Pollen von Gräsern als Allergieauslöser

Gräser als Allergieauslöser
Pollen von Gräsern können Allergien auslösen
Foto: © Garten-und-Tipps.de

Auch die Pollen verschiedener Gräser sind häufige Allergieauslöser. Je nach Grasart kommen dabei unterschiedlich starke und aggressive Pollen hervor, die Allergikern mehr oder weniger zu schaffen machen.

Welche Gräserpollen können Allergien auslösen?

Nachfolgend haben wir die am häufigsten auftretenden Gräserpollen aufgelistet. Sie erfahren unter anderem wann und wo diese Gräser blühen und somit Allergien auslösen können. Außerdem weisen wir auch auf Kreuzallergien hin.

Pollen des aufrechten Glaskrauts

Das aufrechte Glaskraut stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und kommt noch heute recht selten in Deutschland vor. Wenn es doch einmal auftritt, dann vorrangig in der Nähe von Gebüsch. Dabei bevorzugt das Glaskraut Stein- und Lehmböden, die viele Nährstoffe enthalten. Es blüht zwischen Juni und September und findet als Allergen hierzulande aufgrund der Seltenheit der Pflanzen kaum Bedeutung. Im Mittelmeerraum dagegen zählt das Glaskraut zu den häufigsten Allergieauslösern, insbesondere bei Heuschnupfen. Kreuzallergien können beispielsweise mit Brennnesseln auftreten.

Pollen des Flughafers

Der Flughafer ist häufig auf Getreidefeldern als Unkraut anzutreffen und bevorzugt Stein- und Tonböden mit vielen Nährstoffen. Das Gras blüht von Juni bis August und ist sehr aggressiv. Es besteht zudem eine hohe Gefahr von Kreuzallergien mit fast allen anderen Gräsern.

Pollen der Gerste

Die Gerste blüht ebenfalls zwischen Juni und September und bevorzugt Lehm- und Lößböden. Diese sollten alkalisch und mäßig trocken sein. Die Gerste gilt als Kulturpflanze und blüht zwischen Juli und September. Bei der Gerste kommt es nur zu einem geringen Pollenflug, weshalb die Gefahr dieser Allergene gering ist. Nur durch Kreuzallergien kann es zu schwereren Sensibilisierungen kommen.

Pollen des Glatthafers

Der Glatthafer blüht von Juni bis Juli. Er findet sich häufig an Wegrändern, bevorzugt dabei aber nährstoffreiche und alkalische Lehmböden. Eine einzige Pflanze kann bis zu 3,7 Millionen Pollen entwickeln, außerdem kommt es sehr häufig zu Kreuzallergien mit fast allen anderen Gräsern, so dass die Gefahr, gegen Glatthafer eine Allergie zu entwickeln, sehr groß ist.

Pollen des Hafers

Der Hafer zählt zu den Kulturpflanzen und wächst vorrangig auf sandigen Lehmböden. Er blüht von Juli bis August, wobei es jedoch nur zu einem geringen Pollenflug kommt. Dadurch wird der Pollen des Hafers auch nur selten von Bedeutung für die Entstehung von Allergien sein.

Pollen des Honiggrases

Das Honiggras wächst vorrangig auf feuchten Weiden und Wiesen. Es liebt kühle Ton- und Lehmböden. Die Blüte findet von Juni bis Juli statt. Durch die Kreuzallergien, die sich zu allen anderen Gräsern entwickeln können, sind die Pollen des Honiggrases von besonders hoher Bedeutung.

Pollen des Hundszahngrases

Das Hundszahngras wächst mit anderen Unkräutern auf Lehm-, Sand- und Tonböden. Es blüht von Mai bis August und ist von hoher Bedeutung für die Entstehung von Allergien. Allerdings sind Kreuzallergien mit anderen Gräsern deutlich seltener, als sonst üblich.

Pollen des Knäuelgrases

Zwischen Mai und August blüht das Knäuelgras, das häufig auf Fettwiesen wächst, aber auch oft mit anderen Unkräutern zusammen gedeiht. Es gilt in Deutschland als eines der wichtigsten Gräser für die Auslösung von Allergien. Außerdem besteht die Gefahr von Kreuzallergien bei allen anderen Gräsern.

Pollen des Lolchs

Die Blütezeit des Lolchs dauert von Mai bis Juli. Die bevorzugten Böden sind Lehm- und Tonböden. Häufig findet sich der Lolch an Wegrändern, auf dem Rasen oder in Fettweiden. Die Kreuzallergien bilden sich sehr stark mit allen anderen Gräsern aus.

Pollen des Mais

Der Mais blüht von Juli bis September und wird als Kulturpflanze angebaut. Vorrangig findet er sich auf Ton- und Lehmböden, die reich an Nährstoffen sind. Die Pollen des Mais sind mit Exinefäden versehen, auch die geringe Größe verhindert einen starken Pollenflug. Obwohl die Pollen als sehr aggressiv gelten, sind sie für Allergien seltener von Bedeutung, was auf den mäßigen Pollenflug zurückzuführen ist. Wer allerdings auf Mais reagiert, sollte die Maisfelder während der Blütezeit meiden.

Pollen des Rispengrases

Zwischen Mai und Juli blüht das Rispengras, das sich auf Wiesen, Weiden und Rasen ebenso findet, wie an den Wegesrändern und Dämmen. Bevorzugt werden dabei Standorte mit nährstoffreichen Lehmböden. Die Pollen vom Rispengras sind nicht zuletzt aufgrund dessen starker Verbreitung sehr gefährlich und zählen zu den häufigsten Allergieauslösern in Deutschland. Zudem besteht eine hohe Gefahr der Kreuzallergien mit allen anderen Gräsern.

Pollen des Ruchgrases

Das Ruchgras bevorzugt trockene Lehmböden mit hohem Kalkanteil und vielen Nährstoffen. Häufig findet man es auf Wiesen und Weiden, sowie in Laubwäldern. Es blüht zwischen April und Juni und die Pollen sind von großer Bedeutung als Allergieauslöser. Sie führen ebenfalls zu Kreuzallergien mit allen anderen Gräsern.

Pollen des hohen Schwingels

Die Blütezeit des hohen Schwingels ist zwischen Juni und Juli. Er kommt in Fett- und Moorwiesen ebenso vor, wie an den Rändern von Wegen. Nährstoffreiche und alkalische Lehmböden werden vom hohen Schwingel bevorzugt. Auch die Pollen dieser Pflanze sind von großer Bedeutung für Allergien und führen häufig zu Kreuzallergien mit allen anderen Gräsern.

Pollen des Straußgrases

Das Straußgras blüht ebenfalls von Juni bis Juli und findet sich an Wegen, in Gärten und Ackerflächen. Bevorzugt wird ein feuchter und nährstoffreicher Boden. Das Straußgras bildet sehr viele Pollen aus, die zu Kreuzallergien mit allen anderen Gräsern führen können.

Pollen des Weizens

Der Weizen blüht zwischen Juli und August und bevorzugt einen Lehmboden. Als Kulturpflanze wird er auf Ackerflächen angebaut. Allerdings kommt es nur zu geringen Pollenkonzentrationen in der Luft, so dass der Weizen eine eher geringe Rolle als Allergieauslöser spielt, wenngleich er zu Kreuzallergien mit den meisten anderen Gräsern führt.

Pollen des Wiesenfuchsschwanzes

Zwischen Mai und Juni blüht der Wiesenfuchsschwanz, der auf feuchten Wiesen und Weiden wächst. Er liebt Lehm- und Tonböden, die reich an Nährstoffen sind. Kreuzallergien können mit allen anderen Gräsern auftreten, die Pollen dieser Pflanze gelten als einer der häufigsten Allergieauslöser.

Pollen des Wiesenlieschgrases

Die Blütezeit dieses Grases dauert von Mai bis September an. Sowohl in Parks, als auch auf Wegen und Weiden findet sich das Wiesenlieschgras, sofern mäßig feuchte und nährstoffreiche Böden vorhanden sind. Die Pollen dieses Grases zählen mit zu den häufigsten Allergieauslösern und führen zu Kreuzallergien mit allen anderen Allergenen.
Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Hinweise geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens!
Text: B. L.

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