Mücken im Garten

Eine Mücke im Garten
Was hilft gegen Mücken im Garten?
Foto: © Michael Tieck

Kaum dass der Sommer naht und die Tage und Nächte wieder lau werden, sind sie auch schon da: unzählige Mücken. Statt erholsamer Stunden abends auf der Terrasse zu verbringen, heißt es dann: die Plagegeister jagen. Das unangenehme Summen im Ohr hält so manchen vom Einschlafen ab. Und erholsamer Schlaf ist mit einem juckenden Mückenstich schon gar nicht möglich. Da wird es Zeit, zu handeln.

Wie kann man Mücken bekämpfen?

Doch hat man erstmal Mücken im Garten gelangen sie auch schnell ins Haus. Und dann hat man doppelt Ärger. Deshalb hier einige Tipps zum Mücken bekämpfen im Garten und in der Wohnung.

Mücken im Garten bekämpfen

Der Garten ist eine ideale Brutstätte für Mücken. Die Weibchen legen ihre Eier in sämtliche Gewässer, so etwa den Gartenteich oder die Regentonne. Da wird das gemütliche Treffen mit Freunden auf der Terrasse schnell zur Mückenjagd umgemünzt.

Decken Sie wenn möglich offen stehende Behältnisse mit Wasser ab, wie etwa die Regentonne oder leeren Sie herumstehende Gießkannen und Gefäße. Haben Sie einen Gartenteich, so können sie mit Fröschen und Goldfischen gegen die Mückenlarven im Teich vorgehen und so die Mückenzahl stark dezimieren. Auch Nistkästen für Vögel, die gern Mücken fressen, sind eine natürliche und biologische Mückenbekämpfung.

Auch im Freien können Sie mit ätherischen Ölen gegen Mücken vorgehen. Pflanzen Sie neben der Sitzecke stark duftende Pflanzen, Lavendel und Duftpelargonie oder Tomatenstöcke. Mücken meiden die für sie unangenehmen Gerüche und sie können auch noch den dekorativen Anblick genießen. Bti: Bacillus thuringiensis israelensis ist ein natürliches Mückenbekämpfungsmittel. Es kann in flüssiger Form in Gartenteiche oder Regentonnen gegeben werden. Auf rein biologische Weise sterben bereits die Mückenlarven ab und die Plage wird stark verringert. Dieses Mittel kommt sogar in Naturschutzzonen zum Einsatz.

Mücken in der Wohnung bekämpfen

Zunächst ist es immer ratsamer, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um die Mücken gar nicht erst ins Haus zu lassen. Dies ist die effektivste Variante, sich nicht von den Plagegeistern nerven und stechen zu lassen.

  • Fliegengitter sind eine unkomplizierte und preiswerte Methode, die Tierchen draußen zu halten.
  • Hat sich dennoch eine Mücke den Weg in die Wohnung erschlichen, so sind Moskitonetze über dem Bett eine hilfreiche Barriere.
  • Außerdem sind elektrische Mückenfallen auf dem Markt erhältlich, die durch UV-Licht die Tierchen anlocken und sie mittels einem Draht töten, an dem Spannung anliegt.
  • Wer auf natürliche Mückenmittel setzt, wird bei ätherischen Ölen fündig. Mücken mögen den aufdringlichen Duft nicht. So sind Schalen mit einem Wasser- und Öl-Gemisch im Raum eine echte Abwehr gegen die unangenehmen Zeitgenossen. Dafür als besonders geeignet, haben sich Lavendel, Lorbeer und Sandelholz erwiesen. Aber auch Teebaumöl, Eukalyptus und Zimt führen oft zum Erfolg.
  • Diese ätherischen rein biologischen Öle können Sie ebenso als biologische Abwehr gegen Mücken in der Dosierung von wenigen Tropfen in Ihre Bodylotion geben und die Haut damit einreiben.
  • Chemische Repellents, als Mittel die auf die Haut in Form von Lotionen, Sprays und Roll-Ons aufgebracht werden, bekämpfen die Mücken nicht, sondern halten sie ebenfalls nur vom Stechen ab. Kleinste Hautpartien, die vergessen wurden, sind jedoch weiterhin Ziel der Mückenweibchen, die das Blut für die Eiablage benötigen.
  • Verbraucherzentralen raten von elektronischen Verdampfern ab. Die durch Strom betriebenen Geräte setzen durch Erhitzen ein äußerst giftiges Insektizid frei. Sie können Schleimhäute reizen oder Taubheitsgefühle verursachen. Die Gefahren für Menschen sind langfristig nur schwer einzuschätzen.
  • Nicht zuletzt ist die gute alte Fliegenklatsche ebenso effektiv. Sie sind unterdessen auch als elektrische Fliegenklatschen mit Batteriebetrieb erhältlich. Mit ihr lassen sich Mücken sogar im Flug erledigen.

Erste Hilfe bei Mückenstichen

Nicht immer bemerkt man, wenn die Mücke zugestochen hat. Quälender Juckreiz und unangenehmes Kribbeln führen zu kratzen, Entzündungen und schlaflosen Nächten. Mit einigen Soforthilfemaßnahmen, können Betroffene dem Mückenstich an den Kragen gehen.

  • Kühlen ist effektiv und lindert den Juckreiz.
  • Ist man unterwegs und hat keinen Kühlakku oder etwas Ähnliches zur Hand, hilft ein wenig Spucke auf dem Stich.
  • Eine halbe Zwiebel auf die juckende Stelle gelegt, hilft nicht nur bei Mücken- sondern auch bei Bienenstichen.
  • Die Apotheke hält zahlreiche Mittel gegen nerviges Krabbeln und Brennen bei Mückenstichen bereit.
  • Ebenso in Apotheken oder auch im Internet gibt es einen Stichheiler zu kaufen. Über ein thermisches Wirkprinzip löst er schnell und gezielt das Problem bei Insektenstichen.

Gänzlich lassen sich die Plagegeister nicht aus unserem Leben vertreiben. Jedoch können einige Mittel den Mücken das Leben schwerer und den Menschen einfacher machen.
Text: C. D.

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