einen stärken Austrieb.

Die Düngung des Apfelbaumes

Bei der Düngung eines Apfelbaumes sollte auch auf die vorhandenen Bodenverhältnisse eingegangen werden, denn danach richten sich die Düngergaben. Grundsätzlich gilt hierbei, genau wie bei der Pflege die Maßgabe, um den Baum eine Baumscheibe anzulegen, die einen 3-Meter-Durchmesser haben sollte. Es handelt sich hierbei um eine grasfreie Zone. Auf diese Zone sollte der Dünger in Form von Mulch, Kompost oder Mineraldünger aufgebracht werden, allerdings erst mit Beginn der Vegetationsphase.

Die Vermehrung des Apfelbaumes

Einen Apfelbaum zu vermehren ist ganz sicher möglich, sollte aber grundsätzlich von erfahrenen Gärtnern oder Obstbauern vorgenommen werden. Der Fachmann spricht hier von der so genannten Veredelung, wobei auf unterschiedlichen Unterlagen vermehrt wird. Diese Unterlagen können in speziellen Baumschulen oder gutsituierten Fachgeschäften erworben werden. Die Unterlage für die Vermehrung ist auch immer ausschlaggebend für die spätere Wuchshöhe des Apfelbaumes. Unter den Apfelbäumen besonders beliebt sind die Sorten Engelsberger, Elstar und Goldparmäne.

Krankheiten des Apfelbaumes

Krankheiten können beim Apfel immer einmal auftreten, meist hervorgerufen durch Schädlinge. Die mehlige Apfelblattlaus oder die Blutlaus sind einige Krankheiten. Der Blattlausbefall, der zu erheblichen Schädigungen führen kann, ist durch eingerollte Blätter gut erkennbar. Der Apfelblütenstecher lässt die Knospen absterben, Blattflöhe und der Frostspanner schädigen die Bäume ebenfalls.

Die Verwendung des Apfels

Der Apfel, eine der meistverwendeten Früchte in der heimischen Küche, wird er in der Regel roh verzehrt. Die Verwertung in der Küche ist am günstigsten nach der Ernte im September bis Oktober. Jedoch bietet der Apfel auch andere Zubereitungsformen, wie Apfelmus, was besonders bei Kleinkindern sehr beliebt ist. Je nach Sorte kann der Apfel ebenfalls zum Backen oder zum Einfrieren verwendet werden. Gedörrt sind Äpfel eine gesunde Knabberei oder Zugabe zum Müsli.
Wohin mit dem Fallobst?
Text: B. L.

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