Rasenarten für den Garten

Familie auf einem schönen Rasen
Finden Sie die richtige Rasensorte für Ihren Garten
Foto: © drubig-photo

Der Eine steht jeden Samstag mit der Rasenkantenschere bewaffnet im Garten und zähmt jeden Grashalm, der sich außerhalb des vorgegebenen Rasters aus der Erde traut. Kein Unkraut wächst auf seinem Zierrasen und es sind auch nirgends vermooste Stellen zu entdecken. Für den Anderen dagegen bedeutet ein schöner Rasen eher die wild wachsende Variante. Hier darf auch mal ein Löwenzahn erblühen und die Kids haben selbstverständlich die Möglichkeit, auf dem Rasen Fußball zu spielen und hin und wieder das Zelt zum Übernachten aufzustellen.

Beim Thema Grünflächen scheiden sich die Geister. Doch eines ist sicher: kein Garten ohne das satte Grün eines Rasens! Dieser besteht aus verschiedenen Grassorten, welche in ganz unterschiedlichen Mischungsverhältnissen jeweils zu einer Rasensorte zusammengemischt werden. Dabei gibt es nicht den perfekten Rasen - vielmehr kommt es darauf an, welchen Anspruch der Gärtner an sein Fleckchen Grün hat und wie er den Rasen nutzen möchte. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied in der Wahl der Rasensorte, ob dieser später stark belastet (zum Beispiel durch Sport und Spiel) oder ob er einfach nur im Vorgarten zur Zierde angelegt wird.

Die verschiedenen Rasensorten

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Rasenarten etwas näher vor und erklären für wen bzw. welchen Garten die Sorte geeignet ist.

Spiel- und Sportrasen - äußerst belastbar

Der Spiel- und Sportrasen zählt zu den beliebtesten Rasenmischungen überhaupt. Besonders Familien mit Kindern verwenden diesen Rasen gern, da er sehr robust ist. Durch seinen dichten Wuchs verträgt diese Mischung die tägliche Belastung durch das normale Begehen und durch spielende Kinder ohne Probleme. Zudem haben Unkräuter kaum eine Chance sich zwischen den einzelnen Gräsern hindurch zu mogeln. Je nach Wachstum und der gewünschten Höhe des Grases sollte der Spiel- und Sportrasen mehrmals im Jahr gemäht werden. Es empfiehlt sich im September beziehungsweise Anfang Oktober den Rasen zu vertikutieren. Bei dieser Art der Rasenpflege wird durch das Anritzen der Grasnarbe der Rasen optimal belüftet, was sich in einem besseren Wuchs bemerkbar macht.

Zierrasen - etwas fürs Auge

Ein schöner und gepflegter Rasen - der Stolz vieler Gartenbesitzer! Ebenmäßig zieht sich das sanfte Grün durch den Garten und der Betrachter kann bereits erahnen, wie viel Pflegeaufwand für solch eine Pracht notwendig ist. In der Tat ist ein Zierrasen mit sehr viel Aufwand verbunden. Regelmäßiges Rasenmähen ist ein Muss, denn nur so kann das gewünschte gleichmäßige Aussehen dieser Grünfläche gewährleistet werden. Hinzu kommt der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln beziehungsweise das Bekämpfen des Unkrautes per Hand mittels eines Ausstechers oder einer kleinen Harke, denn Löwenzahn, Gänseblümchen & Co haben auf einem Zierrasen keinen Platz. Ein Zierrasen ist ideal für ruhige Ecken im Garten, welche selten benutzt werden, denn die feinen Grashalme vertragen es nicht, wenn spielende Kinderfüße auf ihnen trampeln oder man selbst täglich darüber läuft.

Schattenrasen - mit wenig Licht zufrieden

Gerade in Gärten mit großem Baumbestand kommt es oft zu Problemen mit einem herkömmlichen Rasen. Dieser wächst an schattigen Ecken einfach schlecht und wird von Moos durchzogen. Doch keine Sorge: für schattige und halbschattige Plätzchen ist im Fachhandel ein spezieller Schattenrasen erhältlich. Die Grasmischung ist ideal auf die höhere Bodenfeuchtigkeit in diesen Bereichen abgestimmt und benötigt zum wachsen deutlich weniger Licht. Ergebnis: ein schöner Rasen auch unter großen, ausladenden Bäumen oder an Stellen, wo die Erde von Hecken oder Hauswänden beschattet ist.

Rollrasen - Alternative für Eilige

Das eigene Haus steht und endlich kann die Familie einziehen. Doch die Bauwüste hinter dem schmucken Eigenheim erinnert in keinster Weise an einen schönen Garten. Jetzt erst Gras säen und abwarten, bis aus den ersten zarten Hälmchen eine richtige Wiese geworden ist? Nein - es geht auch schneller: mit einem Rollrasen zaubern Sie in wenigen Stunden eine tolle Grünfläche, welche innerhalb von ca. drei Wochen ganz normal benutzt werden kann. Die einzelnen Rollen werden so aneinandergelegt, dass dazwischen möglichst keine Spalten entstehen. Danach wird der Rollrasen angewalzt, wodurch gewährleistet wird, dass sich die Wurzeln gut mit der Erde verbinden. Schnell und unkompliziert zum neuen Rasen - doch einen Nachteil hat diese Variante: der Preis ist deutlich höher als beim Kauf einer herkömmlichen Rasenmischung zum selber aussäen.

Bevor Sie eine Rasenmischung kaufen oder sich für einen Rollrasen entscheiden, überlegen Sie genau welche Anforderungen Sie an Ihre zukünftige Wiese stellen und welchen Pflegeaufwand Sie betreiben möchten. Die Berater im Gartenfachmarkt stehen Ihnen dabei selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite.
So finden Sie den richtigen Rasenmäher
Text: K. L.

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