Pollen von Bäumen als Allergieauslöser

Bäume als Allergieauslöser
Pollen von Birken und anderen Bäumen können
Allergien auslösen - Foto: © Garten-und-Tipps.de

Zahlreiche unterschiedliche Auslöser sorgen für die Entstehung einer Allergie. Besonders häufig sind die Pollen von Bäumen als solche Allergieauslöser zu bezeichnen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Bäumen, die eine mehr oder minder starke Allergie auslösen können.

Welche Baumpollen können Allergien auslösen?

Hier haben wir mal die am häufigsten auftretenden Pollen aufgeführt. Sie erfahren hier u.a. wann und wo die Pollen auftreten können.

Die Birkenpollen

Als einer der bekanntesten Vertreter im Bereich der Allergieauslöser gelten die Birkenpollen. Die Birkenpollen wachsen vorrangig in lichten Wäldern und Mischwäldern und bevorzugen einen sauren und kargen Boden. Sie blühen zwischen April und Mai und gelten in Deutschland als eines der wichtigsten Allergene überhaupt. In Skandinavien werden die meisten Allergien durch Birkenpollen ausgelöst, wohingegen die Pollen im Mittelmeerraum kaum Bedeutung haben. Oftmals entstehen auch Kreuzallergien, wenn auf Birkenpollen reagiert wird. Sie treten unter anderem in Verbindung mit Edelkastanien, Eichen, Rotbuchen, Hasel, Erle und Hainbuche auf. Ebenfalls kommt es häufig zu Kreuzallergien gegen Birkenpollen und Steinobst, sowie Kernobst.

Die Buchenpollen

Die Buche ist ebenfalls als Allergieauslöser bekannt, allerdings kommt ihr eine deutlich geringere Bedeutung, als der Birke zu. Sie blüht zur gleichen Zeit wie die Birke, wodurch es mit dieser, sowie mit Erle, Eiche oder Hasel zu Kreuzallergien kommen kann. Buchen fühlen sich vorrangig auf sandigen, sonnigen und warmen Standorten wohl.

Die Eichenpollen

Auch die Eiche zählt zu den Früh-Mittelblühern und kommt im April und Mai zur Blüte. Bei der Eiche handelt es sich um ein Allergen mittlerer Bedeutung. Eichen wachsen bevorzugt in Misch- und Laubwäldern. Sie fühlen sich auf Lehm- und Tonböden besonders wohl. Es kann bei einer Allergie gegen die Pollen der Eiche zu Kreuzallergien mit Hasel, Buche, Birke und Erle kommen.

Die Erlenpollen

Die Erle gehört zu den Frühblühern und blüht in der Zeit von Februar bis April. Sie wächst bevorzugt in Auen und Bruchwäldern, aber auch direkt am Wasser, insbesondere an Flüssen und Bächen. Bevorzugter Boden der Erle ist Tonboden, aber auch Sand- und Kiesböden sind häufige Standorte. Wichtig ist, dass der Boden reich an Nährstoffen ist. Die aggressiven Pollen der Erle haben eine hohe Bedeutung als Allergieauslöser in Deutschland. Zudem führen sie zu Kreuzallergien mit Birke, Eiche, Buche und Hasel.

Die Eschenpollen

Von März bis April blüht die Esche, die ebenfalls zu den Frühblühern zählt. Sie wächst vorrangig in Auen und an Bächen und Flüssen, sowie in Schluchtwäldern. Bevorzugte Böden sind lehmig. Die Bedeutung als Allergieauslöser ist etwa mittelstark und die Allergie gegen Pollen der Esche geht häufig mit Kreuzallergien gegen den Olivenbaum einher.

Die Espenpollen

Die Espe zählt zu den Frühblühern und blüht von März bis April. Sie wächst in lichten Wäldern und an Waldrändern. Ebenfalls kann sie als Hecke auftreten. Die Bedeutung als Allergen ist bei der alkalische Böden liebenden Espe eher gering, dennoch kann es zu Kreuzallergien mit der Birke kommen.

Die Hainbuchepollen

Auch die Hainbuche blüht in der Zeit von April bis Mai. Allerdings zählen die Pollen der vorrangig in grasreichen Laubwäldern vorkommenden Bäume zu den Allergenen, die nur von geringer Bedeutung sind. Die Hainbuche bevorzugt mäßig nährstoffreiche Böden, die trocken sein sollten. Kreuzallergien können mit Birke, Erle und Hasel auftreten.

Die Haselpollen

Auch die Pollen der Hasel sind als äußerst aggressiv einzustufen. Die Hasel blüht zwischen Januar und März und zählt damit zu den Frühblühern. Vorrangig findet sie sich in Laubwäldern, genauer gesagt in deren Unterholz. Bevorzugt werden Stein- und Lehmböden, die besonders reich an Nährstoffen sind. Auch bei den Haselpollen treten häufig Kreuzallergien mit Erle, Rotbuche und Birke auf.

Die Kastanienpollen

Obwohl die Kastanie von Insekten bestäubt wird, finden sich in ihrer Nähe recht viele Pollen. Sie sind allerdings nur von mittlerer Bedeutung als Allergene in Deutschland. Die Kastanie wächst gerne auf Sand- und Lehmböden. Sie findet sich vorrangig in Parks und Alleen. Die Blütezeit der Kastanie liegt zwischen April und Juni.

Die Kieferpollen

Die Kiefer wächst auf Schotter und Fels, vorrangig in Nadelwäldern, aber auch in Mooren. Sie blüht von Mai bis Juni und es kommt eine recht hohe Pollenbelastung in der Umgebung der Bäume auf. Jedoch sind die Pollen nur von geringer Bedeutung, da selten Sensibilisierungen auftreten. Allerdings zählen die Pollen der Kiefer zu den aggressivsten der Nadelbäume.

Die Lindenpollen

Auch die Linden sind zu den Bäumen zu zählen, die von Insekten bestäubt werden, aber dennoch reichlich Pollen entwickeln. Diese Bäume wachsen vorrangig in Mischwäldern und Parkanlagen. Sie lieben feuchte Böden und blühen von Juni bis Juli. Allerdings sind die Pollen der Linden nur von geringer Bedeutung, was Allergien angeht.

Die Olivenbaumpollen

Der Olivenbaum blüht zwischen April und Juni und zählt zu den Kulturpflanzen. Seine Pollen haben in Deutschland nur eine geringe Bedeutung, im Mittelmeerraum entstehen allerdings sehr viele Allergien aufgrund der Pollen des Olivenbaums. Ebenfalls treten häufig Kreuzallergien mit anderen Ölbaumgewächsen auf, zu denen vorrangig die Esche, der Flieder und Liguster zählen.

Die Platanenpollen

Platanen werden hierzulande nur in Parks und an Straßenrändern zu finden sein. Die Blütezeit ist zwischen Mai und Juni. Allerdings ist die Gefahr, eine Allergie auf die Pollen der Platane zu entwickeln, gering, da die Bäume hierzulande recht selten vorkommen. Im Mittelmeerraum dagegen führt die Platane häufiger zu Allergien, insbesondere in Spanien und der Türkei.

Die Schwarz- und Silberpappelpollen

Die Schwarz- und Silberpappeln blühen zwischen März und April und zählen damit zu den Frühblühern. Sie wachsen vorrangig auf feuchten und nährstoffreichen Böden. Häufig finden sich die Pappeln in lichten Wäldern, an Flüssen und Seen, sowie in Parks. Allerdings führen die Pollen der Pappeln eher selten zu einer Allergie.

Die Ulmenpollen

Auch die Ulmen zählen zu den Frühblühern und blühen von März bis April. Sie wachsen an Waldrändern und lichten Wäldern, sowie auf Auen. Ebenfalls suchen sie nährstoffreiche Böden, idealerweise Tonböden. Die Gefahr der Pollen von Ulmen ist dabei als mittelschwer anzusehen.

Die Weidenpollen

Auch Weiden wachsen bevorzugt an den Waldrändern und -lichtungen. Sie blühen von März bis April und bevorzugen Standorte mit feuchten und sauren Lehmböden, die viele Nährstoffe enthalten. Die Pollen führen jedoch nur selten zu einer Allergie.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Hinweise geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens!
Text: B. L.

[ Zum Seitenanfang ]