Unkraut im Garten

Unkraut entfernen
Unkraut im Garten entfernen ist eine mühsame Arbeit
Foto: © Janis Smits

Das Leben als Gartenfreund könnte so schön sein: die üppig blühenden Pflanzen bestaunen, die Früchte der Arbeit genießen und sich an netten Blumenarrangements erfreuen. Wenn da nicht immer wieder die lästigen Unkräuter zwischen den mühevoll gehegten Kulturpflanzen auftauchen würden. Das Unheil jeden Gärtners ist und bleibt eben das Unkraut, das sich jedoch nie vollständig vermeiden lässt.

Informationen zum Thema Unkraut

Im Folgenden erklären wir was eigentlich alles zum Unkraut zählt und wie man das Unkraut im Garten bekämpfen kann. Denn es muss nicht immer die chemische Keule zum Einsatz kommen!

Unkraut entfernen

Doch wie kann man das Unkraut entfernen und wie kann man neuen Unkräutern vorbeugen?

Unkrautbekämpfung von der Art des Krautes abhängig machen

Je nachdem um welche Form des Unkrautes es sich handelt, können Sie gegen die unerwünschten Eindringlinge etwas unternehmen. Um also nachhaltig gegen Giersch, Löwenzahn und Winden vorzugehen, sollten Sie zunächst die Unkräuter bestimmen. Man unterscheidet sie zwischen ein- und mehrjährigen Pflanzen. Einjährige Unkräuter leisten rein biologisch betrachtet sehr viel. Sie keimen und blühen im selben Jahr, und bilden sogar noch Unmengen Samen dazu. Die Klassiker unter den einjährigen Unkräutern sind die Vogelmire und das Hirtentäschelkraut, aber auch die gefürchtete Ambrosia, das Schöllkraut oder der Gartenwolfsmilch. Mehrjährige Unkräuter überwintern hingegen mit Hilfe ihres tiefen Wurzelstocks. Während es für Kinder ein Vergnügen ist, die hübsch anzusehenden Samen des Löwenzahns weg zu pusten, versuchen Hobbygärtner dieses und viele andere mehrjährige Unkräuter, wie etwa Ackerschachtelhalm, Disteln oder Ehrenpreis, loszuwerden.

Weitere Unkräuter:

  • Brennessel
  • Gänseblümchen
  • Hornsauerklee
  • Weißklee
  • Rotklee
  • Wegerich
  • Scharbockskraut
  • Huflattich

Chemie versus jäten

Die Versuchung nach chemischen Hilfsmitteln zu greifen, ist auch bei Hobbygärtnern groß. Doch der Einsatz der chemischen Keule ist in einem normalen Haus- oder Kleingarten meist völlig überflüssig. Nicht nur die Gesundheit, sondern auch Tiere wie Insekten oder Vögel, sowie die Umwelt können stark belastet werden. Am effektivsten und umweltverträglichsten ist nach wie vor das Jäten. Auch wenn viele Gartenfreunde tief einatmen und raunen, mit Hacke, Grubber und den Händen lässt sich das grobe Groh des Unkrautes sehr gut entfernen.

Unkraut kann auch gewollt sein

Unkräuter nehmen in der Regel den gewünschten Kulturpflanzen Licht und Nährstoffe weg, sie brauchen dringend benötigtes Wasser auf. Das Wachstum und das Gedeihen der Kulturpflanzen wird gehemmt. Im schlimmsten Fall drohen sogar Ertragseinbußen bei Früchten oder gar das gänzliche Verdrängen der mühsam gepflegten und gehegten Stauden und Blumen. Doch nicht jedes Wildkraut oder Unkraut wird im Garten abgelehnt. Die oft hübsch anzusehenden Kräuter dienen manchen Hobbygärtnern gewollt als Schmuck oder auch als Heilpflanze. So finden sich in vielen Beeten Akelei, Adonisröschen und die Kornblume als stilvolles Element wieder. Brennnesseln werden bewusst in einer Ecke des Gartens geduldet, um später daraus heilsamen Tee zuzubereiten.

Unkraut vorbeugen

Eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen das Unkraut, ist das regelmäßige Jäten oder das Stechen von Pfahlwurzlern, wie dem Löwenzahn, mit Hilfe eines Distelstechers. Wer konsequent Unkraut entfernt, hat mit den sich sonst schnell verbreitenden und anpassungsfähigen Pflanzen viel zu tun. Unkraut ist robust, werden Rabatten gemulcht, hat es dort jedoch nur wenige Chancen zu wachsen. Der Einsatz von Bodendeckern verhindert außerdem das Ausufern der ungeliebten Gartengäste wie dem Gewöhnlichen Geiskraut, Ehrenpreis oder dem Vogelknöterich.

Es gibt viele Wege, Unkraut zu beseitigen bzw. zumindest einzudämmen. Manche Unkräuter sind sogar ein echter Blickfang oder eine Bereicherung für den Garten. Und eines ist sicher: Das Unkraut wird mit Sicherheit im nächsten Jahr wieder kommen.
Text: C. D.

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