Gefahrenfalle Garten - Den Garten kindersicher gestalten

Kleiner Junge will rote Beeren naschen
Achten Sie darauf, dass die Pflanzen in Ihrem Garten
nicht giftig sind! - Foto: © SerrNovik

Kinder lieben es, sich zu bewegen und Neues zu entdecken. Wohl dem, der einen Garten besitzt, in dem die Kinder an der frischen Luft toben, experimentieren und spielen können. Eltern, die ihren Sprösslingen einen kinderfreundlichen und vor allem gefahrenfreien Garten bieten wollen, müssen ähnlich wie im Haushalt auch auf Sicherheit in ihrer grünen Oase achten. Denn Gartenteiche und leuchtend rote Beeren können gefährlicher sein, als sie aussehen.
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So sieht ein kindersicherer Garten aus

Hier haben wir die wichtigsten Punkte für einen kindersicheren Garten zusammengestellt.

Purer Wasserspaß

Kinder von Wasser fern zu halten, ist fast unmöglich. Umso verlockender sind Gartenteiche oder Regentonnen. Sie versprechen grenzenlosen Spaß im kühlen Nass. Doch besonders hier lauern Gefahren. Gartenteiche müssen grundsätzlich gesichert sein. Dies könnte mit einer Einzäunung bzw. einem Gitter knapp unter der Wasseroberfläche geschehen. Gleiches gilt für die Regentonne. Besonders Kleinkinder sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben.

Leckere Beeren und bunte Blüten

Mit den hübschen roten Beeren der Eibe oder den gelben Blüten des Goldregens im Sandkasten einen Kuchen backen, kann schnell gefährlich werden. Giftpflanzen im Garten sind eine ernstzunehmende Gefahrenquelle. Besonders giftige Pflanzen gehören in keinen Garten mit kleinen Kindern. Dazu zählen zum Beispiel: Fingerhut, Eisenhut, Maiglöckchen, Brechnuss, Herbstzeitlose, Tollkirsche und Seidelbast. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, zum Beispiel sind Tulpen oder die grünen Stängel der Tomate auch giftig, aber kaum einer möchte darauf in seinem Garten verzichten. Daher gilt: mit Kindern reden und aufklären, sie nach und nach zur Eigenverantwortung erziehen.

Schaukel, Wippe und Co.

Kindern reicht es nicht, nur einen kleinen Sandkasten in der Ecke des Gartens zu haben. Oft stellen Eltern daher für ihre bewegungshungrigen Kinder GS-geprüfte Rutschen, Schaukeln und andere Spielgeräte im Garten auf. Auch sie müssen nach der Anschaffung auf ihre Sicherheit regelmäßig überprüft werden. Sind die Schrauben verrostet oder stehen spitze Metallteile ab? Ist die Plastik der Bademuschel spröde geworden oder die Seile der Schaukel morsch? Kontrolle beugt hier Verletzungen vor.

Kletterbäume samt Baumhaus

Wer die Kinder im Garten sucht, wird meist auf den Bäumen fündig. Sie laden zum Klettern und balancieren ein. Hoch oben hat Papa vielleicht ein Baumhaus für kleinen Abenteurer errichtet. Auch der schönste und älteste Kletterbaum bekommt jedoch mal morsche Äste und es kracht schneller als man denkt. Auch er braucht daher im Frühjahr und Herbst eine Kontrolle.

Düngemittel, Pflanzengifte und Co.

Im Gartenalltag verwenden durchaus viele Hobbygärtner zahlreiche Chemikalien. Nicht jeder setzt einen Brennnesselsud zur Bekämpfung der Blattläuse seiner Rosen an. Schnell spielen Kinder mit den kleinen lustigen blauen Perlen des Blaudüngers oder malen mit der lösemittelhaltigen Lasur des Gartenzauns. Jegliche Chemie gehört nach der Verwendung sofort fest und kindersicher verschlossen.

Spitzhake, Axt und Gartenschere

Wenn Mama mit der spitzen Schere die Blumen schneidet und Papa mit der Axt den Baumschnitt klein hackt, kann ich das auch. Kinder lieben die Arbeitsgeräte ihrer Eltern und ahmen sie entsprechend nach. Gefährliche Gartengeräte gehören daher verschlossen in den Schuppen.

Fluchtmöglichkeit Gartenzaun

Was nützt ihnen der eigene sichere Garten, wenn Ihr kleines Kind ungehindert durch die lose Hecke zu Nachbars Gartenteich oder dessen Kettensäge wandern kann. Zäunen Sie Ihr Grundstück sicher ein und schaffen Sie eine Möglichkeit, das Gartentor zu verschließen.

Strom im Garten

Zuhause haben Sie wahrscheinlich alle Steckdosen mit Kindersicherungen ausgestattet. In Ihrem Garten auch? Gerade Außensteckdosen verleiten die Kleinen zum Spielen. Fast unbemerkt wird so der Stecker des Häckslers in die Dose gesteckt und schon mal für Mama und Papa weitergearbeitet. Auch in den Garten gehören daher Kindersicherungen.

Auch in einem kindersicheren und familienfreundlichen Garten werden Kinder einmal von der Schaukel fallen oder über eine Wurzel stolpern. Dies lässt sich nicht verhindern. Doch die wirklich gefährlichen Sicherheitslücken können Eltern relativ problemlos beseitigen und so einem Großteil möglicher Unfälle oder Vergiftungen vorbeugen. So steht dem Gartenvergnügen nichts mehr im Wege und die Eltern können sich entspannter auf der Gartenliege erholen, während die Kleinen sicher spielen.
Text: C. D.

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