Hortensien gehören zu den beliebtesten Gartengewächsen. Vor allem die in Mitteleuropa heimische Gartenhortensie erweist sich als begehrte Zierpflanze. Mit ihren unfruchtbaren Schaublüten ist das Bild der Hortensie unverwechselbar. Um die Sträucher im Garten lange gesund, fruchtbar und schön zu halten, bedarf es nur einiger Grundkenntnisse in der Hortensienzucht – dann gedeiht die Zierpflanze ganz mühelos.

Hortensie - Eine Zierpflanze im Garten mit Tradition

In Deutschland wurden die ersten Hortensien bereits im 18. Jahrhundert gezüchtet und erfreute sich großer Beliebtheit. Lange Zeit war der Zierstrauch als altmodisch verschrieen und wurde aus modernen Gärten verbannt. Mit dem Hang zu wilderen Bauerngärten aber feiert auch die Hortensie ihr Comeback.

Hortensienarten

Zu den beliebtesten Arten zählen

  • Schneeballhortensien
    Sie werden ca. 1-2 m hoch, blühen von Juni bis Oktober, haben ballenförmige Blütenbälle.
  • Rispenhortensien
    Sie werden je nach Sorte zwischen 70 cm und 3m hoch, blühen von Juli bis Oktober und haben rispenförmige Blüten.
  • Eichblatthortensien
    Sie werden ca. 1 – 1,70m hoch, blühen von Juli bis August und haben rispenförmige Blüten. Diese Hortensie gibt es nur mit weißen Blüten.
  • Samthortensien
    Sie werden ca. 1,50 – 2m hoch, blühen von Juli bis August und haben tellerförmige Blüten.
  • Kletterhortensien
    Sie können ca. 5 – 7 m hoch werden, blühen von Juni bis Juli und haben tellerförmige, weiße Blüten.

Da die Hortensien verholzende Pflanzen sind, können sie bei entsprechender Pflege auch zu Halbsträuchern, Sträuchern oder sogar kleinen Bäumen heran wachsen. Gerade für junge und empfindliche Pflanzen ist aber auch die Zucht im Topf nicht ungewöhnlich. 

Hortensien - Standort ist wichtig

Hortensien im Garten können sowohl an einem sonnigen, halbschattigen als auch schattigen Standort gut gedeihen. Es kommt auf die Sorte an!

  • Für sonnige Standorte eignen sich Rispen Hortensien
  • Für halbschattige Standorte sind Eichblatt-, Samt- und Schneeballhortensien geeignet
  • Für schattige Standorte entscheiden Sie sich am besten für eine Kletterhortensie

Egal für welche Sorte und welchen Standort Sie sich entscheiden, Hortensien mögen Luftfeuchtigkeit. Daher ist ein Standort am Gartenbrunnen oder Gartenteich ideal.

Die Hortensien Pflege

Markant an den verschiedenen Hortensienarten sind die endständigen Blütenstände. Die sterilen Schaublüten umgeben dabei die fruchtbaren kleinen Blüten im Inneren. Da die Hortensien an den Endständen blühen, entfällt zumindest aufwendiges Abkürzen. Lediglich die früh abfallenden Tragblätter sollten aus kosmetischen Gründen entfernt werden. Farblich bieten Hortensien ein breites Spektrum, vor allem rote, blaue und weiße Blüten sind beliebt.

Die Vermehrung

Die Vermehrung der Hortensien erfolgt natürlich durch Ableger, künstlich lassen sich die Pflanzen ganz einfach durch Stecklinge vermehren. Idealerweise werden grüne, noch nicht knospende Triebe im Juli abgeschnitten. Die Stecklinge gedeihen nach kurzer Behandlung mit Bewurzelungspulver ganz einfach in Anzuchterde. In feuchter Erde und an einem schattigen Ort fühlen sich die Stecklinge am wohlsten. Sind sie bewurzelt (dies sollte etwa zwei Wochen dauern), können sie schattig im Freien oder im Gewächshaus gepflanzt werden. Den ersten Winter verbringen Hortensien aber frostfrei im Haus.

Tipps zum Gießen

Hortensien sind zwar keine extrem sensiblen Pflanzen, aber gerade zu kalkhaltiges Wasser kann sich schnell negativ auswirken. Gegossen werden sollte deswegen vornehmlich mit weichem Wasser, als geeigneter Untergrund sind Azaleen- oder Rhododendronerde ideal. Bekommt die Pflanze über das zugeführte Wasser dennoch zu viel Kalk, so wird dies durch chlorotisch gelbe Blätter sichtbar. Im Garten eignet sich daher entweder Wasser aus der Regentonne oder gut abgestandenes Leitungswasser am Besten. Vom Frühjahr bis in den Hochsommer werden Hortensien mit speziellem Hortensiendünger gedüngt.

Gartenhortensien schneiden

Damit die Gartenhortensien auch im nächsten Jahr schöne Blüten ausbilden, sollten Sie beschnitten werden. Doch dabei gibt es einiges zu beachten:

  • Ballenhortensien werden im Frühjahr am vorjährigen Holz nur sehr wenig zurückgeschnitten. Schneidet man zu viel zurück, kommen in diesem Jahr keine Blüten.
  • Rispen- und Schneeballhortensien werden ebenfalls im Frühjahr zurückgeschnitten. Aber am diesjährigen Austrieb. Dabei bleibt 1/3 stehen und 2/3 werden abgeschnitten.
  • Kletter-, Eichblatt- und Samthortensien benötigen keinen Rückschnitt. Diese Sorten kann man etwas kürzen, falls sie zu hoch werden.

Hortensien überwintern

Topfhortensien können die meisten Winter bequem im Keller verbringen. Da die Pflanze im Winter das Laub verliert, ist sie ideal auf das Überwintern in den hiesigen Breitengraden vorbereitet. Bei freiwachsenden Hortensien ist zu beachten, dass die letzte Düngung spätestens Anfang August stattfand. Um die Pflanzen vor Frost zu schützen, sollten Sie eine Mulchschicht aus Laub verteilen. Verwenden Sie für den Winterschutz auf keinen Fall Folie, denn dann kann die Pflanze nicht atmen.

Mit ausreichender Wasserversorgung und Schutz vor Frost gedeihen Hortensien ganz ausgezeichnet und erfreuen mit ihrem markanten Blütenbild jeden Hobbygärtner. In ländlichen Gärten, als Zuchtpflanze oder auch als Topfpflanze macht die Hortensie immer eine gute Figur. Und so mag sie zwar manchmal altmodisch wirken, gehört in Mitteleuropa aber auch zu den klassischen Prachtblühern.

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