Beeren im Garten

Verschiedene Beeren im Garten
Leckere Beeren aus dem Garten - Foto: © M. Schuppich

Kein Gärtner sollte auf Beerenobst in seinem Garten verzichten. Vom Frühling bis in den späten Herbst hinein sorgen die Beeren für Abwechslung auf der Speisenkarte. Dank der bunten Vielfalt der Beeren, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Mögen Sie es lieber süß oder säuerlich? Neben dem altbewährten Beerenobst wie Himbeeren oder Johannisbeeren sind auch weniger bekannte Gehölze wie Schlehen oder Aroniabeeren stark im Kommen.

Tipps für den Anbau von Beeren

Was ist beim Pflanzen und der Pflege von Beeren zu beachten? Welche Beerensorten gibt es? Welche Krankheiten können auftreten und welche Schädlinge können die Beeren befallen? Das und vieles mehr erfahren Sie hier:

Beerensorten im Überblick

Ohne Zweifel zählt das Beerenobst zu den Klassikern im Hausgarten und den Kleingärten.

Da es in der Regel anspruchslos ist und bei richtiger Pflege und korrektem Schnitt lange seinen Besitzern mit reicher Ernte Freude macht, ist es oft das Erste, was ein Gartenanfänger anpflanzt. Welches Beerenobst seinen Platz im heimischen Garten finden wird, hängt nicht zuletzt von den Vorlieben des Gärtners ab. Denn auch für schwierigere Böden sind mittlerweile ertragreiche Züchtungen auf dem Markt erhältlich. Beerenobst gibt es vom kleinen Strauch, über Hochstämme bis hin zu kleinen Bäumen.

Altbewährtes Beerenobst

Natürlich zählen Hobbygärtner in erster Linie auf die Klassiker beim Beerenobst. Dazu gehören selbstverständlich Himbeeren und Brombeeren, aber auch rote, weiße oder schwarze Johannisbeeren. Auch auf die köstlich säuerlichen Stachelbeeren möchten nur wenige gern verzichten. Als Mischung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere ist die Jochelbeere ein echter Gaumenschmaus. Beliebt sind zudem Kulturheidelbeeren, die speziell für den Anbau als großfruchtige Pflanze für den Garten gezüchtet wurden. Auch wenn die Erdbeere botanisch nicht zum Beerenobst gehört, gilt sie doch aufgrund ihrer ähnlichen Eigenschaften in der Bevölkerung auch als beliebte Beerenfrucht. Nicht nur optisch sondern auch geschmacklich überzeugen Weinbeeren ihre Besitzer immer wieder. Die köstlichen Früchte und dazu das herrlich bunte Laub im Herbst erfreuen den Gaumen und das Auge.

Unbekannte interessante Beerenfrüchte

Zwei reife Erdbeeren
Besonders beliebt sind Erdbeeren
Foto: © matin

Standen Sie schon einmal im Supermarkt und lasen auf einer Saftflasche: verfeinert mit Aroniabeeren? Diese Apfelbeere könnte auch in Ihrem Garten wachsen. Oder wie wäre es mit einem wundervollen Holunderstrauch, der nicht nur vitaminreiche Beeren sondern auch herrlich duftende Blüten trägt. Vielen ist unbekannt, dass sogar die Vogelbeere (Eberesche) korrekt verarbeitet ungiftig ist. Interessant sind zudem die brombeerähnlichen Maulbeeren, Schlehen oder auch Preiselbeeren und Cranberrys. Die Liste der etwas "anderen" Beeren kennt kein Ende. Sogar Mispeln können als Beerenobst verarbeitet werden. Minikiwis (Actinidia arguta) wachsen im Gegensatz zu den altbekannten Kiwis auch in deutschen Gärten sehr gut. Wer bereits einmal die Region an der Ostsee kennengelernt hat, dem ist Sanddorn ein Begriff. Die herbe Beere lässt sich vielseitig zubereiten. Mehr oder weniger neue Züchtungen sind Taybeeren. Sie entstanden in den sechziger Jahren als Kreuzung zwischen Himbeeren und Brombeeren.

Beeren anbauen

Entscheiden Sie sich für den Anbau von Beerenobst, so kaufen Sie dieses am besten im Fachhandel. Achten Sie darauf, die Sträucher als Ballenware zu kaufen, das heißt mit einem dicken Wurzelballen statt nur mit nackten Wurzeln. Sie wurzeln schneller an und sind früher tragend bzw. brauchen zunächst keinen starken Rückschnitt, um viele Früchte zu tragen. Entscheiden Sie sich, ob Sie einen Strauch oder einen Hochstamm in die Erde bringen möchten. Beerenobst ist mehrjährig. Wird die Pflanze richtig geschnitten, so steigt mit den Jahren der Ertrag bei der Ernte. Unterstützen Sie das Wachstum durch regelmäßige Zugabe von Humus und Mulchen sie die Pflanzscheibe der Sträucher, um dem Befall mit Mehltau vorzubeugen.

Beerensträucher sind nicht nur für den Menschen nützlich. Während der Blüte sind vor allem die Bienen und andere Insekten Nutznießer der Pflanzen. Die Früchte lassen sich nach der Ernte frisch verzehren, oder als leckere Früchtekuchen, als Saft und Sirup, als Marmelade und Likör zubereiten. Beerensträucher sind eine echte Bereicherung für jeden Garten.
Text: C. D.

[ Zum Seitenanfang ]