Finken legen zu
Erfreulich ist die Entwicklung bei den Finken. Der Buchfink wurde 14 Prozent häufiger gesichtet als im Vorjahr, der Grünfink kommt bundesweit auf ein Plus von drei Prozent. Damit erholt sich der Grünfink von den Trichomonaden-Infektionen, die seinen Bestand in den vergangenen Jahren stark belastet hatten. Auch die Amsel blieb stabil. "Bei den Buchfinken können wir sogar ein sattes Plus bei den Sichtungen von 14 Prozent verbuchen", berichtet NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler.
Sorge um Spatz und Mauersegler
Weniger gut sieht es bei den Allerweltsvögeln aus. Der Haussperling verlor neun Prozent, der Feldsperling sechs Prozent ihrer Sichtungen. "Wenn so häufige Arten wie der Haussperling immer weniger gemeldet werden, könnte das ein Alarmsignal für den Zustand der Natur in unseren Siedlungen sein", warnt Rümmler. Besonders deutlich brachen die Sommerboten ein: Der Mauersegler verlor 25 Prozent, die Mehlschwalbe zwölf Prozent. Als Ursachen gelten der Insektenschwund und Gebäudesanierungen, bei denen Nistplätze verloren gehen.
Vögel im eigenen Garten unterstützen
Im Schnitt wurden 28,43 Vögel pro Garten gezählt - 2018 waren es noch 33,79. Der Rückgang zieht sich über Jahre. Im eigenen Garten lässt sich aber einiges tun: Heimische Sträucher und Hecken bieten Nistplätze und Deckung, und ein insektenfreundlicher Garten sorgt für Nahrung - denn viele Vögel füttern ihre Jungen mit Insekten und Raupen.
Im Winter hilft eine durchdachte Vogelfütterung. Wichtig dabei ist die Hygiene: "Am besten Futtersäulen nutzen und Wasser täglich wechseln", rät Rümmler, um Krankheiten wie die Trichomonadose nicht zu verbreiten. Weitere Anregungen, wie Sie Tieren im Garten ein Zuhause geben, finden Sie bei uns.
Die nächste große Mitmach-Aktion, die "Stunde der Wintervögel", findet vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.
Quelle: NABU - Pressemitteilung "Finken-Freude und Spatzen-Sorgen" vom 26. Mai 2026.



