Spargel anbauen im Garten

Spargelköpfe gucken aus der Erde
Spargel im Garten anbauen erfordert viel Geduld
Foto: © Markus Mainka

Spargel - die Königin der Gemüse - ist einfach lecker. Egal, ob mit Schnitzel und Sauce hollandaise, Schinken oder Butter. Doch leider gibt es das Stangengemüse nur kurze Zeit und oft ist guter Spargel auch richtig teuer. Warum also nicht selber anbauen?

Im eigenen Garten kann sowohl der Bleich- als auch der Grünspargel angebaut werden: Da es sich bei beiden Arten um die gleiche Pflanze handelt, haben sie die gleichen Ansprüche. Weniger Arbeit macht allerdings der herzhaftere Grünspargel - er muss nicht gedämmt werden und ist leichter zu ernten.

Tipps für den Spargelanbau im Garten

Im Folgenden geben wir einige Tipps wie man den Spargel im Garten anbauen sollte.

Wahl des Standortes

Es gibt nur wenige Böden, die den hohen Ansprüchen des Spargels in Bezug auf den Standort von Natur aus gerecht werden. Üblicherweise müssen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung getroffen werden, die jede Menge Zeit erfordern und sorgfältig aufeinander abzustimmen sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, mit der Neuanlage mindestens ein Jahr vor der Pflanzung anzufangen. Für den Anbau kommen grundsätzlich nur Beete in Betracht, die sich gut durchwurzeln lassen und im Frühling leicht erwärmbar sind. Staunasse Böden sind ebenso ungeeignet wie steinhaltige Erde.

Vorbereitung des Bodens

Zur Anlage des Spargelbeetes muss zwischen Ende März und Mitte Mai für jede Pflanzreihe ein Graben ausgehoben werden. Dieser sollte rund 20 Zentimeter breit und 40 Zentimeter tief sein. Bevor eine knapp zehn Zentimeter dicke Schicht aus Humus, Kompost oder Mist eingebracht wird, sollte die Sohle des Grabens mithilfe einer Forke aufgelockert werden. Im Anschluss wird das organische Material mit knapp fünf Zentimetern Erde bedeckt. Ein direkter Kontakt mit den Pflanzen ist zwingend zu vermeiden, da es sonst zu Anwachsungsproblemen und Verbrennungen kommen kann.

Setzen der Jungpflanzen

Teller mit Spargel, Schinken und Kartoffeln
Spargel aus dem Garten frisch auf den Teller
Foto: © Michael Tewes

Grundsätzlich ist die Anzucht eigener Spargelpflanzen durch Aussaat entsprechender Samen denkbar. Um die Wartezeit bis zur ersten Ernte abzukürzen, empfiehlt sich jedoch die Verwendung einjähriger Jungpflanzen, die aus kontrollierten und lizenzierten Vermehrungsbetrieben stammen. Die Pflanzung findet im Frühling statt - und zwar so früh wie möglich. Optimal ist der Zeitraum zwischen Ende Februar und Ende März. Es sollte jedoch gewartet werden, bis die Oberfläche des Bodens eine Temperatur von 15 Grad Celsius erreicht hat. Die Jungpflanzen werden für 10 - 15 Minuten in rund 25 Grad warmes Wasser getaucht und nach dem Abtropfen mit einem Abstand von etwa 20 Zentimetern sofort gepflanzt. Dabei sollten die fleischigen Wurzeln sternförmig auf dem Boden ausgebreitet werden. Mit einer knapp fünf Zentimeter dicken Schicht Beeterde werden die Spargelsetzlinge schließlich abgedeckt. Es dürfen keine Knospen mehr zu sehen sein.

Pflege der Spargelpflanzen

Mit der Düngung der Spargelpflanzen sollte direkt nach der Pflanzung begonnen werden. Der Graben bleibt zunächst halboffen, wird aber spätestens im nächsten Frühjahr zu einem richtigen Erddamm erweitert. Wichtig ist nicht nur die Entfernung von Unkraut, sondern auch der Schnitt des abgestorbenen Krauts ab November. Nun heißt es abwarten: Für das Wachstum der Pflanzen sind wenigstens zwei Jahre einzuplanen.

Ernte des Spargels

Die Erntezeit reicht von Ende April bis zum 24. Juni. Während der grüne Spargel gestochen wird, sobald er eine Länge von 20 Zentimetern erreicht hat, ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte des weißen Spargels gekommen, wenn das Beet die typischen Auswürfe oder Risse zeigt. Entstehende Löcher müssen wieder mit Erde befüllt werden.

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