Karotten anbauen - leckere Mohrrüben im Garten

Schöne Karotten in der Erde
Frische Karotten im Garten - Foto: © HandmadePictures

Mohrrüben, Wurzeln, gelbe Rüben - die Namenliste der Möhre ist lang. Besonders lecker sind Möhren aus dem eigenen Garten. Doch braucht es etwas Pflege und viel Geduld, bis das gelbe bis dunkelrote Wurzelgemüse geerntet werden kann. Dafür weiß man dann aber auch was man da auf dem Teller hat!

Tipps zum Anbau von Karotten

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele Tipps und Infos über den Anbau von Mohrrüben im Garten. Welche Karottensorten gibt es? Was ist bei der Pflege zu beachten und wie kann man Mohrrüben zubereiten?

Karottensorten

Möhren werden in drei Hauptgruppen unterschieden. Die unter der Bezeichnung Karotten bekannten Pariser Möhrchen wie die Sorte "Pariser Markt" sind klein und rund mit einem Durchmesser von vier Zentimetern. Zu den "Kurzen Stumpfen", die bis zu zehn Zentimeter lang werden, gehört "Oxheart". Lange, spitze Möhren werden als "Nantaise" bezeichnet. Die 15 Zentimeter langen Wurzeln werden am Häufigsten im Garten gezogen. "Adelaide" und "Merida" sind sehr bekannte Sorten. Mittlerweile erobern auch neue Züchtungen den Markt, die fast weiß oder tiefdunkelrot sind.

Karotten im Garten anbauen

Frische Mohrrüben im Bund
Frische Mohrrüben sind lecker
Foto: © Natika

Möhren werden ab Mitte März bis Ende April direkt in das Freiland gesät. Sie bevorzugen einen lockeren Boden, damit sie kräftige Wurzeln ausbilden können. Circa zwei Wochen vor der Aussaat wird der Boden tiefgründig gelockert. Je nach Sorte muss das Erdreich bis zu 20 Zentimeter tief durchgearbeitet werden. Etwas Kompost wird dabei gleich hinzugegeben. Wer schöne lange und gerade Möhren möchte, muss sorgsam alle Steine und Bodenverhärtungen entfernen, weil die Möhren sonst krumm werden. Der Boden wird anschließend gegossen. Dadurch kann er sich etwas setzen und der Unkrautsamen beginnt zu sprießen. Vor dem Säen der Möhren wird das Unkraut noch gezogen, um das Wuchern während der langen Keimzeit von bis zu drei Wochen etwas einzuschränken. Leicht beschleunigen lässt sich die Keimung, wenn der Samen ein paar Tage vor der Aussaat befeuchtet und auf dem Fensterbrett vorgekeimt wird. Anschließend wird an Ort und Stelle so dünn wie möglich ausgesät. Möhren sind Lichtkeimer, sie brauchen das Licht, um überhaupt keimen zu können, deshalb wird nur wenig Erde darüber gestreut. Zwischen den Reihen ist ein Abstand von 15 bis 20 Zentimetern ideal. Je nach Sorte ist nach zwei bis drei Wochen das erste Grün zu sehen.

Karotten pflegen

Möhren sind recht anspruchslos. Sie mögen einen leichten, nicht zu nährstoffreichen Boden, der in der Sonne oder im Halbschatten liegen darf. Regelmäßiges aber nicht zu häufiges Gießen ist ganz wichtig, damit die Wurzeln sich gut entwickeln können. Zweimal die Woche, bei sehr großer Hitze auch öfter, wird der Boden durchdringend gegossen. Die Nässe darf sich nicht stauen, sonst faulen die Möhren im Boden. Das Unkraut muss regelmäßig entfernt werden. Mit Düngergaben sollte der Gärtner vorsichtig sein, sie können den Geschmack und die Haltbarkeit der Möhren beeinträchtigen. Ist das erste Grün der Möhrchen zu sehen, beginnt das Pikieren, also das Vereinzeln der Pflanzen. Immer wieder werden zu dicht stehende Möhren vorsichtig herausgezogen. Je nach Sorte sollte der Abstand der einzelnen Pflanzen zum Schluss ungefähr fünf Zentimeter betragen, bis sie ab Ende Juli erntereif sind.
Übrigens können Sie neben den Möhren Oregano anbauen.

Möhrenfliegen und Wühlmäuse fernhalten

Möhren haben oberirdische und unterirdische Feinde. Die Möhrenfliege vertilgt das grüne Kraut. Im Boden sind Schädlinge wie Nematoden und Würmer für Kümmerwuchs und Fressgänge verantwortlich. Auch Wühlmäuse lieben die Wurzeln sehr. Gegen die Möhrenfliege lässt sich ein Netz spannen. Noch einfacher ist es, auf Mischkulturen zu setzen. Dafür werden zwischen die Möhrenreihen andere Gemüsesorten wie Zwiebeln, Lauchzwiebeln oder Knoblauch gepflanzt. Bärlauch ist ebenfalls gut geeignet. Der Geruch, den diese Gemüsesorten ausströmen, vertreibt sowohl die Möhrenfliegen als auch die unterirdischen Schädlinge. Sogar Wühlmäuse lassen sich durch den unangenehmen Duft teilweise fernhalten. Pikierte Pflanzen und das Möhrenkraut sollten immer vom Beet entfernt werden, da sie Schädlinge anziehen.

Roh und gekocht Mohrrüben sind vielfältig verwendbar

Ab Juli sind die Möhren erntereif. Sie werden dann vorsichtig gezogen. Karotten und "Kurze Stumpfe" sind für den sofortigen Verzehr vorgesehen. "Nantaise" eignet sich als Lagermöhre, sie lässt sich in einem kühlen trockenen Keller längere Zeit aufbewahren. Durch ihren hohen Gehalt an Karotin und Vitamin A sind Möhren ein sehr gesundes Gemüse, das auch im Rahmen von Magendiäten verwendet wird. Es lässt sich auf vielfache Weise zubereiten. Frisch geerntet schmecken Möhren roh besonders lecker. Durch die Zugabe von etwas Fett wie Olivenöl werden die wertvollen Inhaltsstoffe für den menschlichen Körper verfügbar gemacht.
Wir haben auch ein paar tolle Karotten Rezepte für Sie zusammengetragen.

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