Bohnen pflegen

Bohnen im Garten und eine Gießkanne
Tipps zum Bohnen pflegen - Foto: © Patryssia

Im Garten können sowohl Stangen- wie auch Buschbohnen wachsen. Sie sind das ideale Gemüse für jeden Hobbygärtner, da sie sich leicht anbauen lassen und in nur wenigen Wochen zu erntereifen Früchten führen. Nachfolgende Tipps verraten, wie sich die Pflanze im heimischen Garten kultivieren und pflegen lässt.

Boden- und Standortansprüche

Bohnen benötigen eine Bodentemperatur von nicht weniger als 10 Grad. Aus diesem Grund werden sie erst nach den Eisheiligen gesetzt. Je höher die Bodentemperaturen sind, desto widerstandsfähiger sind sie gegenüber Schädlingen und Krankheiten und umso schneller wachsen sie.

Die Samen können bis Ende Juni ins Beet gebracht werden. Eine frühere Ernte kann man erzielen, wenn die Pflanzen bereits ab Mitte April auf einer Fensterbank vorgezogen werden. Pro Topf sollten nicht mehr als 4 bis 6 Bohnen gesetzt werden. Idealerweise werden die Saatbohnen im Freien in ein 2 bis 3 cm tiefes Loch mit einem Durchmesser von ungefähr 8 cm gelegt. Anschließend werden die Bohnen mit einer etwa 3 cm dicken Erdschicht bedeckt und in regelmäßigen Abständen gewässert. Bohnen verlangen einen humusreichen, tiefgründigen Boden. Gedüngt wird mit organischem Dünger und Kompost, welcher nur wenig Stickstoff enthält, beispielsweise Knochenmehl oder Holzasche. Ferner wollen die Bohnen möglichst windgeschützt und sonnig stehen. Die Aufzucht der Bohnen ist relativ einfach, sofern zwei Dinge beherzigt werden: Sie benötigen in den ersten Tagen nicht viel Wasser und sind äußerst kälteempfindlich.

Stangen- und Buschbohnen mit unterschiedlichen Wachstumsanforderungen

Ist die Entscheidung zu Gunsten von Stangenbohnen gefallen, sollte vor dem Setzen der Samen eine Rankhilfe aufgebaut werden. Hierzu eignen sich sogenannte Stangenzelte, die pyramidenförmig aufgestellt werden. Es genügt aber auch, einzelne, ungefähr 2 Meter lange Stangen im Abstand von etwa 70 bis 80 cm in den Boden einzugraben. Als sogenannte Linkswinder werden sich die Ranken gegen den Uhrzeigersinn um die Rankhilfen legen. Stangenbohnen können hierbei leicht eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen, wobei die Blüten etwa 2 cm lang sind. Ungefähr ab Mitte bis Ende Juli und dann bis Anfang Oktober können die Stangenbohnen geerntet werden - zumeist dann, wenn die Bohnen in der Hülse noch nicht ausgewachsen sind. Buschbohnen werden reihenweise gesetzt und benötigen für ein gesundes Wachstum Platz. Hierbei muss zwischen den einzelnen Pflanzlöchern ein Abstand von ungefähr 40 cm eingehalten werden. Diesen Abstand sollten aber auch die einzelnen Reihen aufweisen. Haben die Buschbohnen eine Höhe von ungefähr 10 cm erreicht, sollte die Erde rings um die Pflanze angehäuft werden, um der Pflanze mehr Stabilität zu verleihen. Erhältlich sind Buschbohnen in mehreren Sorten. Die frühe Bohne steht Ende Juni, die späte hingegen erst ab Anfang August zur Ernte bereit. Die ersten Bohnen können nach etwa 10 Wochen, wenn die Kletterpflanze eine Höhe von etwa 2 Metern erreicht hat, geerntet werden.

Bohnen gießen und düngen

Erst von der Blüte bis zum Fruchtansatz ist eine gute Wasserversorgung für eine erfolgreiche Ernte der Stangenbohnen entscheidend. Kommen die ersten Keime aus dem Boden zum Vorschein, sollte der Grund der Bohnenbeete einmal je Woche gründlich mithilfe eines Wasserschlauchs getränkt werden, der 10 bis 15 Minuten im Beet liegengelassen wird. Vor der Keimung sollte hingegen wenig gegossen werden. Allzu stark kalkhaltig sollte das Wasser nicht sein. Zum Düngen reicht es aus, wenn rundum die Pflanze etwas Kompost unter die Erde gehoben und anschließend gewässert wird. Für gewöhnlich ist es nicht erforderlich, die Bohnen vor dem Winter zu verschneiden. Allerdings kann dies dann angebracht sein, wenn sich einzelne Triebe stark verknoten oder so ungünstig liegen, dass sie eine erfolgreiche Ernte verhindern. Wird zwischen den Pflanzen Bohnenkraut platziert, profitieren die Bohnenpflanzen von einer natürlichen Abwehr gegen Blattläuse. Alternativ hierzu können die Bohnen mit Brennesselwasser übergossen werden. Grundsätzlich sollten die Bohnen nie bei nassem Wetter gepflückt oder angefasst werden, weil ansonsten die Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten steigt. Braun, schwarz oder gelblich verfärbte Teile der Pflanze sind unverzüglich zu entfernen, da dies ein Anzeichen für einen Befall mit Schädlingen und Krankheiten ist. Macht sich Bohnenrost breit, sollten erste kranke Blätter frühzeitig abgepflückt und vernichtet werden. In einem solchen Fall ist es zudem angebracht, für die kommenden Jahre die Anbaufläche zu wechseln.

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