Der Obstgarten

Verschiedene Obstsorten, die im Garten wachsen
Leckeres Obst aus dem Garten
Foto: © margo555

Ein Garten ist etwas Wunderbares. Hier kann man den Alltag mit all seinen kleinen und größeren Problemen hinter sich lassen, in der Erde wühlen, Gemüse anpflanzen, Blumen pflegen und natürlich zu gegebener Zeit auch die Früchte seiner Arbeit ernten.

Kein gespritztes Obst und Gemüse mehr vom Supermarkt, sondern wahre Vitaminbomben aus dem eigenen Garten. Ein Traum! Und dieser Traum ist gar nicht so schwer zu realisieren, wenn Sie in Ihrem eigenen Garten neben diversen Gemüsesorten auch Obstbäume anpflanzen. Besonders Kinder lieben es, wenn sie die reifen Früchte direkt vom Baum naschen können - frischer geht es nun wirklich nicht mehr!

Obst im Garten anbauen

Doch wo und wie legt man einen Obstgarten an? Was ist beim Pflanzen und der Pflege zu beachten? Das und vieles mehr erfahren Sie hier:

Die beliebtesten Obstbäume

"An apple a day, keeps the doctor away!" - kennen Sie dieses englische Sprichwort? Wenn Sie jeden Tag einen Apfel genießen, so decken Sie damit schon große Mengen Ihres Vitaminbedarfes ab. Apfelbäume gehören ganz klar zu den beliebtesten Obstbäumen überhaupt. Besonders die alten Sorten wie zum Beispiel Kaiser Wilhelm, Boskop oder Cox Orange sind sehr schmackhaft und enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe als neue Züchtungen. Neben Apfelbäumen sind in deutschen Gärten auch Birnen-, Pflaumen-, Quitten, oder Kirschbäume sehr gefragt. Hin und wieder verirrt sich auch ein Nektarinen-, Pfirsich- oder Aprikosenbaum in die Gärten. Doch die Ernteergebnisse sind leider meist nicht sehr überzeugend. Oftmals fehlt einfach die intensive Sonneneinstrahlung, um diese Früchte wirklich süß und saftig werden zu lassen.

Platzbedarf und örtliche Gegebenheiten beachten

Wer einen großen Garten besitzt, der hat natürlich ausreichend Platz um verschiedene Obstbäume zu pflanzen. Doch die meisten von uns pflegen einen Kleingarten und hier ist eine genaue Planung notwendig, um diesen nicht zu überladen. Hinzu können diverse Vorschriften der jeweiligen Kleingartenverordnung kommen, welche Bäume nur bis zu einer gewissen Größe erlauben oder manche Obstsorten gänzlich ausschließen. Bevor also ein neuer Baum gepflanzt wird, sollte man sich zuerst einmal über die örtlichen Gegebenheiten informieren und den Platzbedarf für die gewünschten Obstbäume kalkulieren. Gärtner haben die Wahl zwischen Hochstämmen, Halbstämmen und Buschbäumen. Halbstämme sind mit einer Stammlänge von ca. 1,20 Metern ideal für die Bepflanzung auf einer Wiese geeignet. Buschbäume gehören mit einer Stammlänge von etwa 40-60 cm eher zu den klein bleibenden Sorten. Wie groß oder wie klein dann aber ein Baum tatsächlich wird, das entscheidet neben der jeweiligen Sorte auch die ergriffenen Pflegemaßnahmen. Je nach dem, wie oft und in welcher Form ein Baum zurück geschnitten wird, kann er sich entweder frei entfalten oder aber wird in seinem Wuchs begrenzt.

Platz ist im kleinsten Garten

Gärtner, welche nur ein kleines Grundstück besitzen, müssen auf frisches Obst aus eigener Ernte keinesfalls verzichten. Besonders praktisch für kleine Gärten ist das so genannte Säulenobst. Diese "Obstbäume" wachsen wie eine Säule etwa zwei bis drei Meter hoch und können im Abstand von ca. 20 cm gepflanzt werden. Vorteil: bei nur geringem Platzbedarf können hier mehrere verschiedene Obstsorten angebaut werden - zum Beispiel in Form einer Obsthecke. Obstsäulen und die eigens für den Balkongärtner gezüchteten Zwergbäume lassen sich übrigens auch sehr gut in Pflanzkübeln kultivieren. Auch hier entscheidet wieder der Schnitt maßgeblich über die endgültige Größe der Obstbäume.

Beerenobst für kleine Naschkatzen

Süße Erdbeeren naschen, saftige Brombeeren und leuchtend rote Himbeeren pflücken - auch das sind die Freuden eines Obstgartens. In der grünen Oase lassen sich Beerenfrüchte ganz unkompliziert anbauen. Ob als Sträucher oder als Hochstämmchen - die leckeren Früchtchen finden schnell den richtigen Platz in jedem Garten. Erdbeeren können im Gemüsebeet wachsen oder sie reihen sich zwischen duftenden Blumen ein. Auch als Ampelpflanzen oder im Balkonkasten geben die, eigentlich botanisch gesehen zu den Sammelnussfrüchten gehörenden, Leckereien ein gutes Bild ab. Besonders Kinder lieben Beerenobst, da sie es einfach selbst ernten können.

Ein Obstgarten ist eine erholsame Oase inmitten unserer hektischen Welt. Nicht nur das Arbeiten im Garten und das Ernten bringen Freude, sondern man findet unter großen Obstbäumen gerade an heißen Sommertagen immer ein schattiges Plätzchen, um mit einem guten Buch vom Alltag abzuschalten.
Sollte man Fallobst aufsammeln oder liegenlassen?
Text: K. L.

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