Kübelpflanzen umtopfen

Kübelpflanzen umtopfen
Kübelpflanzen umtopfen im Frühjahr - Symbolbild: © Mariana

Sobald die Temperaturen im Frühjahr dauerhaft über dem Gefrierpunkt liegen, ist es Zeit, die Kübelpflanzen aus ihrem Winterquartier zu holen. Nach der langen Ruhephase sind die Gewächse jetzt besonders hungrig nach Sonnenlicht und wohliger Wärme. Doch bevor sie die frische Luft in vollen Zügen genießen dürfen, brauchen sie etwas Starthilfe. Diese geben Sie Ihren Pflanzen in Form frischer Erde. Für das Umtopfen belohnen Ihre Kübelpflanzen Sie im neuen Gartenjahr mit sattem Grün, bunten Blüten und leckeren Früchten. Warum Umtopfen so wichtig ist, wie es funktioniert und worauf Sie beim Wechsel des Pflanzgefäßes achten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Warum ist das Umtopfen von Kübelpflanzen so wichtig?

Nach zwei bis drei guten Gartenjahren haben Kübelpflanzen oftmals ihren gesamten Topf durchwurzelt. Ohne Umtopfen können sich die Gewächse nicht mehr weiterentwickeln oder drohen im schlimmsten Fall einzugehen. Der kompakte Wurzelballen verdrängt die oft ausgelaugte Erde. Das reduziert den Halt der Pflanze und verschlechtert die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser. Ein größerer Topf erlaubt es der Kübelpflanze, sich wieder frei zu entfalten. So kann sie Nahrung aus der Erde ziehen und durch Ausbilden neuer Wurzeln für sicheren Stand sorgen.

Warum ist das Frühjahr der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Gartenexperten sind sich einig: Die beste Zeit zum Umtopfen von Kübelpflanzen ist das Frühjahr. Jetzt, beim Übergang von der langen Ruhe- zur neuen Wachstumsphase, sind die Gewächse weniger empfindlich. Außerdem können sie die frische Erde und den hinzugewonnenen Platz direkt in Wachstum und das Ausbilden von Blüten und Früchte umsetzen. Haben Sie das Frühjahr als Zeitpunkt zum Umtopfen verpasst, ist das nicht tragisch. Auch im Sommer können Sie noch Pflanzen, die sich nicht so recht entwickeln wollen und offensichtlich zu wenig Platz haben, in einen anderen Topf umsiedeln.

Das Frühjahr im Garten

Sollten Kübelpflanzen jedes Jahr umgetopft werden?

Nein, bei Kübelgewächsen reicht es aus, sie alle zwei bis drei Jahre in einen größeren Topf zu pflanzen. Anders ist es bei neuen Pflanzen. Sie stehen häufig in wenig dekorativen Plastikcontainern, die schon kräftig durchwurzelt sind. Diese Pflanzen danken es Ihnen, wenn sie aus ihrem engen Container in einen geräumigen Kübel mit viel Platz zum Wachsen ziehen dürfen. Das trägt nicht zuletzt zur besseren Standfestigkeit der jungen Gewächse bei.

Wie funktioniert das Umtopfen und worauf sollte ich achten?

Das Umtopfen von Kübelpflanzen kann jeder Hobbygärtner selbst durchführen. Messen Sie dazu im ersten Schritt den aktuellen Kübel Ihrer Pflanze aus. Was zählt, ist der Durchmesser. Der neue Topf sollte mindestes drei bis fünf Zentimeter größer als der alte und auch etwas tiefer sein.

Pflanze vorsichtig ausgraben

Haben Sie einen neuen Kübel gefunden, gilt es zuerst die Pflanze aus ihrem zu eng gewordenen Zuhause zu befreien. Das ist nicht immer einfach, da die Wurzeln häufig unten aus dem Topf herausgewachsen und verknotet sind. Schneiden Sie die Wurzeln keinesfalls ab, sondern versuchen Sie zuerst, sie vorsichtig zu entwirren. Klappt das nicht, sollten Sie lieber das alte Gefäß opfern, statt die Wurzelstränge zu beschneiden. Denn im schlimmsten Fall nimmt Ihnen die Pflanze das Abschneiden der Wurzelspitzen übel und geht ein.

Wurzelballen gut wässern

Haben Sie die Kübelpflanze erfolgreich aus dem Gefäß geholt, muss der Wurzelballen gut gewässert werden. Stellen Sie die Pflanze dazu für einige Minuten in einen Eimer mit Regen- oder Leitungswasser. Nutzen Sie die Zeit, um das neue Pflanzgefäß mit einer hochwertigen Pflanzerde aufzufüllen. Wichtig: Billig-Erde wird den Ansprüchen der Pflanzen nicht gerecht, da sie nur wenige oder minderwertige Inhaltsstoffe besitzt. Greifen Sie lieber zur etwas teureren Spezialerde. Im Baumarkt oder Garten-Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Spezial-Erden, wie zum Beispiel:

  • Rosen-Erde
  • Hortensien-Erde
  • Kübelpflanzen-Erde

Diese Mischungen sind optimal auf die Bedürfnisse der Gewächse abgestimmt, bieten den idealen pH-Wert und stellen die Langzeit-Versorgung mit wichtigen Nährstoffen sicher.

Einzug ins neue Zuhause

Lassen Sie beim Einfüllen der Erde eine Mulde für die Pflanze frei. Setzen Sie den Ballen in das neue Gefäß, bedecken sie ihn gut mit Erde und drücken sie diese leicht an. So bleibt sie beim Gießen schön durchlässig. Abschließend sollten Sie Ihre Kübelpflanze das erste Mal wässern und an den Ort stellen, an dem Sie die kommende Gartensaison verbringen soll.
Tipp: Einige Kübelpflanzen wie Zitrusgewächse sollten Sie nicht direkt vom Keller oder aus der Garage in die pralle Sonne stellen. Sie wollen langsam an die Sonne gewöhnt werden. Suchen Sie Ihnen erst einen Platz im Schatten.
Text: O. K. / Stand: 26.07.2019

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