Tomaten anbauen im Garten

Tomaten aus dem Garten
Frische Tomaten aus dem Garten sind besonders lecker! - Foto: © Frédéric Prochasson

So bauen Sie Tomaten im Garten an

Tomaten gehören zu den leckersten Sommerfrüchten. Aus dem eigenen Garten schmecken sie noch einmal so gut. Allerdings brauchen die wärmeliebenden Früchte viel Aufmerksamkeit, wenn sie gut gedeihen sollen.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob Sie geduldig sind und die Tomaten in Aufzuchtschalen aussäen wollen oder ob Sie eher ungeduldig sind und lieber kleine vorgezogene Pflanzen kaufen. Egal wofür Sie sich entscheiden die Pflanzen sollten erst ins Freie, wenn der Nachtfrost vorbei ist!

Tomatensorten - Unüberschaubare Vielfalt

Die Vielfalt der Tomatensorten ist nahezu unüberschaubar. Rote, gelbe oder sogar gestreifte Sorten in den verschiedensten Formen sind auf dem Markt. Flaschentomaten, Cocktailtomaten, Fleischtomaten - je nach gewünschtem Verwendungszweck werden die Sorten für den Garten ausgewählt. Zum sofortigen Verzehr sind Cocktailtomaten oder Kirschtomaten wie "Sweet Million" oder "Dasher" zu empfehlen. Sie lassen sich auch auf der Terrasse im Kübel ziehen. Zum Füllen sind große Fleischtomaten wie "Caspian Pink" sehr gut geeignet. "Myrto" und "Corianne" haben wenig Kerne und sind sehr fest. Mit ihnen gelingen Salate besonders gut.

Tipps zum Tomaten pflanzen

Tomaten können Ende März / Anfang April in Aufzuchtschalen ausgesät und auf die Fensterbank oder ins beheizte Gewächshaus gestellt werden. Ins Freiland dürfen die mindestens acht Zentimeter hohen Pflänzchen erst nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind. Besonders seltene Sorten muss der Gärtner selbst aussäen, da sie im Handel kaum erhältlich sind. Wer sich die Mühe sparen möchte, kann Anfang Mai fertige Setzlinge im Gartenfachhandel kaufen und sie nach dem 20. Mai an der vorbereiteten Stelle im Garten einpflanzen.

Sonniger Standort bevorzugt

viele Tomaten an einem Strauch
Tomaten im Garten anbauen macht Spaß und verspricht
reiche Ernte / Foto: © Dusan Kostic

Tomaten lieben es sonnig, an schattigen Plätzen wachsen sie sehr kümmerlich. An der gewünschten Stelle wird ein Loch ausgehoben und mit Komposterde gefüllt, denn die Tomate benötigt einen sehr nährstoffreichen Boden. Für die Tomate selbst muss das Loch anschließend so groß sein, dass der Wurzelballen nach dem Pflanzen fünf Zentimeter unter der Erde liegt. So können sich mehr Wurzeln am unteren Stammende bilden. Die Pflanze wird vorsichtig eingesetzt und der Ballen mit Erde bedeckt. Am besten wird bereits jetzt eine Pflanzhilfe mit einer Höhe von 1,20 bis 1,80 Zentimetern danebengesetzt, an dem die Tomate später emporwachsen kann. Der Pflanzabstand zwischen den Pflanzen beträgt in der Reihe 50 bis 60 Zentimeter, zwischen den Reihen sollte ein Meter Platz sein.
Übrigens können Sie neben den Tomaten Oregano anbauen

Tomaten pflegen

Wenn die Tomate heranwächst, muss sie regelmäßig angebunden werden, da sie sonst bei Wind bricht. Auch wenn sie viele Früchte trägt, braucht sie Unterstützung durch eine Pflanzhilfe. Gezogen wird nur der Hauptstamm. An den Blattachseln entwickeln sich Ausläufer, die vorsichtig abgeknipst werden müssen, der Fachmann nennt das "Ausgeizen". Anderenfalls würden zu viele Seitentriebe mit zu vielen Blütenständen entstehen, sodass die Früchte nur klein bleiben. Gegossen werden muss häufig, allerdings verträgt die Tomate weder Staunässe noch feuchtes Laub. Am liebsten mag sie weiches Wasser, ein Regenwasserfass in der Nähe erleichtert diese Arbeit. Zum Gießen wird rund um die Pflanze eine Rille gezogen, in die das Wasser gegossen wird. Sprengen mögen Tomaten übrigens gar nicht gern, der Griff zur Gießkanne ist deshalb unterlässlich. Einmal oder zweimal während der Saison sollte etwas Dünger gegeben werden. Speziellen Tomatendünger gibt es im Handel. Aber auch Jauchen aus Brennnesseln oder Beinwell haben sich bei der Tomatenpflege sehr bewährt.

Sobald die Früchte reif sind, werden sich möglichst schnell geerntet. Vorsicht beim Abpflücken ist geboten, da die Pflanze schnell brechen kann. Bis zum September darf die Tomate in die Höhe wachsen, danach wird die Spitze gekappt. So geht die Kraft in die letzten Blütenstände. Vor dem Frost werden alle noch grünen Tomaten gepflückt, damit sie auf der Fensterbank nachreifen können.

In feuchten Sommern vor Braunfäule schützen

In warmen, trockenen Sommern wachsen Tomaten sehr gut und bringen reichlich Früchte. In verregneten Sommern leiden sie unter Nässe. Die gefürchtete Braunfäule, die durch einen Pilz hervorgerufen wird, lässt die Tomaten bei hoher Luftfeuchtigkeit am Strauch verfaulen. In solchen Fällen hilft eine Abdeckung mit einer Plane, die das direkte Regenwasser von der Pflanze fernhält. Auch selbst gezimmerte Unterstände mit abnehmbarem Dach haben sich bewährt. Wichtig ist nur, dass mindestens eine Seite offenbleibt, damit das Schwitzwasser verdunsten kann. Weitere Schädlinge sind Wurzelälchen und die Tomatenfliege. Durch Mischkulturen mit Möhren, Kohl oder Spinat lassen sie sich im Zaum halten. Auch Tagetes oder Ringelblumen, die rund um das Beet gesetzt werden, halten einige Schädlinge fern. Tomaten sollten jedes Jahr an einer anderen Stelle ausgepflanzt werden, damit die Bodenschädlinge sich nicht zu stark vermehren können.

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