Rasenmäher darf in keinem Garten fehlen

Rasenmäher
Wie finde ich den richtigen Rasenmäher für meinen Garten?
Foto: © Gerald Bernard

Spätestens zu Beginn der Gartensaison und dem plötzlichen Wildwuchs des Rasens stellt sich für viele Hobbygärtner die Frage nach einem neuen Rasenmäher. Viele Faktoren spielen beim Kauf eine Rolle, so dass die schier kaum überschaubare Anzahl an Modellen so manchen Gartenbesitzer zum Verzweifeln bringt. Welcher Mäher ist für welchen Garten bzw. Rasensorte geeignet? Worauf sollten Sie beim Kauf achten? Schließlich möchte sich niemand mehr Arbeit bereiten, als ohnehin durch das häufige Mähen für einen gepflegten Rasen nötig ist.

Welcher Rasenmäher ist der richtige?

Im Folgenden haben wir einen kleinen Überblick über die Rasenmäher-Arten sowie einige Tipps für den Kauf zusammengestellt.

Die unterschiedlichen Rasenmäher-Arten

Ein kurzer Blick in den Gartenkatalog eines Fachhändlers oder in die Ausstellungsräume eines Baumarktes reicht oft aus, um für Verwirrung beim Käufer zu sorgen. Wird es ein Benzinmäher, Elektro- oder Akkumäher, ein Spindelgerät oder doch lieber der schnittige Rasentraktor, der Papas Herz höher schlagen lässt? Brauche ich eine zusätzliche Motorsense, oder komme ich auch in die kleinste Ecke mit meinem neuen Gartengerät?

Prinzipiell gilt: Je größer Ihr Garten, desto größer wird auch der Mäher. Kleine Rasenflächen, wie etwa im Schrebergarten oder der Vorgarten zu Hause sind oft bereits mit einem einfachen Spindelmäher zu pflegen. Der handbetriebene Mäher besitzt zwar keinen Grasfangkorb, ist jedoch unabhängig einsetzbar und erreicht wendig auch schwer zugängliche Bereiche des Rasens.

Aufsitzrasenmäher
Ein Aufsitzrasenmäher für große Rasenflächen
Foto: © PhotographyByMK

Der Elektro Rasenmäher

Die meisten Gartenbesitzer mit einer Rasenfläche von bis zu 400 m² nutzen einen Elektromäher. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine Steckdose in der Nähe und ein eventuell notwendiges zusätzliches Verlängerungskabel. Die größte Gefahr der Elektromäher besteht im Kabelschnitt, dieses Malheur geschieht häufiger als man vermuten mag.

Der Benzin Rasenmäher

Dem aus dem Weg geht man mit einem Benzinmäher. Die netzunabhängigen Geräte werden vorzugsweise bei Rasenflächen ab 400 - 500 m² eingesetzt und erleichtern das Mähen ungemein. Mit moderner Start-Automatik sind die Benzinmäher der neuen Generation auch in verschiedenen Schnittbreiten benutzerfreundlich ausgestattet. Grasfangkörbe, die in der Regel hinten oder auch seitlich am Mäher angebracht sind, machen das anstrengende Harken nach dem Mähen überflüssig. Manche benzinbetriebene Geräte können je nach Ausstattungsmerkmalen zusätzlich mit einem Balkenmäher für große Flächen und Wuchshöhe ausgestattet werden.

Der Rasentraktor

Der Traum jedes Gartenbesitzers ist selbstverständlich ein mondäner Rasentraktor. Seine Anschaffung lohnt jedoch erst ab einer Rasenfläche von etwa 1000 m² Größe. Moderne Aufsitzmäher lassen sich ähnlich einem Automatik-PKW ohne Schaltung fahren. Zusätzlich können sie mit speziellen Mulcheinsätzen auch in ihrer Funktion erweitert werden. Diese Anschaffung hat natürlich ihren Preis und braucht zudem eine geeignete Unterstellmöglichkeit.

Der Akku Rasenmäher

Seltener in den Gärten des Landes sind Akkumäher zu finden. Sie haben einen gravierenden Vorteil: ihr Geräuschpegel ist deutlich gemindert gegenüber herkömmlichen Benzin- oder Elektromähern. Außerdem erübrigen sich die Komplikationen eines möglichen Kabelschnitts, denn die Geräte laufen netzunabhängig mit einem wiederaufladbarem Akku. Die Leistung der Geräte schwankt stark. Meist sind sie jedoch nur für niedriges Gras und ebene Flächen bis 200 m² lohnenswert.

Tipps zum Kauf des Rasenmähers

Wichtig beim Kauf ist die Schnittbreite. Je größer die zu mähende Fläche, desto breiter sollte die Schnittbreite ausfallen. Bis 400 m² Fläche reicht eine Schnittbreite von 40 cm durchaus aus, bis 1000 m² sollten es schon 50 cm oder mehr werden. Je breiter die Schnittfläche desto mehr Grasschnitt fällt an, achten Sie daher beim Kauf auch auf die Literzahl des Auffangkorbes. So vermeiden Sie ein zu häufiges Unterbrechen des Mähens, um den Korb zu leeren. Ein weiteres Kaufkriterium sollte die verstellbare Schnitthöhe sein. Schaffen Sie es nicht regelmäßig zu mähen oder passen sie den Rasen der Jahreszeit an, wie etwa im Hochsommer etwas länger und im Frühsommer eher kurz, wird sich die Zusatzfunktion der verstellbaren Schnitthöhe schnell bewähren. Die Wartung und Pflege des Gerätes gehört ebenso zur Kaufentscheidung. Kann ich die Messer in der Nähe schleifen lassen, woher bekomme ich Ersatzteile? Nicht zuletzt das Gehäuse macht vielen Gartenbesitzern Sorgen. Preiswerte Plastikgehäuse aus minderwertigem Kunststoff werden nach kurzer Einsatzzeit bereits spröde und brechen schnell beim nächsten kleinen Steinschlag. Stahl-Blechgehäuse neigen zum Rosten und erfordern viel Pflege. Hochwertige Rasenmäher sind mit einem Aluminium-Druckgussgehäuse stark belastbar, haben jedoch auch ihren Preis. Besonders leichtgängig sind Mäher, deren Räder kugelgelagert sind. Sie sind jedoch ebenso preisintensiver in der Anschaffung. Ähnlich verhält es sich bei Rasenmähern mit Antrieb, die ohne großen Kraftaufwand die Mäharbeiten auf großen Grundstücken mit und ohne Hang erheblich erleichtern.

Meist macht es Sinn, ein paar Euro mehr in den Rasenmäher zu investieren und die unterschiedlichen Geräte beim Fachhändler zu testen, insbesondere dann, wenn Sie eine große Rasenfläche zu versorgen haben. Wie schwer sind die Mäher, wer wird schlussendlich damit vorrangig arbeiten, braucht es hohen Kraftaufwand um sie zu schieben? Gute Geräte sind ohne Probleme zwischen 10 und 15 Jahre im Einsatz und sorgen bei regelmäßiger Wartung und Pflege kaum für Sorgen.
Text: C. D.

Wo Rasenmäher kaufen?
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