Blumenstauden pflanzen

Blumenstauden im Garten
Schöne Blumenstauden in einem Garten
Foto: © Luisa23

Ob überschaubarer Garten an der Mietwohnung, eine Parzelle im Kleingartenverein oder ein ausladender Hausgarten direkt hinter der Terrasse - eine grüne Oase schenkt viele Monate im Jahr Entspannung und Wohlbefinden. Maßgeblich tragen dazu natürlich die verschiedenen Bäume, Pflanzen und Blumen bei, deren Platz bereits bei der Gartengestaltung mit einkalkuliert werden sollte. Besonders die verschiedenen Blumenstauden erfreuen den Gärtner und seine Familie mit zarten oder kräftigen Farben und nicht selten mit einem betörendem Duft.

Welche Blumenstauden gibt es eigentlich? Wie werden sie gepflegt? Welcher Standort ist für welche Staude geeignet? Gerade Anfänger haben viele Fragen. Wir beantworten diese gern!

Tipps für beliebte Blumenstauden

Im Folgenden finden Sie Tipps für die beliebtesten Blumenstauden:

Mehrjährige Stauden für lange Gartenfreuden

Blumenstauden sind meist mehrjährige Pflanzen, welche nicht verholzen, sondern im oberen Bereich krautig bleiben. Dies unterscheidet sie grundlegend von den Sträuchern oder Büschen. Im Gegensatz zu anderen krautigen Pflanzen blühen sie über Jahre hinweg. Nach jeder Vegetationsperiode sterben die oberirdischen Teile ab - im nächsten Frühjahr treibt die Pflanze dann erneut. Manche Stauden erfreuen ihren Besitzer über eine sehr lange Zeit hinweg - so kann beispielsweise die weiße, rote, oder rosafarbene Pfingstrose bei optimalen Bedingungen und guter Pflege gut 50 Jahre alt werden. Etwas irreführend für manche Liebhaber der grünen Oase: Gartenmärkte bieten auch einjährige Stauden an - obwohl diese botanisch gesehen gar nicht zur Gruppe der Blumenstauden zu zählen sind.

Staudenvielfalt macht es bunt!

Astern Stauden
Blumen (Stauden) machen jeden Garten schön
Foto: © macroart

Nach einem langen Winter freut sich wohl jeder auf ein bisschen Grün. Eine außergewöhnliche Schönheit holen Sie sich mit dem Tränenden Herz in Ihren Garten. Ihre jungen Triebe und die herzförmigen Blüten (rosa oder weiß) sorgen für frische Augenblicke im Frühlingsbeet. Auch das Adonisröschen oder das Duftveilchen gehören zu den Frühlingsstauden, welche schön anzusehen sind und nicht viel Pflege bedürfen. Vom Frühling bis in den goldenen Herbst hinein blühen die so genannten Sommerstauden. Farbenprächtige Taglilien, Phlox, Sonnebraut oder Rittersporn sorgen für Blickfänge in jedem Garten. Im Herbst erfreuen uns schließlich Sonnenhut, Königslilien und bunte Astern, welche sich auch in der Vase im eigenen Zuhause gut machen. Selbstverständlich sind dies nur einige Beispiele aus der großen Vielfalt der Blumenstauden. Lassen Sie sich beraten, welche Sorten speziell für Ihren Garten geeignet sind und wie Sie diese zusammenstellen, um nach Möglichkeit das ganze Jahr hinweg Freude an diesen Pflanzen zu haben.

Blumenstauden pflanzen

Wie alle anderen Pflanzen auch sollten Blumenstauden nach Möglichkeit nicht in der prallen Mittagssonne gepflanzt werden. Ein eher kühler Tag ist dafür wesentlich besser geeignet und sorgt dafür, dass die Pflanze sich gut in ihrem neuen Lebensraum einfügt und nicht gleich schlapp macht. Bevor man neue Blumenstauden pflanzt, geht es an die Vorbereitung des Bodens. Die Erde muss dazu etwa 20 cm tief gut durchgelockert und anschließend ein entsprechend großes Pflanzloch geschaffen werden. Eventuell vorhandenes Unkraut sollte dabei natürlich entfernt werden. Jetzt wird die Staude vorsichtig aus ihrem Topf genommen - dabei kann man den Ballen leicht mit den Händen auflockern. Doch Vorsicht: wer zu rabiat ans Werk geht, der riskiert Verletzungen an den Wurzeln! Die Blumenstaude ist dann richtig gepflanzt, wenn die obere Kante des Topfballens leicht mit der Gartenerde bedeckt ist. Jetzt nur noch die Erde mit der Hand etwas andrücken und die Pflanze gut angießen.

Pflege der Blumenstauden unterscheidet sich je nach Staudenart

Blumenstauden verwandeln Ihre grüne Oase in ein Meer aus Blüten - aber nur dann, wenn Sie wirklich die passenden Sorten gewählt haben. Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und natürlich auch die Zusammenstellung der verschiedenen Pflanzen in einem Beet sind wichtige Kriterien für über Jahre hinweg gesunde und reich blühende Stauden. Blumenstauden wie etwa die Fette Henne oder der leuchtend blaue Eisenhut werden bereits im Herbst zurück geschnitten, wohingegen in der Regel Herbstastern oder Schleifenblumen erst im Frühjahr gestutzt werden. Generell sollten über den Sommer und Herbst hinweg stets die verblühten Pflanzenteile abgeschnitten werden, um Schädlingen keine Chance zu geben und die Blühwilligkeit der Staude zu erhöhen. Selbstverständlich sollten Blumenstauden, wie alle anderen Pflanzen auch, regelmäßig gegossen werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Eine Düngung wird bis etwa Juli empfohlen - der Gärtner hat dabei die Wahl zwischen chemischen und organischen Produkten. Bei einigen Blumenstauden empfiehlt es sich, diese in regelmäßigen Abständen (etwa aller drei bis vier Jahre) zu teilen, um ihr Wachstum einzudämmen und die Wuchsform zu begradigen.

Blumenstauden bereichern durch ihre Vielfalt den Garten und sind nicht nur für die Augen der Hobbygärtner ein schöner Blickfang, sondern sie dienen auch dazu, den Artenreichtum der Insekten zu erhalten.
Text: K. L.

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