Milben als Allergieauslöser

Häufig sind auch verschiedene Milben als Allergieauslöser bekannt. Sie können dabei ähnlich wie Parasiten auf Mensch und Tier leben, sind mitunter sogar in Lebensmitteln enthalten. Als bekannteste Milben gelten die Hausstaubmilben. Sie sind von enormer Bedeutung als Allergieauslöser. Die Milben selbst zählen zu den Spinnentieren und sind weltweit zu finden. Lediglich den arktischen Raum, Hochgebirge und Wüsten meiden sie als Lebensraum. Insgesamt wurden bisher bereits 30.000 verschiedene Arten von Milben entdeckt, wobei aber längst nicht alle für die Auslösung von Allergien verantwortlich sind. Die wichtigsten Milben als Allergieauslöser sollen hier nun einmal kurz vorgestellt werden.

Milben, die am häufigsten Allergien auslösen

Angefangen bei der Speisemilbe über die Hausstaubmilbe bis hin zur Heumilbe gibt es ganz unterschiedliche Milben, die Allergien auslösen können.

Die Speisemilbe II

Die Speisemilbe II wird ebenfalls als Mehlmilbe bezeichnet. Der lateinische Name lautet Acarus siro. Diese Milben werden auch als Vorratsmilben bezeichnet und finden ihren Lebensraum hauptsächlich in Mehl, Heu und Getreideprodukten. Sie können aber genauso im Hausstaub vorkommen, wo sie sich von Schimmelpilzen ernähren. Obwohl die Speisemilben II ganzjährig vorkommen, ist in den Sommermonaten eine erhöhte Gefahr zu sehen. Die Milben wachsen ideal bei 30 Grad Celsius und vermehren sich bei dieser Temperatur sogar besonders gut. Die Luftfeuchtigkeit von 80 bis 85 Prozent ist die optimale Lebensgrundlage.

Die Bettmilbe

Die Bettmilbe ist auch bekannt als Gebirgs-Hausstaubmilbe oder amerikanische Hausstaubmilbe, ihr lateinischer Name lautet Dermatophagoides farinae. Diese Milben sind in nahezu jedem Haushalt vorhanden, sie finden sich in Betten, Matratzen, auf Haustieren, in Teppichen, seltener auch in Heu und Getreideprodukten. Sie ernähren sich vorrangig von organischen Stoffen, wie den menschlichen Hautschuppen, können aber gleichermaßen Schimmelpilze und Mehlprodukte verwerten. Die optimale Temperatur für die Vermehrung und das Wachstum liegt bei 25 Grad Celsius, die optimale Luftfeuchtigkeit bei 75 Prozent. Deshalb kommt die Bettmilbe ebenso am häufigsten in den späten Sommermonaten vor. Die Bettmilbe selbst verursacht allerdings keine Allergien, das Allergen ist in den Exkrementen der Milben zu finden.

Die Hausstaubmilbe

Die Hausstaubmilbe oder Bettmilbe bzw. europäische Hausstaubmilbe wird im Lateinischen als Dermatophagoides pteronyssinus bezeichnet. Sie lebt ebenfalls in fast allen Haushalten der Welt, insbesondere in Matratzen, auf Polstermöbeln, Teppichen und Haustieren. Sie ernährt sich vorrangig von menschlichen Hautschuppen und Schimmelpilzen. Die Hausstaubmilbe fühlt sich bei 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 80 Prozent am wohlsten. Am häufigsten tritt sie im Spätsommer und Herbst auf, ist aber das ganze Jahr über vorhanden. Auch hier enthält der Kot der Milben wieder die Allergene.

Die Heumilbe

Die Heumilbe wird genauso als Vorratsmilbe oder Pflaumenmilbe bezeichnet. Der lateinische Name lautet Glycyphagus destructor. Die Heumilbe zählt zu den Vorratsmilben und findet sich vorrangig in Ställen, auf Lebensmittel- und Tierfuttervorräten, sowie auf Gras. Sie tritt nur bei optimalen Bedingungen ganzjährig auf. Diese liegen in Temperaturen von 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent. Die Heumilben ernähren sich von Mehl und Reis, von Schimmelpilzen, sowie toten Insekten und anderen organischen Materialien.

Die Modermilbe

Die Modermilbe zählt ebenfalls zu den Heumilben und wird im Lateinischen unter dem Namen Tyrophagus putrescentiae geführt. Sie findet sich saisonal, insbesondere im Sommer in fast allen Haushalten. Vorrangig lebt sie auf Tierfutter und Lebensmittelvorräten, dabei ernährt sie sich von organischen Stoffen, wie Nüssen, Käse und Eiern, aber auch von Schimmelpilzen. Die optimalen Temperaturen für die Vermehrung liegen bei 32 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit sollte bei 90 Prozent liegen.

Was tun bei Milbenallergie?

Haben Sie den Verdacht unter einer Milbenallergie zu leiden, sollten Sie einen Allergologen aufsuchen. Nach einem Gespräch und einem Allergietest kann es mit der Behandlung losgehen. Der Arzt wird Ihnen entsprechende Medikamente verschreiben. Es ist aber auch sehr wichtig, dass Sie zuerst einmal den Allergieauslöser los werden. Haben Sie eine Hausstaubmilbenallergie sollten Sie Decken, Kisen, Matratzenbezüge und ähnliches mindestens einmal im Monat waschen. Lüften Sie häufig. Haben Sie einen Teppich in der Wohnung sollten Sie diesen gegen Laminat oder ähnliches austauschen.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Hinweise geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens!
Text: B. L.

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