Hecke schneiden

Mann beim Hecke schneiden
Wann sollte man die Hecke schneiden?
Foto: © Tomasz Zajda

Eine akkurat gestutzte Hecke ist immer wieder ein schöner Anblick. Doch der regelmäßige Schnitt dient nicht nur der Optik, sondern sorgt auch dafür, dass die Hecke ein dichtes Wachstum und ihre leuchtend grüne Farbe beibehält. Hier die wichtigsten Tipps und Tricks rund um das Thema Heckenschnitt.

Der richtige Zeitpunkt zum Hecke schneiden

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, wann der richtige Schnittzeitpunkt für die Hecke gekommen ist. Grundsätzlich gilt: Damit die Hecke ihre Form und die grüne Farbe stets beibehält, sollte sie regelmäßig geschnitten werden. Unerlässlich ist dabei der Schnitt zum Sommeranfang, welcher in der Zeit um den Johannistag (24. Juni) erfolgen sollte. In dieser Zeit setzt der zweiten Jahrestrieb ein, für den der professionelle Schnitt eine optimale Voraussetzung darstellt.

Experten raten inzwischen dazu, die Hecke nicht nur einmal im Jahr zu schneiden. Mehrjährige Untersuchungen haben gezeigt, dass Heckenpflanzen dichter und gleichmäßiger wachsen, wenn sie bereits in der Zeit von Mitte bis Ende Februar zum ersten Mal geschnitten werden. Dabei sollte man die Pflanzen sowohl in der Höhe als auch in der Breite kräftig zurückschneiden. Der bereits erwähnte Rückschnitt zum Sommeranfang kann dann etwas schwächer ausfallen.

So geben Sie Ihrer Hecke eine perfekte Form

Fast jeder möchte Sie: Die geometrisch sauber geschnittene Hecke mit messerscharfen Kanten und ebenen Flächen. Doch wie bekommt man das hin? Ganz einfach: Indem wir uns ein paar Hilfslinien schaffen. Stellen Sie dazu seitlich der Hecke dünne Holzstäbe auf bzw. stecken Sie diese in den Boden. Dann verbinden Sie die Stäbe in der gewünschten Höhe mit einer Schnur. Diese Schnur gilt dann als Richtlinie für die obere Kante der Hecke. Bei großen Hecken können auch mehrere Schnüre notwendig sein.

Wie Sie braune Blätter und vertrocknete untere Äste vermeiden

Trotz gerader Schnittkante an der Oberseite sollte die Hecke grundsätzlich im unteren Teil breiter sein als in der Krone. Das bedeutet: Schneiden Sie die Seitenflächen leicht schräg. Auch hierzu können wieder die Holzstäbe mit der Schnur verwendet werden, diese stecken Sie einfach etwas schräg in den Boden. Das schräge Schnittprofil sorgt dafür, dass auch die unteren Blätter genügend Sonnenlicht abbekommen und somit nicht trocken und braun werden. Und auch das Astwerk im unteren Bereich trocknet dann nicht aus.
Eine Ausnahme sind die besonders schattenverträglichen Heckenpflanzen wie Thuja oder Hainbuche. Diesen können Sie auch ein Schnittprofil mit komplett senkrechten Seiten verpassen, ohne dass dadurch Nachteile entstehen.

Worauf sollte man beim Heckenschnitt achten?

Was viele nicht wissen - der Heckenschnitt ist im Bundesnaturschutzgesetzt verankert. Darin heißt es, dass vom 01. März bis 30. September die Hecke nicht entfernt oder stark zurückgeschnitten werden darf, da dies die Brutzeit von Vögeln ist. Allerdings dürfen in dieser Zeit Form- und Pflegeschnitte durchgeführt werden, wenn man sich vorab versichert hat, dass keine Vögel in der Hecke nisten oder brüten.

Fazit: Eine Hecke richtig zu schneiden ist gar nicht so schwer - wenn man weiß wie! Mit ein paar einfachen Tricks können Sie zukünftig das Geld für den Gärtner einsparen.
Text: M. W. / K. F.

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