Gartengeräte erleichtern die Arbeit

Verschiedene Gartengeräte
Einige gängige Gartengeräte an
Foto: © thieury

Ein Garten bedeutet für viele von uns Erholung pur. Raus aus dem Alltag und rein in die grüne Oase - und dabei ist es völlig egal, ob es sich um einen großen Bauerngarten, eine kleine Parzelle im örtlichen Kleingartenverein oder dem Grundstück hinter dem Haus handelt. Im Schatten großer Obstbäume lässt es sich herrlich in einem guten Buch schmökern, auf der Wiese ein prima Fußballmatch mit dem Sohnemann organisieren und die Freude ist bei allen groß, wenn Obst und Gemüse endlich reif sind und geerntet werden können. Doch um all die Freuden des Gartens zu genießen, bedarf es natürlich auch so einiger Arbeit. Um sich diese zu erleichtern ist es sinnvoll, eine Grundausstattung an Gartengeräten parat zu haben.

Welche Gartengeräte sollte man haben?

Was zur Grundausstattung gehört, was man beim Kauf beachten sollte und wie man die Gartengeräte pflegt erfahren Sie hier:

Billiggeräte oder Markenware?

Gerade als Garten-Anfänger kann einem die Flut an diversen Gartengeräten im Baumarkt oder im Gartenfachhandel schier den Atem rauben.

Verschiedenste Geräte für die unterschiedlichsten Gartenarbeiten - und dabei haben Sie noch die Qual der Wahl. Soll es wirklich das teure Markengerät sein oder reicht nicht auch das No-Name-Produkt, an dem ein wesentlich verbraucherfreundlicheres Preisschild baumelt? Gleich vorweg: Gartengeräte werden bei jedem Einsatz auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Was nützt Ihnen die preiswerte Gartenschere, wenn diese bereits nach dem vierten Einsatz auseinander fällt? Oder ein Spaten, welcher vor der harten Erde kapituliert und sich verbiegt? Gartengeräte namhafter Hersteller haben in Punkto Qualität ganz klar die Nase vorn. Sie sind robust, lassen sich gut bedienen und überzeugen durch eine lange Lebensdauer. Bei einem Billiggerät dagegen kann es durchaus sein, dass bereits im nächsten Gartenjahr ein Neukauf ansteht.

Kleingeräte: Spaten, Harke & Co

Eine solide Ausstattung an Kleingeräten erleichtert die tägliche Arbeit im Garten enorm. Unverzichtbar sind ein guter Spaten zum Umgraben und eine Grabegabel (mit vier oder fünf Zinken) zum lockern schwerer Böden und für die Ernte von knackigem Wurzelgemüse. Zwischen Blumen und Gemüsepflanzen macht sich in regelmäßigen Abständen immer wieder Unkraut breit und treibt manche Gartenbesitzer schier zur Verzweiflung. Mit einer kleinen Hacke lässt sich dieses leicht entfernen. Unerwünschte Tiefwurzler, wie beispielsweise der Löwenzahn, können mit einem Unkrautstecher problemlos ausgemerzt werden. Zum schneiden von Blumen und zum Rückschnitt diverser Gewächse wird eine Gartenschere benötigt. Diese sollte sehr scharf sein, damit die Pflanzen nicht gequetscht werden. Auch eine Gartenharke sollte in keiner grünen Oase fehlen. Mit ihr kann der Boden geharkt und glatt gezogen werden. Laub und Rasenschnitt lässt sich mit einem Heurechen oder Laubbesen gut zusammenfegen. Ein Pflanzstecher zum Setzen von Jungpflanzen kann eine sinnvolle Ergänzung der Geräteausstattung darstellen. Egal ob Kohlrabi, Blumenkohl, Rosen oder Astern: alle Gartenpflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Ein spezielles Bewässerungssystem ist dafür allerdings nicht notwendig. Mit zwei Gießkannen (einer großen und einer kleinen) kommen Sie locker über die Runden. Gartenarbeit macht Spaß und bietet jede Menge Entspannung. Doch das Wühlen in der Erde beansprucht auch die Hände. Daher ist es ratsam, immer ein Paar gute Gartenhandschuhe parat zu haben.

Großgeräte: Rasenmäher, Häcksler & Schubkarre

Wer einmal den Rasen mit der Hand gemäht hat, der weiß, dass diese Arbeit ganz schön an die Substanz gehen kann. Vor allem dann, wenn die Temperaturen im Sommer mal wieder tropische Werte erreichen. Für kleinere Rasenflächen sind die mechanischen Modelle durchaus eine umweltfreundliche Alternative, doch wer größere Grünflächen mähen muss, der greift doch eher auf einen elektrischen Rasenmäher oder sogar auf einen Benzinmäher zurück. Leicht gängige Modelle erfordern deutlich weniger Kraftaufwand und ein Mäher mit Fangkorb erspart das mühevolle Zusammenrechen des Rasenschnittes. Eine Hecke bietet Sichtschutz und umgrenzt den Garten auf natürliche Weise. Mit einer Heckenschere kann diese gut gestutzt werden und erhält so die optimale Voraussetzung für einen neuen Austrieb. Ob ein Häcksler eine sinnvolle Anschaffung darstellt, das muss jeder Gartenfreund selbst entscheiden. Bei wem regelmäßig große Mengen Heckenschnitt anfallen, der ist dankbar über diesen elektrischen Zerkleinerer. Unverzichtbar für den Kleingärtner ist die Schubkarre. Sie hilft nicht nur in der Phase der Gartengestaltung die Erde von A nach B zu bewegen, sondern mit ihr kann auch der Grünschnitt zum Komposter und im Fall der Fälle (Gartenparty!) der Kasten Bier nebst Grillgut vom Auto in den Kühlschrank des Gartenhäuschens transportiert werden.

Aufbewahrung und Pflege der Gartengeräte

Hochwertige Gartengeräte sind nicht gerade preiswert. Damit Sie lange Freude daran haben, bedarf es natürlich einer ordnungsgemäßen Aufbewahrung und Pflege. Lagern Sie Ihre Gartenwerkzeuge immer an einem regengeschützten, trockenen Ort. Am besten eignet sich hierfür ein kleines Gerätehaus. Befreien Sie die Arbeitsgegenstände unbedingt nach jedem Einsatz gründlich von daran haftender Erde und trocknen Sie diese ab, da Nässe die Bildung von Rost begünstigt. Vor der Winterpause entfernt eine Drahtbürste lose Rostpartikel. Hacke, Spaten & Co sollten anschließend mit einem in Öl getränkten Lappen abgerieben werden. Überprüfen Sie unbedingt vor der neuen Saison, ob alle Werkzeuge noch in einwandfreiem Zustand sind. Eventuell muss das eine oder andere Gerät geschärft oder neu eingestellt werden. Vieles lässt sich selbst erledigen, doch für manche Wartungsarbeiten ist es besser, den Profi aufzusuchen.

Eine Grundausstattung an Geräten benötigt jeder Gärtner. Welche Arbeitsmittel darüber hinaus sinnvoll sind, das hängt entscheidend von der Größe des Gartens und dessen Nutzung ab. Doch nicht immer muss ein Gartengerät eine teure Anschaffung bedeuten. Gerade in Kleingartenanlagen kann es durchaus sinnvoll sein, wenn sich mehrere Gartenfreunde zusammenschließen und selten genutzte Großgeräte gemeinsam erwerben und miteinander teilen.
Text: K. L.

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