
Kochen, dünsten oder roh - leckere Rezepte für Kohlrabi aus dem Garten.
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Kohlrabi zählt zu den vielseitigsten und dankbarsten Gemüsearten im heimischen Garten. Das knackige Kohlgewächs überzeugt nicht nur durch seinen milden, nussigen Geschmack, sondern auch durch seine unkomplizierte Kultivierung. Vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein können Sie kontinuierlich frische Knollen ernten - ein echter Gewinn für jeden Gemüsegarten.
Hier finden Sie eine umfassende Anleitung für den erfolgreichen Kohlrabi-Anbau, von der Aussaat bis zur Ernte, inklusive bewährter Tipps für optimale Ergebnisse.
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit Weißkohl, Blumenkohl und Brokkoli verwandt. Das Besondere an diesem Gemüse ist die verdickte Sprossachse oberhalb der Erde, die als "Knolle" bezeichnet wird und den essbaren Teil darstellt. Im Gegensatz zu anderen Kohlarten bildet Kohlrabi keinen geschlossenen Kopf, sondern entwickelt diese charakteristische, rundliche Verdickung.
Kohlrabi ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich sowohl optisch als auch geschmacklich unterscheiden:
Weiße Sorten zeichnen sich durch ihre hellgrüne bis weißliche Schale und ihren besonders milden, zarten Geschmack aus. Bewährte Sorten sind:
Violette Sorten bestechen durch ihre kräftige, blauviolette Färbung und haben einen etwas intensiveren, würzigeren Geschmack:
Kohlrabi ermöglicht durch gestaffelte Aussaaten eine kontinuierliche Ernte von Mai bis Oktober. Die verschiedenen Anbaumethoden bieten flexible Möglichkeiten für jeden Gärtnertyp.
Zeitpunkt: Ab Mitte April bis Ende Juli, alle 2-3 Wochen für kontinuierliche Ernte
Vorgehensweise:
Zeitpunkt: Ab März in warmen Räumen möglich
Für eine frühere Ernte können Sie Kohlrabi ab März im Haus vorziehen. Säen Sie die Samen in Anzuchtschalen oder kleine Töpfe und halten Sie sie bei 18-20 Grad Celsius. Nach 6-8 Wochen sind die Jungpflanzen bereit für die Auspflanzung ins Freiland.
Eine praktische Alternative für Hobbygärtner ist der Kauf fertiger Setzlinge vom Gärtner oder Markt. Achten Sie dabei auf kräftige, gesunde Pflanzen ohne gelbe Blätter oder Schädlingsbefall.
Schädlinge erkennen und bekämpfen.
Kohlweißling: Die Raupen fressen Löcher in die Blätter. Vorbeugung durch Kulturschutznetze oder Absammeln der Raupen.
Kohlhernie: Pilzkrankheit, die zu verdickten, verkrüppelten Wurzeln führt. Vorbeugung durch Fruchtfolge und Kalkung saurer Böden.
Erdflöhe: Kleine, springende Käfer verursachen Lochfraß. Abhilfe schafft regelmäßiges Gießen und Mulchen.
Physiologische Probleme vermeiden
Schossen (vorzeitiges Blühen): Tritt bei zu früher Aussaat, Temperaturschwankungen oder Trockenheit auf. Betroffene Pflanzen sollten entfernt werden.
Aufplatzen der Knollen: Resultiert aus ungleichmäßiger Wasserversorgung. Gleichmäßiges Gießen verhindert dieses Problem.
Der richtige Erntezeitpunkt
Kohlrabi ist erntebereit, wenn die Knollen etwa tennisballgroß sind (6-8 cm Durchmesser). Bei den meisten Sorten ist dies 8-12 Wochen nach der Aussaat der Fall. Warten Sie nicht zu lange mit der Ernte, da überreife Knollen holzig und ungenießbar werden.
Erntetipps:
Vielseitige Verwendung in der Küche
Kohlrabi lässt sich vielseitig zubereiten: roh als Snack oder in Salaten, gedünstet als Beilage, in Suppen oder als Auflauf. Die jungen Blätter können wie Spinat zubereitet werden und enthalten besonders viele Vitamine. (z.B. Vitaminen C, A, B1 und B2)
Durch die gestaffelte Aussaat und die richtigen Sorten können Sie sich von Mai bis Oktober über frische Kohlrabi aus dem eigenen Garten freuen - ein echter Gewinn für die gesunde Küche und den nachhaltigen Gemüseanbau.
Wie alle Kohlsorten sollte Kohlrabi im nächsten Jahr an einer anderen Stelle im Garten gezogen werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich die im Boden lebenden Schädlinge wie Larven der Kohlfliege unkontrolliert vermehren. Wer wenig Platz hat, sollte die Gartenerde vorher einfach austauschen.