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Apfelernte 2026: Brandenburg erwartet reiche Ernte

Reife Äpfel am Apfelbaum
Reife Äpfel am Apfelbaum © Tjark Knittel für Garten-und-Tipps.de

Brandenburgs Obstbauern können sich freuen: Für 2026 zeichnet sich eine deutlich bessere Apfelernte ab als im Vorjahr. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg rechnet mit rund 22800 Tonnen Äpfeln – gut ein Drittel mehr als 2025.

Die Zahlen im Überblick

Nach der Schätzung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 31. Juli 2026 erwarten die Brandenburger Obstbetriebe eine Erntemenge von etwa 22800 Tonnen Äpfeln. Im Vorjahr waren es rund 16600 Tonnen. Pro Hektar rechnen die Betriebe mit knapp 310 Dezitonnen, also etwa 31 Tonnen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegt bei 229 Dezitonnen je Hektar. So hohe Erträge wie in diesem Jahr gab es zuletzt 2018 (321) und 2022 (325).

Wie gut die Ernte ausfällt, hängt allerdings stark von der Lage ab. Je nach Region reichen die Erträge von 30 bis 400 Dezitonnen je Hektar – ein enormer Unterschied.

Weniger Frost, dafür ein kaltes Frühjahr

Für die gute Ernte gibt es mehrere Gründe. Anders als in den Vorjahren blieben größere Frostschäden zur Blütezeit aus. Das Frühjahr war trotzdem kalt, sodass die Bäume später als üblich blühten. Im Juni kam dann eine Hitzewelle. Unterm Strich haben die Apfelbäume das Wetter gut verkraftet.

Vor allem Elstar, Gala und Jonagold

Angebaut werden in Brandenburg vor allem die Sorten Elstar, Gala, Pinova und Jonagold. Die Anbaufläche ist zuletzt leicht zurückgegangen – von 755 Hektar im Jahr 2025 auf 735 Hektar in diesem Jahr. Die meisten Apfelbäume stehen in Potsdam-Mittelmark, in Märkisch-Oderland und rund um Frankfurt (Oder).

Apfelernte im Garten

Wer einen eigenen Apfelbaum im Garten hat, sollte die Zahlen aus dem Erwerbsanbau nicht eins zu eins auf den eigenen Baum übertragen. Viele Apfelbäume tragen im Wechsel: ein Jahr reichlich, im nächsten kaum. Diese sogenannte Alternanz erklärt, warum die Ernte von Garten zu Garten so verschieden ausfallen kann – ähnlich wie es auch die große Spanne von 30 bis 400 Dezitonnen je Hektar im Erwerbsanbau zeigt. Wer viele heruntergefallene Früchte im Gras findet, wirft am besten einen Blick auf unsere Tipps zum Fallobst.

Und bei uns im Garten?

In unserem eigenen Garten sieht es dieses Jahr leider weniger erfreulich aus. Einige unserer Apfelbäume tragen kaum oder gar nicht, an anderen hängen nur wenige, dafür aber richtig große Äpfel. Zum Frischverzehr wird die Ernte reichen – für Apfelkuchen und Apfelmus in größeren Mengen aber wohl eher nicht. Im vergangenen Jahr war das noch ganz anders: Die Apfelernte 2025 fiel bei uns so reich aus, dass wir den ganzen Winter davon zehren konnten.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 103 vom 31. Juli 2026.

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