Veilchen im Garten

Veilchen im Frühjahr
Veilchen gibt es in vielen Farben
Foto: © -YS-

Nach einem langen Winter freuen wir uns darauf, endlich die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren und den Garten wieder mit Leben zu füllen. Neben den Schneeglöckchen und den Märzenbechern gehören die Veilchen mit zu den ersten Blumen, welche den Frühling ankündigen und ihre vorwitzigen Blüten dem Licht entgegen strecken.

Die kleinen violetten Farbtupfer sind eine Bereicherung für jeden Garten. Sie sind nicht nur optisch ein Freudenspender, sondern verwöhnen auch mit ihrem lieblich feinen Duft die Sinne.

Tipps für Veilchen:

Wie Sie Veilchen richtig pflanzen und pflegen erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Geeigneter Standort für Veilchen

Veilchen gedeihen am besten im Halbschatten. Sie müssen sich auch nicht immer in den Mittelpunkt rücken - ihr zauberhafter Duft weist sowieso alle Gartenbesucher auf ihr Dasein hin. Sie stehen gern etwas geschützt unter einer Hecke oder einem Baum; der Boden sollte allerdings nährstoffreich und lehmig, sowie keinesfalls zu trocken sein. Volle Sonne vertragen die zarten Frühlingsblüher ebenfalls - allerdings nur dann, wenn die Erde stets feucht ist. Liebhaber des feinen Duftes pflanzen die Veilchen gern in die Nähe von Fenstern oder Eingangstüren, denn beim Lüften der Gartenlaube oder des Hauses strömt so immer ein Hauch Frühling in die Räume.

Pflanzung und Aussaat

Gartenveilchen säen sich selbst aus. Ohne Ihr Zutun wachsen sie immer weiter in die Breite und können so richtige Blütenteppiche bilden. Beim "Transport" der Samen helfen oftmals die flinken Ameisen und so kann es sein, dass plötzlich im Frühjahr an einer Stelle im Garten Veilchen wachsen, die im letzten Jahr noch nicht vorhanden waren. Am meisten verbreitet ist das violette Veilchen, welches in den Gärten meist ziemlich wild wächst. Für Abwechslung sorgen Varianten in Weiß, Rosa, Zart-Rot oder Gelb. Diese Pflanzen sind in Gärtnereien oder im Gartenfachmarkt erhältlich und können in der eigenen grünen Oase ganz unkompliziert eingepflanzt werden. Eine schöne Kombination erhält der Gärtner, wenn er Lungenkraut und Funkien abwechselnd mit den Duftveilchen (zum Beispiel als Wegbegrenzung) pflanzt.

Pflege der Veilchen

Unproblematisch sind sie, die kleinen zarten Veilchen. Solange sie nicht zu trocken stehen und lange Zeit starker Hitze ausgesetzt sind, wachsen sie fast von alleine. Eine regelmäßige Bewässerung ist aber gerade an warmen Sommertagen empfehlenswert. Auf eine Düngung kann verzichtet werden, da bereits im Pflanzsubstrat genügend Nährstoffe für die meist nur bis zu 15 cm hohen Pflanzen enthalten sind. Die meisten Veilchen sind winterhart. Ihre Blätter behalten sie auch in der kalten Jahreszeit.

Verwendung

Die kleinen violetten Blüten verschönern Wegränder genauso wie Beeteinfassungen. Auch den Steingarten bereichern sie mit ihrem zarten Aussehen und ihrem lieblichen Duft. Gartenveilchen können sowohl unter Gehölzen stehen, als auch im Staudenbeet für Abwechslung sorgen. Freunde der Naturküche schätzen die Blüten des Duftveilchens als Delikatesse im grünen Salat. Auch zur Dekoration von Speisen können die Frühlingsblüher Verwendung finden und für erstaunte Fragen ("Veilchen kann man essen???") sorgen. Wie viele andere Gewächse auch hat sich diese wohlriechende Pflanze auch in der Naturheilkunde einen Namen gemacht. Sie wurde bereits im Mittelalter in den Kräuterbüchern aufgeführt und bei Epilepsie, Geschwüren und Erkältungskrankheiten angewandt. Leider scheint die heilende Wirkung des Veilchens immer mehr in Vergessenheit zu geraten - lediglich bei hartnäckigem Husten oder bei Einschlafproblemen kann sie heute noch diese unter Beweis stellen.

Obwohl sie eigentlich Frühjahrsblüher sind, können die Veilchen unter günstigen Bedingungen durchaus bis in den Sommer hinein die Gartenfreunde mit ihrem blumigen Duft und ihren schönen Blüten erfreuen. Gerade für Gartenneulinge sind Veilchen ideale und dankbare Pflanzen, da sie wenig Pflege und Erfahrung benötigen.
Text: K. L.

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