Zucchini anbauen im Gemüsegarten

Zucchini im Garten
Zucchini im Gemüsegarten - Foto: © L.Bouvier

Während Zucchini noch vor wenigen Jahren als Exoten galten, gehören sie heute zu den beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands. Angesichts ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist das auch kein Wunder: Die gurkenähnlichen Früchte schmecken sowohl roh als auch gekocht, gegrillt oder gebacken. Sogar die Blüten sind zum Verzehr geeignet und geben sommerlichen Salaten einen besonderen optischen Pfiff. So einfach wie die Weiterverwendung ist der Anbau bzw. die Gewinnung von Zucchini allerdings nicht.

Tipps für den Anbau von Zucchini

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele Tipps und Infos über den Anbau von Zucchini im Garten:

Vor der Aussaat einweichen

Welche Ansprüche die Zucht von Zucchini stellt, wird bereits vor der Aussaat deutlich: Damit die festen Kerne schneller keimen, sollten sie in der Nacht zuvor gut gewässert werden. Die Anzucht erfolgt in kleinen Töpfen an einem sonnigen Standort. Idealer Zeitpunkt hierfür ist der beginnende April.

Viel Platz an der Sonne

Sobald frostfreie Nächte garantiert sind können die vorgezogenen Zucchini-Pflänzchen ins Freie gesetzt werden. Hier benötigen sie einen hellen, durchgehend warmen Standort. Als nahe Verwandte des Kürbis beanspruchen sie sehr viel Platz, so dass der Abstand zwischen den einzelnen Exemplaren mindestens 80 cm betragen sollte. Wer diesen Platz nicht zur Verfügung stellen kann oder will, greift auf buschige Zucchini-Sorten zurück oder lässt die Kriechpflanzen an Rankhilfen emporwachsen.

Zucchini im Garten ernten
Wann sollte man die Zucchini ernten? - Foto: © Kzenon

Empfindlich gegen Trockenheit und Unkraut

Auch auf der Außenanlage benötigen Zucchini weiterhin Pflege. Neben besonders nährstoffreichem und lockerem Boden brauchen sie viel Feuchtigkeit und Schutz vor Unkräutern. Aus diesem Grund sollte das Erdreich um die Pflanzen herum regelmäßig gegossen und von einer Mulch-Schicht umgeben werden.

Notfalls manuell bestäuben

Einen weiteren kritischen Punkt in der Aufzucht bildet die Vermehrung. Herrschen ungünstige klimatische Bedingungen, werden die weiblichen Zucchini-Blüten nur unzureichend bestäubt, so dass die Pflanze keine Früchte ausbildet und manuelle Hilfe erforderlich ist. Wachsen daraufhin kleine Zucchini, dürfen diese keinen Bodenkontakt haben, weil es sonst zu Fäulnisbildung kommt.

Jung ernten und schnell verbrauchen

Da die Früchte mit zunehmendem Alter fad schmecken und verholzen, erfolgt die Ernte in einem relativ frühen Stadium. Bereits nach 6-8 Wochen können die ersten Zucchini abgenommen werden. An ihrer Stelle bilden sich rasch neue Blüten, so dass die Pflanzen mehrmals im Jahr Ertrag bringen. Die Früchte bleiben rund zwei Wochen frisch, dürfen aber nicht unter 10ºC lagern, weil sie anderenfalls weich und bitter werden.

Zucchini weiterverarbeiten

Wie eingangs erwähnt lassen sich Zucchini auf sehr vielfältige Weise weiterverarbeiten. Man kann sie grillen, in Aufläufen, Suppen und Salaten verarbeiten. Sehr lecker sind auch gefüllte Zucchinis. Wer mag kann die Zucchinis auch in Scheiben geschnitten in etwas Olivenöl braten und als Beilage servieren.

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