Gartenteich anlegen

Ein kleiner Gartenteich
Auch in einem kleinen Garten kann man einen
Gartenteich anlegen - Foto: © D. Ott

An Gewässern in der freien Natur kann man seine Seele baumeln lassen und sich vom Alltagsstress erholen. Immer mehr Menschen wollen so eine Oase der Entspannung und Erholung auch in ihrem Garten haben. An einem Teich kann man immer wieder Neues beobachten. Seien es die farbenprächtigen Libellen beim Paarungsflug oder das Erblühen einer Teichrose. Deshalb gehört ein Gartenteich für viele in ihren Garten wie ein Baum oder Beet. Doch wie kann man diesen Wunsch realisieren?

Unsere Tipps für den Gartenteich

Was braucht man alles, um einen Gartenteich anzulegen? Wo ist der beste Standort? Ein paar Tipps finden Sie auf den folgenden Seiten:

Einen Gartenteich planen

Um sich an einem naturnahen Gartenteich erfreuen zu können, muss man einige grundlegende Sachen beachten. Als erstes geht es um die Größe und die Standortwahl des zukünftigen Teiches. Der ideale Standort ist ein Hauptkriterium bei der Planung - er sollte an einem halbschattigen Platz mit einer direkten Sonneneinstrahlung von 5-6 Stunden am Tag liegen. Darüber hinaus sollte ein Teich nicht in der Nähe von Bäumen stehen, da ein Laubeintrag die Wasserqualität erheblich beeinträchtigt und dies wiederum zu einem erhöhten Pflegeaufwand führt.

Fertige Teichbecken oder kompletter Selbstbau?

Will man einen kleinen Teich bis 5 qm anlegen, gibt es die Möglichkeit aus einer Vielzahl von vorgefertigten Teichbecken aus Glasfaserkunststoff (GFK) zu wählen. Diese haben den Vorteil, dass die Umsetzung dieses Projektes relativ unkompliziert zu realisieren ist, wenngleich bei dieser Variante der freien Formgestaltung natürlich Grenzen gesetzt sind. Größere Teiche sind mit mehr Arbeit verbunden. Sie müssen mit Teichfolie ausgelegt und die verschiedenen Tiefenzonen gestaltet werden. Hierbei kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Optimale Lebensbedingungen für Pflanzen und Fische im Gartenteich

Die Größe des geplanten Teiches hat wesentlichen Einfluss auf die Lebensbedingungen von den darin lebenden Pflanzen und Tieren. Dafür gilt die Faustregel: je größer ein Teich, desto stabiler das biologische Gleichgewicht. Soll der Teich mit Fischen besetzt werden, ist es meist unumgänglich Pumpen und Filter einzusetzen, um eine gleichbleibende Wasserqualität zu erhalten. Für den Fischbesatz gibt es eine grobe Faustregel: pro Kubikmeter Wasser bei 1 m Mindesttiefe 25 cm Fischlänge als Besatz.

Den Gartenteich bauen

Einen Gartenteich anlegen
Grube ausheben, Teichfolie auslegen, Wasser rein -
fertig ist der Gartenteich! - Foto: © WoGi

Bevor man zu Spaten und Schaufel greift, hat man idealerweise eine Skizze des geplanten Gartenteiches erstellt. Diese erleichtert die Gesamtplanung erheblich und hat zum Ziel, dass sich der Teich optimal in die Gartengestaltung einfügt. Bei Verwendung eines GFK-Beckens ist der bauliche Aufwand geringer als bei der Erstellung eines Folienteiches. Bei Ersterem werden die Umrisse des Teichbeckens am gewünschten Standort markiert und die Grube unter Beachtung der verschiedenen Tiefenzonen entsprechend ausgehoben. Um zu erreichen, dass das GFK-Becken in Waage eingebaut wird, ist es notwendig, den Teich zu nivellieren und mit feinem Sand einzuschwemmen. Beim Bau eines Folienteiches markiert man zuerst die Umrisse des Teiches, indem man die Außenlinien mit feinem Sand nachzieht, danach folgt die Markierung der verschiedenen Tiefenzonen. Jetzt ist schweißtreibender Körpereinsatz gefragt. Oder man kann auf die Hilfe eines Kleinbaggers vertrauen, denn nun muss die Grube für den Teich ausgehoben werden. Dabei wird ringsherum eine sogenannte Kapillarsperre errichtet, das heißt, es wird um den Teich herum noch mal ein 10 cm breiter Graben ausgehoben, welcher später ebenfalls mit Folie ausgelegt wird. Dies verhindert, dass die Pflanzen außerhalb des Teiches herein wachsen und das Wasser aus dem Teich ziehen. Beim Ausheben müssen Wurzeln und Steine entfernt werden, um eine Zerstörung der Folie zu vermeiden. Des Weiteren muß man darauf achten, dass die Grube nivelliert und ausgeglichen wird. Im Folgenden wird die Grube mit einer ca. 10 cm dicken Sandschicht ausgestaltet, um dann zuerst das Fließ und danach die Folie, welche vorher berechnet wurde, darauf möglichst faltenfrei auszulegen. Im darauffolgenden Arbeitsschritt wird der Teichgrund mit einer Kiesschicht überzogen.

Die Bepflanzung des Gartenteich

Nun kann man im Tiefenbereich schon Pflanzen mit Pflanzkörben einsetzen. Hier eignen sich Teich- und Seerosen besonders gut. Im weiteren Verlauf können nun die Flach-und Sumpfwasserzone mit Pflanzen wie zum Beispiel Sumpfdotterblume, Hahnenfuß und Pfeilkraut für die Sumpfzone und Kalmus, Igelkolben oder Goldkeule für die Flachzone, um nur Einige zu nennen, bepflanzt werden. Als Faustregel gilt, dass die Teichfläche mit circa 30 Prozent durch Pflanzen bedeckt sein sollte, um den Fischen Unterstand und Laichraum zur Verfügung zu stellen. Den Teich jetzt etwas ruhen lassen, damit sich die Folie bzw. das Becken noch vollständig in der Grube setzen kann und danach vollständig befüllen. Sind diese Arbeiten geschafft, geht es an die Ufergestaltung. Hier gibt es viele Möglichkeiten der Gestaltung. Sei es durch große Steine, Schieferplatten oder sehr groben Kies. Ergänzend kann noch ein Bachlauf oder ein Wasserfall mit integriert werden, hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Nach getaner Arbeit kann man am selbstangelegten Teich beobachten wie sich die ersten Libellen einfinden und wie sich die Pflanzenwelt im sowie am Teich entfaltet und einen Ort der Entspannung und Erholung zaubert.
Text: F. E.

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