Gartenplanung - Gewusst wie!

Eine Frau bei der Gartenplanung
Die Gartengestaltung sollte gut überlegt sein
Foto: © efired

Im Schatten alter Apfelbäume ein gutes Buch lesen, mit den Kids im Pool ein Neptunfest feiern und leckere Erdbeeren gleich aus der Hand naschen - das ist Erholung pur! Viele von uns wünschen sich einen Garten und wenn es dann endlich soweit ist, zieht es sie schnurstracks in das nächste Gartencenter zum Großeinkauf. Doch überstürzen Sie nichts! Die Gartenplanung benötigt einfach ihre Zeit und nicht immer ist die erste Idee auch die beste.

Die Einen träumen von einem schönen Bauerngarten und möchten Obst und Gemüse anbauen, die Anderen sind nur auf der Suche nach Entspannung und möchten in ihrer grünen Oase möglichst nicht in der Erde wühlen. Wie dem auch sei: ganz am Anfang der Gartenplanung steht eine nüchterne Bestandsaufnahme. Begeben Sie sich also mit einem langen Maßband in den Garten und ermitteln Sie dessen Länge und Breite. Übertragen Sie die Maße anschließend am besten auf ein Blatt Millimeterpapier. Gibt es bereits ein Gartenhäuschen, Bäume oder andere Anpflanzungen, welche Sie behalten möchten? Dann übertragen Sie auch diese auf das Papier. Nun haben Sie schon einmal einen guten Überblick über Ihren Garten erhalten.

Weitere Tipps für die Gartengestaltung:


Was gehört alles zur Gartenplanung? Wie geht man am besten vor? Das und mehr erfahren Sie hier:

Gartenplanung mit der Familie

So verschieden wir Menschen sind, desto unterschiedlich sind auch unsere Vorstellungen eines Gartens. Bringen Sie zur Gartenplanung alle Familienmitglieder an einen Tisch und schreiben Sie auf, was sich jeder vom zukünftigen grünen Paradies wünscht. Papa möchte unbedingt einen großen Pool zum untertauchen, Mama sieht sich in Gedanken bereits Möhren säen und Zucchini ernten und die Kids sind ganz erpicht darauf, eine eigene Ecke mit Schaukel, Sandkasten und Rutsche zu haben. Vergessen Sie bei all Ihren Träumen auch nicht die Realität: die Gartengeräte brauchen einen regengeschützten Unterstand und auch Elemente wie Komposter oder Wasserfässer müssen in den Garten integriert werden. Auch wenn die Wunschliste sehr lang wird: es ist wichtig, zunächst einmal alle Ideen zu Papier zu bringen. Anschließend werden diese nach ihrer Wichtigkeit geordnet.

Gewünschte Gartenelemente eingliedern

Nachdem feststeht, was unbedingt in den Garten soll und was eventuell weniger wichtig ist, geht es nun an die Eingliederung der verschiedenen Gartenelemente. Kopieren Sie Ihren Gartenplan mit den genauen Maßen mehrfach und beginnen Sie dann, die gewünschten Details (maßstabsgerecht) einzuzeichnen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Lichtverhältnisse! Gemüse gedeiht nicht in einer sehr schattigen Ecke und der Pool sollte nicht unmittelbar neben der Terrasse stehen, es sei denn, Sie mögen Chlorwasser in ihrem Milchkaffee. In der Regel sind mehrere Entwürfe notwendig, bis die Gartenplanung halbwegs stimmig erscheint. Nehmen Sie sich für diesen Schritt viel Zeit, denn im Nachhinein ist es immer schwierig, neue Gartenelemente einzubinden, ohne das ganze Konzept wieder über den Haufen zu werfen.

Detailplanung

So, der Entwurf steht und Sie können sich vorstellen, Ihren Garten in dieser Art und Weise zu realisieren. Überlegen Sie genau: werden alle Familienmitglieder mit dieser Lösung einverstanden sein? Gibt es für die Großmutter auch ein schattiges Plätzchen, wo sie abseits vom Trubel ihre Ruhe findet? Liegt die Sitzecke so, dass man hier sowohl die Sonne genießen als auch einen Überblick über die spielenden Kinder hat? Wenn alles passt, dann steht die Überlegung nach dem Stil des Gartens an. Mögen Sie es lieber verspielt? Dann sind Rosenbeete, geschlängelte Wege und auflockernde Elemente, wie beispielsweise Spaliere gefragt. Oder sind Sie eher der nüchterne Typ? Dann werden Sie vermutlich auch in Ihrem Garten Geradlinigkeit bevorzugen. Betonelemente, eine schlichte Terrasse und übersichtliche Beete charakterisieren den formellen Garten. Ein ganz wichtiges Element der Gartengestaltung stellt die Begrenzung der grünen Oase dar. Sie haben die Wahl: nüchternes Drahtgeflecht, eine immergrüne Hecke oder ein Jägerzaun? Für Naturgärten ist auch eine selbst geflochtene Umzäunung aus Weide oder ein Kastanienzaun denkbar. Manch einer mag es lieber aufgelockert und pflanzt als Begrenzung nur ein paar Büsche oder eine niedrige Hecke. Wichtig: haben Sie einen Hund, so kommen Sie um einen Zaun nicht herum. Dieser sollte so dicht und so hoch sein, dass der Vierbeiner nicht ausbüxt oder darüber springen kann.

Die Wahl der Pflanzen

Ein ganz entscheidender Schritt in der Gartenplanung ist die Auswahl der Pflanzen. Beachten Sie dabei, dass jede Pflanze ihre ganz eigenen Bedingungen braucht, um zu wachsen und sich zu entfalten. Im Gartencenter finden Sie für jeden Standort (sonnig, halbschattig, schattig) und für jede Bodenbeschaffenheit (erdig, lehmig, sandig) die passenden Pflanzen. Ein Garten wirkt erst dann harmonisch, wenn die Pflanzen in ihrer Größe und in ihrer Blühfarbe aufeinander abgestimmt sind. Mit einer geschickten Bepflanzung können Sie sich fast das ganze Jahr hinweg an einem grünen und blühenden Garten erfreuen.

Gartengestaltung macht Spaß und allein schon die gedankliche Beschäftigung mit diesem Thema lädt zum Träumen ein. Dennoch: überstürzen Sie nichts und gehen Sie die Gartenplanung ganz nach dem Motto an: " Was lange währt, wird gut!".
Text: K. L.

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